Leinfelden-Echterdingen kündigt Partnerschaft
Ärger über die Bahnhofspläne
Thomas Braun,
14.03.2010 10:59 Uhr
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Beim von Stuttgart vorangetriebenen Ausbau der Nord-Süd-Straße wollte man eigentlich den Nachbarn mit ins Boot holen. Die Realisierung scheiterte an unterschiedlichen Vorstellungen. Neuester Streitpunkt ist die Stuttgarter Idee, den Fernomnibusbahnhof am Flughafen beim Parkplatz P5 unterzubringen. Das haben die Leinfelden-Echterdinger aus der Zeitung erfahren. Foto: Zweygarth
Stuttgart - Am Wochenende fliegt OB Wolfgang Schuster mit einer Delegation nach Cannes, um auf Europas bedeutenster Immobilienmesse Mipim für die Standortqualitäten der Landeshauptstadt zu werben. Im Reisegepäck fehlen werden dann wohl die Unterlagen über das gemeinsam mit der Nachbarkommune Leinfelden-Echterdingen geplante interkommunale Gewerbegebiet am Flughafen. Die Messestadt hat Schuster am Freitag aus Verärgerung über das Stuttgarter Vorgehen in Sachen Fernomnibusbahnhof (FOB) am Flughafen die Partnerschaft aufgekündigt.
Im Schulterschluss mit den fünf Fraktionschefs seines Gemeinderats hat Leinfelden-Echterdingens OB Roland Klenk den Stuttgartern vor der Presse die Leviten gelesen. Nachdem man aus der Zeitung erfahren habe, dass Stuttgart auf Initiative von Verwaltungsbürgermeister Klaus-Peter Murawski (Grüne) und mit Rückendeckung von OB Schuster prüfen lasse, ob der Omnibusterminal am Flughafen und damit auf Echterdinger Markung untergebracht werden könne, gebe es aus seiner Sicht "keine Vertrauensgrundlage mehr für eine faire Partnerschaft auf Augenhöhe".
Bis zum heutigen Tag habe niemand aus der Stuttgarter Verwaltungsspitze es für nötig erachtet , die Standortgemeinde über die FOB-Pläne in Kenntnis zu setzen. Offenbar sei der Wille zur Kooperation in Stuttgart "nicht in der Tiefe ausgeprägt, um eine solch schwierige Aufgabe wie das interkommunale Gewerbegebiet in Angriff zu nehmen". Angesichtes der Vorgeschichte im Verhältnis der beiden Städte hätte er mehr erwartet.
In der Tat gab es in der Vergangenheit eine ganze Reihe von Konflikten zwischen den Nachbarn: Die Verlängerung der Flughafenstartbahn in den 1970er Jahren führte zu ersten Spannungen, der Bau der Landesmesse 2005 zu einer regelrechten Eskalation im nachbarschaftlichen Verhältnis. Beide Male fühlte sich Leinfelden-Echterdingen von Stuttgart durch die Planungen auf seiner Markung bevormundet.
Fehlende Vertrauensgrundlage
Im Schulterschluss mit den fünf Fraktionschefs seines Gemeinderats hat Leinfelden-Echterdingens OB Roland Klenk den Stuttgartern vor der Presse die Leviten gelesen. Nachdem man aus der Zeitung erfahren habe, dass Stuttgart auf Initiative von Verwaltungsbürgermeister Klaus-Peter Murawski (Grüne) und mit Rückendeckung von OB Schuster prüfen lasse, ob der Omnibusterminal am Flughafen und damit auf Echterdinger Markung untergebracht werden könne, gebe es aus seiner Sicht "keine Vertrauensgrundlage mehr für eine faire Partnerschaft auf Augenhöhe".
Bis zum heutigen Tag habe niemand aus der Stuttgarter Verwaltungsspitze es für nötig erachtet , die Standortgemeinde über die FOB-Pläne in Kenntnis zu setzen. Offenbar sei der Wille zur Kooperation in Stuttgart "nicht in der Tiefe ausgeprägt, um eine solch schwierige Aufgabe wie das interkommunale Gewerbegebiet in Angriff zu nehmen". Angesichtes der Vorgeschichte im Verhältnis der beiden Städte hätte er mehr erwartet.
Kein Gespräch von OB zu OB
In der Tat gab es in der Vergangenheit eine ganze Reihe von Konflikten zwischen den Nachbarn: Die Verlängerung der Flughafenstartbahn in den 1970er Jahren führte zu ersten Spannungen, der Bau der Landesmesse 2005 zu einer regelrechten Eskalation im nachbarschaftlichen Verhältnis. Beide Male fühlte sich Leinfelden-Echterdingen von Stuttgart durch die Planungen auf seiner Markung bevormundet.
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käuflich?
Ja sie haben recht, ich bin Mitarbeiter von OB Schuster und verdiene mein Geld zu einem erheblichen Teil damit, für S21 gute Stimmung zu machen. Dafür bekomme ich einen tollen 6stelligen Geldbetrag pro Jahr. Sie sehen, S21 lohnt sich wenn man auf der richtigen Seite steht. Mit etwas Glück bekomme ich auch ne Leistungsprämie und darf persönlich die Seitenflügel des hässlichen Bahnhofes abreißen ;)
@Red Blues
Das einzige was hier wirklich verblüfft ist ihre sonderbare, völlig unkritische Haltung! Selbst wenn Herr Schuster das Rathaus anzündet, finden sie das auch noch ganz toll und geraten in Verzückung! Ich denke mal, daß sie hier nicht ihre persönliche Meinung wiedergeben, sondern in gewissen Abhängigkeiten stehen.
verblüffend
Verblüffende Abgründe tun sich in dieser Diskussion auf! Da wird ein von den Einwohnern Stuttgart gewählter Bürgermeister zum König gemacht, was ist denn das für ein Demokratieverständnis? Schuster ist OB von Stuttgart, gewählt von Stuttgarts Einwohnern, unterstützt von OB Palmer, nichts mit König, nichts mit Despotie und Alleinregent! Andererseits wird ihm vorgeworfen, dass er sich nicht mehr vor die Türe traut, nicht ohne seine Bodyguards, ja warum denn? Wenn ihm wirklich jeder noch so dämliche S21 Kritiker androht, ihn mit Eiern zu bewerfen und was weiß ich sonst noch! Jeder der mit dem Finger auf den OB zeigt, zeigt mit 3 Fingern auf sich selbst!