Das Ergebnis ist nicht so gut wie im vergangenen Jahr, doch die Veranstalter des "Stadtradelns" sind trotzdem zufrieden. Etwa 32 400 Kilometer haben Leonberger Bürger in den vergangenen drei Wochen mit dem Fahrrad zurückgelegt und haben sie dem Konto der Aktion gutgeschrieben. Auch zu der diesjährigen zweiten Auflage des "Stadtradelns" haben die Lokale Agenda und die Leonberger Stadtverwaltung aufgerufen - einer der Höhepunkte ist vor etwas mehr als einer Woche die "Tour der Natur" gewesen, die traditionell die Leonberger Kreiszeitung und das Leo-Center organisieren.
"Stadtradeln" ist eine Kampagne des europäischen Städtenetzwerks Klima-Bündnis, um dem Radverkehr Rückenwind zu verleihen. Die Stadt Leonberg beteiligt sich unter anderem auch daran, weil sie Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg ist und das Fahrradfahren ein wichtiger Bestandteil ihres Mobilitätskonzeptes ist, das gemeinsam mit der Lokalen Agenda vorangetrieben wird.
Bis gestern Vormittag hatten sich bei "Stadtradeln" in Leonberg insgesamt 232 Teilnehmer in 17 Teams angemeldet, die 32 380 Kilometer zurückgelegt haben. Da aber noch bis Mittwoch die Möglichkeit besteht, sich anzumelden und die in den vergangenen drei Wochen zurückgelegten Kilometer nachzumelden, hofft Hildrun Schlicke, die Sprecherin der Lokalen Agenda, noch auf ein paar tausend Kilometer mehr. Vergangenes Jahr hatten in Leonberg 316 Teilnehmer in 21 Teams 48 564 Kilometer erradelt und der Umwelt damit fast sieben Tonnen Kohlendioxid erspart.
"Mit der Veranstaltung wollten wir den Bürgern das Bewusstsein fürs Fahrradfahren schärfen und vor Augen führen, dass viele, viele Wegstrecken im Alltag mit dem Rad zurückgelegt werden können", sagte die Erste Bürgermeisterin Inge Horn gestern zum offiziellen Abschluss der Aktion. Mit dem Ergebnis könne man zufrieden sein, befand Horn.
Gleichzeitig nutzte die Baubürgermeisterin die Gelegenheit, um an der Einmündung der Stohrerstraße in die Römerstraße eines der 34 neuen Verkehrsschilder vorzustellen, die die Stadt in den vergangenen Tagen montiert hat - über dem Zeichen der Sackgasse für Autofahrer wird Radlern und Fußgängern angezeigt, dass der Weg für sie durchlässig ist. "Gemeinsam mit der Lokalen Agenda wurden die Straßen abgefahren und dann die Schilder dort angebracht, wo man festgestellt hat, dass für Fußgänger und Radfahrer direkte Verbindungen bestehen", so Inge Horn. So wie die jüngst erfolgte Abschrägung von hohen Bordsteinkanten oder die Öffnung von Einbahnstraßen für Radfahrer, seien auch die neuen Schilder Teil der städtischen Mobilitätskonzeptes, das schrittweise und mit wenig Geld verwirklicht werde, so Horn.
"Unser gemeinsames Ziel ist es, dass alle Verkehrsteilnehmer in einem guten Rahmen geführt werden", sagte Irmgard Meurer, die Sprecherin der Agenda-Gruppe Radl. Dabei wünsche sich die Gruppe schützende Fahrradstreifen auf der Brennerstraße sowie eine optimale Anbindung der Altstadt an die Stadtmitte. Obwohl an dem Thema schon lange gearbeitet werde, könne das erst realisiert werden, wenn die Grabenstraße saniert und die gesamte B 295 im Stadtgebiet zur Gemeindestraße herabgestuft sei, erläuterte Inge Horn.


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