Lkw-Parkplätze an Autobahnen Engpässe sollen Vergangenheit angehören

Von SIR/dpa 

Ein elektronisches Leitsystem soll Lastwagenfahrern helfen, voll belegte Rastanlagen zu erkennen und zu umfahren. Verkehrsminister Hermann hat das Projekt vorgestellt.

Lastwagen parken auf einem Rastplatz an der A8. Foto: dpa
Lastwagen parken auf einem Rastplatz an der A8.Foto: dpa

Ein elektronisches Leitsystem soll Lastwagenfahrern helfen, voll belegte Rastanlagen zu erkennen und zu umfahren. Verkehrsminister Hermann hat das Projekt vorgestellt.

Bad Rappenau - Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) will Engpässe bei Lastwagen-Stellplätzen an Autobahnen mit elektronischen Leitsystemen eindämmen. Bei einem Telematik-Pilotprojekt an der Autobahn 6 (Mannheim-Heilbronn-Nürnberg) werden an Autohöfen einfahrende Lastwagen gezählt und verbleibende Stellplätze auf einer Tafel über der Autobahn angezeigt. Man müsse „intelligente neue Wege gehen“, um den wachsenden Bedarf an Parkmöglichkeiten für den Lkw-Verkehr abzudecken, sagte der Minister bei der Vorstellung des Projekts am Montag an der A6 bei Bad Rappenau (Kreis Heilbronn).

In Deutschland werden nach Angaben des Verbands des Württembergischen Verkehrsgewerbes im kommenden Jahr rund 14.000 Stellplätze fehlen, 1500 davon im Südwesten. Der Ausbau der Rastanlagen kann damit kaum mithalten: Derzeit werden nur etwa 2500 neue Parkmöglichkeiten geschaffen. Die Änderung der Rastzeiten für Lastwagenfahrer im Jahr 2006 hält Hermann zudem für einen „kapitalen Fehler der Politik“. Danach sei der Bedarf drastisch gestiegen.

„Der immense Bedarf kann nicht nur durch den Ausbau abgedeckt werden“, sagte Minister Hermann. Neben dem im Südwesten einzigartigen Projekt, mit Tafeln auf die Belegung hinzuweisen, gibt es auch Handy-Apps. Die Programme erfüllen dieselbe Aufgabe, würden den Fahrer jedoch vom Verkehr ablenken, sagte der Minister. Bislang gebe es noch kein einheitliches System, um den Lastwagenverkehr zuverlässig auf freie Parkplätze zu lotsen, erklärte Hermann. Dabei sei die Technologie bei Parkhäusern längst vorhanden.

Das Konzept soll nach der Testphase vorraussichtlich in den kommenden Jahren an vielen weiteren privatwirtschaftlichen Autohöfen in ganz Deutschland angewendet werden.

 

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