| Zeitungsgruppe Stuttgart |Sonntag, 12. Februar 2012
Stuttgart
Artikel weiterempfehlen

Leinfelden-Echterdingen Gewerbegebiet vor dem Aus?

Thomas Braun, vom 12.03.2010 11:05 Uhr
vorherige Bild 1 von 3 nächste
Der heutige Fernomnibusbahnhof in Stuttgart neben dem Hauptbahnhof. Foto: Zweygarth
Der heutige Fernomnibusbahnhof in Stuttgart neben dem Hauptbahnhof. Foto: Zweygarth
""In den 75 Millionen Euro,[...] sind die Kosten für die äußere Verkehrserschließung noch gar nicht enthalten.""
Werner Wölfle, Fraktionschef Grüne

Leinfelden-Echterdingen - Am Mittwochabend haben sich Vertreter des Gemeinderats und der Verwaltung von Leinfelden-Echterdingen getroffen, um das Gutachten über das geplante interkommunale Gewerbegebiet zwischen B27 und Flughafen zu diskutieren.

Unterschwellig ging es bei dem Treffen aber auch um ein anderes Reizthema: den geplanten Fernomnibusbahnhof (FOB), der nach dem Aus für den Vaihinger Standort nach dem Willen der CDU und der Grünen im Stuttgarter Rathaus auf Echterdinger Markung am Flughafen angesiedelt werden soll. Weil die Leinfelden-Echterdinger das aus der Zeitung erfahren mussten, steht die gerade begonnene Annäherung zwischen den beiden Städten schon wieder auf der Kippe. Bekanntlich hatten sich Nachbarn jahrelange Auseinandersetzungen um den Bau der Landesmesse beim Flughafen geliefert - die ersten Ideen dazu hatte der frühere Messe-Chef Walther Gehring ebenfalls via Presse kommuniziert. Dementsprechend gereizt war die Stimmung unter den Teilnehmern des Treffens. Hinzu kommt, dass große Teile beider Räte den Plänen für ein 35 Hektar großes gemeinsames Gewerbegebiet aus unterschiedlichen Gründen skeptisch gegenüberstehen.

Skepsis auf beiden Seiten


Während man in der Messestadt fraktionsübergreifend vor allem unglücklich darüber ist, dass die als Lärmschutz gedachte Überdeckelung der B27 im Abschnitt Echterdingen-Ost nach Ansicht der Gutachter nicht finanzierbar ist, lehnen die Stuttgarter Grünen das Vorhaben aus ökologischer, städtebaulicher und ökonomischer Sicht ab. "In den 75 Millionen Euro, die beide Städte für die Entwicklung des Gebiets und den Ankauf der Grundstücke aufbringen sollen, sind die Kosten für die äußere Verkehrserschließung noch gar nicht enthalten", sagt deren Fraktionschef Werner Wölfle. Sein Fazit des Abends: "Ernüchternd."

In Leinfelden-Echterdingen denkt man aus Verärgerung über die "Stuttgarter Arroganz" (so ein Stadtrat) beim Thema FOB nun darüber nach, die Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt zumindest auszusetzen oder gar ganz zu beenden, bevor sie richtig begonnen hat. Von einer "Denkpause" ist die Rede. Man werde sich von Stuttgart "nichts aufzwingen lassen".
Weitere Artikel
Kommentare (5)
Kommentarregeln
  • Kommentare anzeigen
Anzeigen
MRZ
13
21:13 Uhr, geschrieben von stuttgartlebt
L-E
Stuttgart würde Leinfelden-Echterdingen sofort eingemeinden wenn sie könnten. Das wäre sogar Stuttgarts Traum! Aber da spielt Leinfelden-Echterdingen nicht mit weil es ihnen im Vergleich zu anderen Kommunen in der Region noch richtig gut geht und sie Eigenständig gut zurecht kommen.
MRZ
12
21:44 Uhr, geschrieben von Reigeschmeckter
Wohl kaum...
@T.S. aus S. "kann man denn die Teilorte Leinfelden, Echterdingen, Oberaichen, Stetten und wie sie alle heißen nicht einfach nach Stuttgart eingemeinden?" Die werden sich bedanken. Stuttgart ist auf dem besten Weg, Sanierungsfall und Dauerbaustelle zu werden. Ich glaube nicht, daß ein Bürgermeister oder Rat, der noch halbwegs bei Sinnen ist, gesteigerten Wert auf eine Fusion mit Pleite-Stuggi legt... Vorher würden die sich wohl mit Esslingen zusammentun - ist ohnehin der selbe Kreis.
MRZ
12
18:58 Uhr, geschrieben von T.S. aus S.
Stuttgart wächst
kann man denn die Teilorte Leinfelden, Echterdingen, Oberaichen, Stetten und wie sie alle heißen nicht einfach nach Stuttgart eingemeinden?
Kommentar-Seite
vorherige
1  von  2
nächste
 
Anzeige
 

Sie suchen ein neues Zuhause?

Wir haben Sie alle! Mieten oder kaufen, Wohnung oder Haus. In Baden-Württembergs bedeutendstem Immobilienmarkt finden Sie Angebote aus Stuttgart, der Region und dem Rest der Republik.
zur Immobiliensuche
 
StZ digital
Stuttgarter Zeitung digital
Die gedruckten Ausgaben im Originallayout.

 
 
ePress App
Genießen Sie Ihre Stuttgarter Zeitung auch auf dem iPad.
 
 
Abonnement-Prämien
Werben Sie einen Freund als Abonnent der Stuttgarter Zeitung. Für jede Empfehlung erhalten Sie eine Prämie aus unserem Shop.
Abonnement
 
Lieferservice für Stuttgart