Kunst in Ebersbacher Rathaus Digitale Porträts und Karikaturen

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Von Pflanzen, Mangas und Angela Merkel handelt die Jubiläumsschau im Ebersbacher Rathaus – ganz schön frech ausgefallen sind die sehenswerten Kanzlerkarikaturen.

Annika Blank zeigt Zeichnungen in der Jubiläumsschau. Foto: Ines Rudel
Annika Blank zeigt Zeichnungen in der Jubiläumsschau. Foto: Ines Rudel

Ebersbach - Annika Blank, Max Nutsch und Janine Schwarz schlagen bei der Jubiläumsschau der Reihe „Kunst im Rathaus“ im Ebersbacher Verwaltungssitz unterschiedliche Tonlagen an. Neben den eher lauten und farbintensiven Arbeiten von Max Nutsch, zeigt Janine Schwarz aktuelle digitale Porträts, während Annika Blanks Zeichnungen eher leise Töne wählen. Alle drei stehen am Anfang ihrer künstlerischen und beruflichen Laufbahn und nutzen die Gelegenheit, sich einem breiteren Publikum zu präsentieren. Die Reihe begann 1999 mit einer Schau des Ebersbachers Lorenz von der Vring.

Zum Jubiläum lauter junge Künstler eingeladen

„Wir geben gerne Starthilfe für junge hiesige Künstler, das ist auch im Interesse der Stadt“, bekräftigte Bürgermeister Eberhard Keller die Intention für solche Ausstellungen. Tatsächlich handle es sich bei Blank, Nutsch und Schwarz, die alle erst Anfang 20 seien, sogar um die jüngsten Teilnehmer dieser Reihe.

Das Trio, das sich zum Zweck der Ausstellung zusammenfand, hat seine Arbeiten über drei Ebenen, auf den Fluren des Rathauses verteilt, angebracht und die Schau auch selbst kuratiert. Sie konnten ihre Arbeiten selbst auswählen und bestimmen, was wo aufgehängt werden sollte.

Von Pflanzen, Mangas und Angela Merkel

Mit Tusche und Bleistift hat Annika Blank schon häufig gearbeitet. Die junge Frau, die sich mit dem Geschichtsstudium an der Universität Stuttgart und dem Kunststudium an der dortigen Staatlichen Akademie auf ihr Berufsziel Gymnasiallehrerin vorbereitet, zeigt in Ebersbach Pflanzenporträts und grafische Arbeiten. Außerdem hat sie analoge Fotografien rund ums Thema Architektur mitgebracht.

Auch Janine Schwarz lässt sich künstlerisch ausbilden und besucht dazu die Johannes Gutenbergschule in Stuttgart. Grafikdesign ist ihr Fachbereich. Die 22-Jährige präsentiert in Ebersbach digital erstellte Porträts junger Frauen im Dunstkreis der Girlpowerbewegung und zeigt die Einflüsse der Manga- und Comic-Ästhetik.

Ein wenig lautere Töne zeichnen die Arbeiten von Max Nutsch aus. Der auch in Ringerkreisen bekannte junge Industriedesigner aus Bünzwangen zeigt Kanzlerkarikaturen von Adenauer bis Merkel, die er mit frechem Strich gearbeitet hat.