Landtagswahl Kretschmann findet CDU-Wahlkampf „wirklich mies“

Von red/lsw 

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat an seinen Herausforderer Guido Wolf appelliert, aus dem Wahlkampf keine Schmutzwahlkampf zu machen und spielt damit auf Plakate der Jungen Union an.

Der Geschäftsführer der Jungen Union Baden-Württemberg, Hannes Griepentrog, vor einem Kleinlaster mit einem Wahlplakat der JU. Foto: dpa
Der Geschäftsführer der Jungen Union Baden-Württemberg, Hannes Griepentrog, vor einem Kleinlaster mit einem Wahlplakat der JU.Foto: dpa

Stuttgart - Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat den Wahlkampfstil der CDU kritisiert. „Dass die JU mit Rückendeckung des CDU-Vorstands Plakate klebt, die suggerieren, ich könnte keine Legislaturperiode mehr durchhalten, ist wirklich mies“, sagte er in Stuttgart. Er appellierte an den CDU-Spitzenkandidaten Guido Wolf, sich an die Vereinbarung zu erinnern, keinen Schmutzwahlkampf zu machen. Überdies kandidiere er für volle fünf Jahre, betonte der 67-Jährige.

Die CDU sei die vergangenen fünf Jahre in Fundamentalopposition verharrt. Weil sie kein Gegenkonzept zu Grün-Rot habe, stelle sie jedem in Aussicht, was er gerade hören wolle. „Solche Versprechen sind eigentlich nur zu machen, wenn man darauf setzt, dass man gar nicht den Ministerpräsidenten stellt. Sonst holt das einen ja ein.“ Seriös wäre nach Ansicht des Regierungschefs gewesen, Dinge nicht nur zu versprechen, sondern immer deren Finanzierung dazu zu sagen.

Kretschmann erläuterte, er wolle kein 100-Tage-Programm aufstellen. Denn der von Schwarz-Gelb hinterlassene Reformstau sei aufgelöst. „Es kommt jetzt darauf an, die Reformen, die wir angestoßen haben, zu optimieren und zu festigen.“ Als wichtiges Thema nannte er die Digitalisierung, wobei kleine und mittelständische Unternehmen auf diesem Weg mitzunehmen seien.

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29 Kommentare Kommentar schreiben

Landtagswahl: Ein herzliches Dankeschön sollte aus dem ganzen Ländle an Herr Stefan Mappus und Frau Tanja Gönner gehen. Ohne die beiden würde Baden-Württemberg immer noch feststecken.

Ein Streit um Kaisers Bart: Der Name Özdemir gehört heute genauso zu Deutschland wie Pfleiderer, Kohl, Lafontaine, Kubicki, Incorvaia oder Sedlmayer. In Rheinland Pfalz wurde Beck gewählt und während der Legislaturperiode kam Frau Dreyer. In BW war Herr Oettinger Landesvater und später Mappus. Man sieht: Ministerpräsidenten gehen, Parteien bleiben.

Man sieht: Ministerpräsidenten gehen, Parteien bleiben.: da haben Sie wohl recht. Fragt sich nur, wo bestimmte Parteien prozentual so rumdümpeln.....

Etwas anderes erwartet von der CDU?: Bin mal gespannt auf Wolfs angekündigten Endspurt -was wird wohl ein Wolf in Panik noch so alles zerreißen?

Glashaus: Eine Partei, deren letzter Ministerpräsident Verfassungsbruch begangen hat, sollte den Ball seehr flach halten, wenn es darum geht, andere Personen zu diffamieren. Erst recht, wenn selbst die Mehrheit der eigenen Anhänger lieber den Kandidaten der Parteikonkurrenz als MP haben möchte.

@ Gerhart Sxhuhmann: Die Mama? Ach die badet bereits darin! Sie taucht gerade nach Lösungen für die ansteigende Problematiken, die es in der Deutschen Politik gerade gibt! Abwarten! Die schafft das schon, kommt nur darauf Anm wie lange sie die Luft anhalten kann und wie tief sie tauchen kann! Gruß vom Motzkigele

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