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Baden-Württemberg
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Lebenslange Haft Eigenen Vater angezündet

dpa, vom 12.03.2010 11:28 Uhr
Heidelberg - Voller Hass hat ein Mann in Malsch bei Heidelberg seinen Vater niedergeschlagen und wie eine menschliche Fackel verbrennen lassen - mit lebenslanger Haft hat ihn das Landgericht Heidelberg dafür bestraft. "Es war eine monströse Tat, aber auf der Anklagebank sitzt kein Monster", sagte der Vorsitzende Richter Edgar Gramlich am Freitag bei der Urteilsverkündung. Vielmehr sei der Angeklagte ein Gequälter, der die Hassgefühle gegen seinen dominanten Vater seit seiner Kindheit mit sich herumtrage. Für das zerbrochene Verhältnis habe er alleine den Vater verantwortlich gemacht - und die Bluttat im vergangenen Juli eiskalt geplant und vollstreckt.

Der 39-Jährige hatte bereits zum Prozessauftakt gestanden, seinen 20 Jahre älteren Vater mit einem Hammer niedergeschlagen, mit Benzin übergossen und angezündet zu haben. Kurz danach hatte er sich der Polizei gestellt.

Mit seinem Urteil folgte das Gericht im Wesentlichen dem Antrag der Staatsanwältin. Diese hatte allerdings zudem eine besondere Schwere der Schuld gesehen. Damit wäre der geständige Sohn für mehr als 15 Jahre hinter Gitter gewandert. Sein Verteidiger hatte dagegen mit der verkorksten Vergangenheit des Mannes argumentiert. "Er ist natürlich sprachlos, aber hat seine Schuld für die Tat akzeptiert", sagte der Anwalt. Bereits am ersten Verhandlungstag hatte er eine eindeutige Erklärung des Angeklagten verlesen: "Es gibt nichts, was diese Tat entschuldigen kann", hatte dieser darin formuliert.

Achtmal, vielleicht sogar häufiger soll er mit einem Zimmermannshammer auf den Kopf seines Vater eingeschlagen haben, nachdem er bei einer gemeinsamen Autofahrt eine Panne vorgetäuscht und den Vater aus dem Wagen gelockt hatte. "Wie groß muss der Hass sein, der einen Sohn dazu bringt, seinen Vater mit einem Hammer zu erschlagen, mit Benzin zu übergießen und zu verbrennen?", fragte Richter Gramlich. "Aber man muss erkennen, dass es in einem Menschen auch Abgründe gibt."
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