Mitte - Die Mitglieder der Bürgerinitiative Schutzzone 29b wollen das Grundstück im Innenhof des Wohnblocks in der Lindenspürstraße 29b vom Investor und Bauherrn Gerhard Senft zurückkaufen. Er hat die Genehmigung, hier ein Wohnhaus für vier Familien zu bauen (wir berichteten). Am Mittwoch wurden deshalb bereits Bäume und Büsche gerodet.
Am Donnerstag hat die Bürgerinitiative in einem offenen Brief an den Investor um einen Termin gebeten, bei dem die Möglichkeiten eines Kaufes ausgelotet werden sollen. Senft sollte dabei auch seine Kosten auflisten. Grund für den Vorstoß der Anwohner war ein Treffen am vergangenen Samstag, bei dem der Investor signalisiert habe, dass er einem Konflikt gerne aus dem Weg gehen wolle, berichtet die Sprecherin der Initiative Ina Ludwig. Senft hat das Grundstück im vergangenen Sommer von einem Immobilienhändler mit der Baugenehmigung für ein Vierfamilienhaus erworben. Im Januar erging eine zweite Baugenehmigung, die sich aber lediglich auf die von Senft gewünschte Änderung der Fassadengestaltung bezieht.
Auf Senft kommen jetzt höhere Baukosten zu, weil die Erschließung des Grundstücks sehr aufwendig ist. Außerdem besteht der Verdacht, dass der Grundwasserspiegel sehr hoch ist und der Bau des Fundaments dadurch teurer wird. Aber der Bauträger betont, dass er bauen müsse. Alle vier Wohnungen sind seit Herbst verkauft. „Sie gingen weg wie geschnitten Brot“, sagt Senft. Ein Rückkauf des Grundstücks wäre für ihn nur denkbar gewesen, wenn die Stadt in die Bresche gesprungen wäre. Die möglichen Schadenersatzforderungen der Käufer seien für ihn unkalkulierbar und für sein Unternehmen nicht tragbar. Deshalb habe er mit Baubürgermeister Matthias Hahn zu Beginn der Woche verhandelt, berichtet Senft. Aber die Stadt wird das Grundstück nicht kaufen.
Die Rechtslage sei jetzt eindeutig, sagt der Investor: „Ich muss bauen.“ Durch den Verkauf der vier Wohnungen ist er eine rechtsverbindliche und termingerechte Bauverpflichtung gegenüber den Käufern eingegangen. In einem Erwiderungsbrief an die Bürgerinitiative bittet Gerhard Senft diese darum, keinen „Kleinkrieg“ anzufachen. Die Besitzer der Eigentumswohnungen im Haus Lindenspürstraße 29b hätten durch die Unterzeichnung ihrer Kaufverträge einem möglichen Neubau an dieser Stelle zugestimmt.


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Vereinswegweiser der 

Das kann ja nicht wahr sein.
Haben die Verantwortlichen in der Stadt Stuttgart (u.a. Stadträte, Planungsamt) immer noch nicht die Zeichen der Zeit erkannt? Müssen tatsächlich auch noch die letzten grünen Flächen bebaut werden? Sind denn die dadurch zu erwartenden Einnahmen aus Steuern und Gebühren über ein vernünftiges Stadtklima zu stellen? Schon im Rahmenplan von 1978 wurde besonders für die Kessellage in Stuttgart auf die zu erhaltenen Grünflächen im Zusammenhang mit dem Stadtklima aufmerksam gemacht. Wieso werden solche Pläne überhaupt erstellt, in den entsprechenden Gremien vorgestellt und diskutiert – wenn nicht danach gehandelt wird? Oder sind 34 Jahre einfach zu kurzfristig für ein Planungsamt? Dann solche Aussagen: Wenn wir das vor einem Jahr gewusst hätten…. Wird hier nicht die Bevölkerung verhöhnt oder wurde im Stuttgarter Rathaus noch nicht über die Klimaerwärmung informiert? Später, wenn alles zugebaut ist, können sich ja wieder einige Politiker ins rechte Licht setzen, indem sie sich feiern lassen wenn sie sich einsetzen um für viel Geld aus dem Stadtsäckel einen Hinterhof entkernen zu lassen damit eine kleine Wiese mit Sandkasten entsteht. Man darf gespannt sein, wie lang es in Stuttgart noch dauert bis es auch unter der Verantwortlichen mal wieder zu einer Ehrlichkeit nach dem Motto: „Ein Mann (Frau) ein Wort“ kommt.
KiTa
Wie wäre es denn, wenn sich alle Beteiligten darauf einigten, eine ökologische KiTa (Kindertagesstätte) zu errichten? Mit Dachbegrünung (dann kein Flächenverlust), mit Entschädigung des Investors durch die Stadt (Verluste sozialisieren), mit Entschädigung der Wohnungskäufer (Heuschrecken, Gentrifizierer) durch die Bürgerinitiative? Ohne Einigung Besetzung und Errichtung eines Zeltdorfes, usw. Aber im Ernst: Die Bürgerinitiative könnte doch mit den Wohnungskäufern verhandeln und diesen Wohnungen abkaufen. Wenn die Wohnungen dann gekauft sind, kann die BI die Wohnungen wieder abreissen oder vielleicht auch gar nicht bauen lassen und einen Goldfischteich anlegen. 500 Unterschriften, jede Unterschrift zahlt 4000 Euro, passt.