Leinfelden-Echterdingen kündigt Partnerschaft Ärger über die Bahnhofspläne
Thomas Braun, 14.03.2010 10:59 Uhr
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Beim von Stuttgart vorangetriebenen Ausbau der Nord-Süd-Straße wollte man eigentlich den Nachbarn mit ins Boot holen. Die Realisierung scheiterte an unterschiedlichen Vorstellungen. Neuester Streitpunkt ist die Stuttgarter Idee, den Fernomnibusbahnhof am Flughafen beim Parkplatz P5 unterzubringen. Das haben die Leinfelden-Echterdinger aus der Zeitung erfahren. Foto: Zweygarth
Beim von Stuttgart vorangetriebenen Ausbau der Nord-Süd-Straße wollte man eigentlich den Nachbarn mit ins Boot holen. Die Realisierung scheiterte an unterschiedlichen Vorstellungen. Neuester Streitpunkt ist die Stuttgarter Idee, den Fernomnibusbahnhof am Flughafen beim Parkplatz P5 unterzubringen. Das haben die Leinfelden-Echterdinger aus der Zeitung erfahren. Foto: Zweygarth


Zuletzt gab es im Zuge der Diskussion um eine zweite Startbahn erneut Dissonanzen. Dementsprechend trotzig reagieren nun auch die Kommunalpolitiker von der "schönsten Seite der Filder" auf die Stuttgarter FOB-Pläne: Der Chef der Freien Wähler im Rat von Echterdingen, Hans Huber, sprach von einer "ungeheueren Provokation, wenn nicht gar Dummheit", sein CDU-Pendant Harry Sandlaß von "zerstörtem Vertrauen."

Im Stuttgarter Rathaus war man am Freitag um Deeskalation bemüht. OB Schuster bedauerte ebenso wie Finanzbürgermeister Michael Föll die Entscheidung der Nachbargemeinde. Zugleich zeigte Föll aber auch Verständnis: "Jede Stadt reagiert allergisch, wenn auf ihrer Markung unabgesprochen Dinge realisiert werden sollen." Sein Kollege Murawski, kritisierte Föll, habe sich verhalten "wie der Elefant im Porzellanladen".

"Wie ein Elefant im Porzellanladen"


Der Stuttgarter Grünen-Fraktionschef Werner Wölfle, dessen Partei das interkommunale Gewerbegebiet ablehnt, sieht freilich auch andere Motive im Spiel: "Offenbar war auch in Leinfelden-Echterdingen die Lust auf das Gewerbegebiet nicht sonderlich ausgeprägt." Gleichwohl wolle er alles tun, damit sich die Wogen beim Thema FOB wieder glätten. Wölfle attestierte OB Schuster, sich nicht schnell genug mit seinem Amtskollegen Klenk in Verbindung gesetzt zu haben. Klaus-Peter Murawski, Urheber der Idee eines FOB am Flughafen, zeigt wenig Verständnis für die Empörung südlich der Autobahn: "Die sind ja schneller beleidigt, als man zum Telefonhörer greifen kann."

Dass das Tischtuch nicht endgültig zerschnitten ist, machte auf der anderen Seite der FDP-Stadtrat Wolfgang Haug deutlich: "2012 bekommt Stuttgart einen neuen OB, dann sehen wir weiter."
Kommentare (20)
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MRZ
15
Red Blues, 13:30 Uhr

käuflich?

Ja sie haben recht, ich bin Mitarbeiter von OB Schuster und verdiene mein Geld zu einem erheblichen Teil damit, für S21 gute Stimmung zu machen. Dafür bekomme ich einen tollen 6stelligen Geldbetrag pro Jahr. Sie sehen, S21 lohnt sich wenn man auf der richtigen Seite steht. Mit etwas Glück bekomme ich auch ne Leistungsprämie und darf persönlich die Seitenflügel des hässlichen Bahnhofes abreißen ;)

MRZ
15
Frank Rohberger, 12:24 Uhr

@Red Blues

Das einzige was hier wirklich verblüfft ist ihre sonderbare, völlig unkritische Haltung! Selbst wenn Herr Schuster das Rathaus anzündet, finden sie das auch noch ganz toll und geraten in Verzückung! Ich denke mal, daß sie hier nicht ihre persönliche Meinung wiedergeben, sondern in gewissen Abhängigkeiten stehen.

MRZ
15
Red Blues, 12:02 Uhr

verblüffend

Verblüffende Abgründe tun sich in dieser Diskussion auf! Da wird ein von den Einwohnern Stuttgart gewählter Bürgermeister zum König gemacht, was ist denn das für ein Demokratieverständnis? Schuster ist OB von Stuttgart, gewählt von Stuttgarts Einwohnern, unterstützt von OB Palmer, nichts mit König, nichts mit Despotie und Alleinregent! Andererseits wird ihm vorgeworfen, dass er sich nicht mehr vor die Türe traut, nicht ohne seine Bodyguards, ja warum denn? Wenn ihm wirklich jeder noch so dämliche S21 Kritiker androht, ihn mit Eiern zu bewerfen und was weiß ich sonst noch! Jeder der mit dem Finger auf den OB zeigt, zeigt mit 3 Fingern auf sich selbst!

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