Legal Highs in Oberschwaben Frau stirbt nach Rauchen gefährlicher Kräuter

Von red/lsw/dpa 

Vor sogenannten „Kräutermischungen“ warnen Experten schon lange – dahinter verbergen sich oft gefährliche Drogen. In Oberschwaben gab es einen Todesfall und eine Reihe lebensgefährlich Verletzter.

Legal High – diese Kräuter sind mitunter gefährlich Foto: dpa
Legal High – diese Kräuter sind mitunter gefährlichFoto: dpa

Biberach an der Riß - Eine Frau ist in Biberach an der Riß nach dem Rauchen einer Kräutermischung gestorben. „Im Verlauf der letzten Woche kamen sechs Menschen ins Krankenhaus, nachdem sie die Kräutermischung konsumiert hatten“, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag in Konstanz.

Die Substanz, die geraucht wird, könne zu einer Vergiftung mit Krampfanfällen, Bewusstlosigkeit und komatösen Zuständen führen. Die Mischung wird unter dem Oberbegriff „Legal Highs“ geführt. Die 48-Jährige starb am vergangenen Freitag.

Als „Legal Highs“ bezeichnet man etwa als Kräutermischungen getarnte Drogen, die Experten wegen der unberechenbaren Wirkung als sehr gefährlich einschätzen. Allerdings besteht noch eine Gesetzeslücke, da nicht alle dieser Drogen verboten sind. Ob die Kräuter aus dem Landkreis Ravensburg legal sind und somit nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, werde derzeit in einem Labor untersucht, sagte die Sprecherin. Die Substanz werde hauptsächlich von Menschen aus der Drogenszene konsumiert, teilte die Polizei mit.

3 Kommentare Kommentar schreiben

Solche Berichte...: sind die Blaupause dafür, was u.a. völlig falsch läuft. Wollen wir aufklären, sollte dies irgendwo stattfinden. Wo? Schule, Internet, Bundesministerien, Fernsehen, Zuhause? Was ist das denn, über den Tod einer jungen Frau zu berichten und Kräutermischungen anzuprangern, die jeder im Netz erwerben kann? Ich frage mich schon seit Jahren, in welcher Hinterwelt die deutsche Betäubungsmittelgesetzgebung ihr Dasein fristet. Müssen erst wieder Menschen sterben bis die Politik aufhört, Ihr Heil wieder nur in Verboten zu suchen? In Holland, in Israel, in Süd- wie Nordamerika wird z.B. Cannabis immer mehr als Heilpflanze geschätzt, eingesetzt in der Medizin und gewürdigt. Bei uns? Quasi völlige Fehlanzeige. Auch psychoaktiv wäre eine Legalisierung mehr dem Menschen zugewandt als diese völlig sinnbefreite Prohibition wie Kriminalisierung von Cannabis-Konsum. Aufklärung ohne Strafandrohung - eigentlich ziemlich einfach.

Hätte: die Frau auch zu solch gefährlichen Mittelrhein gegriffen, wenn ungefährlichere, kontrollierte und richtig dosierbare Alternativen frei erhältlich wären? Und falls nein, wer trägt dann eine Mitschuld - zumindest moralisch - an ihrem Tod?

Die Frage ist doch: wohl eher, warum erwachsene und mithin vermeintlich intelligente Menschen sich und ihrem Körper so etwas antun, egal ob frei erhältlich oder nicht. Warum braucht man so einen Sch..ß? Wenn die Dame meint, so etwas konsumieren zu müssen, dann trägt sie ganz allein die Schuld an ihrem Schicksal. Aber ein weiteres Merkmal in der Bananenrepublik Deutschland ist auch, immer die Schuld und Verantwortung bei anderen zu suchen.

Artikel kommentieren

Melden Sie sich jetzt an!
Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt.