Landtagspräsident Peter Straub
Ein Herz fürs Baugewerbe
Wolfgang Messner und Andreas Müller,
15.03.2010 17:12 Uhr
Peter Straub und die "Altpapieraffäre": Vor seiner Waldshuter Kanzlei lag auch ein Konzept für den Werbefilm einer heimischen Baufirma. Foto: dpa
""Die Unterlagen sind mir völlig unbekannt. Ich möchte ausschließen, dass sie sich in der Kanzlei befanden.""
Peter Straub über Aktenfund in seinem Altpapier
Nun, da Stächele und Fleischer durch ihren Einsatz für südbadische Kiesbetriebe in Bedrängnis geraten sind, wird auch nach Straubs Rolle in diesem Zusammenhang gefragt. Denn unter den 15 Firmen der Kiesausschreibungs- und Verwertungsgesellschaft (KVG) Südlicher Oberrhein, die beim Bau von Hochwasserrückhaltebecken ein Millionengeschäft machen wollen, ist auch eine bekannte aus seinem Wahlkreis: die Schleith GmbH in Waldshut-Tiengen, der regionale Platzhirsch der Branche.
Doch mit den Themen Hochwasserschutz und Kiesverwertung, versichert der Christdemokrat, sei er "nicht befasst" gewesen: "Weder als Wahlkreisabgeordneter noch als Landtagspräsident" habe er sich "für die Interessen der KVG eingesetzt". Um die Belange von Schleith kümmere er sich ebenso wie um die von Bürgerinnen und Bürgern, Gemeinden und Unternehmen insgesamt.
Gleichwohl muss sich Straub immer wieder gegen den Verdacht wehren, das Wohlergehen von Schleith sei ihm besonders wichtig. Festgemacht wird dieser an seiner Position zu den Planungen für die Hochrheinautobahn A98. Bergtrasse oder Taltrasse lautet die heiß diskutierte Alternative für den Abschnitt zwischen Hauenstein und Tiengen. Der CDU-Politiker plädiert für die offiziell favorisierte Bergvariante, alleine aus sachlichen Gründen, wie er stets beteuert.
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