Ludwigsburg - Rund 150 Beamte der Polizeidirektionen Ludwigsburg, Esslingen, Waiblingen, Schwäbisch Hall und Stuttgart haben in einer gemeinsamen Aktion insgesamt 16 Wohnungen im Umkreis durchsucht. Dabei wurden sieben mutmaßlich Beteiligte einer Schlägerei festgenommen und zahlreiche Waffen sichergestellt, unter anderem Schlagstöcke, Messer, Maskierungen und verbotene Nachbildungen von Schusswaffen.
Gegen die Festgenommenen – alle im Alter zwischen 18 und 24 Jahren – wird wegen schweren Landfriedensbruchs ermittelt. Sie sollen an einer Schlägerei am 15. Januar beteiligt gewesen sein. An jenem Abend hatten drei unbekannte Täter gegen 22.30 Uhr ein Lokal in der Ludwigsburger Solitudestraße betreten und einen 29-jährigen Gast samt Begleiter aufgefordert, mit nach draußen zu kommen. Als der 29-Jährige sich weigerte, wurde er geschlagen. Daraufhin verließen die Angreifer das Lokal, kehrten aber kurze Zeit später mit etwa 25 weiteren jungen Männern zurück. Der Gaststättenbesitzer verständigte die Polizei, woraufhin die Angreifer eine Fensterscheibe des Lokals einwarfen und die Flucht ergriffen. Zunächst ermittelte die Polizei 13 Tatverdächtige, setzte sie jedoch allesamt wieder auf freien Fuß.
Die Gründe für die Auseinandersetzung sind der Polizei immer noch nicht bekannt. „Sowohl die Geschädigten als auch die Angreifer sagen kaum etwas“, berichtet Peter Widenhorn, Pressesprecher der Polizeidirektion Ludwigsburg. Auch ob es sich um einen Bandenstreit handelt, wisse man nicht. Klar sei lediglich, dass fast alle Beteiligten der Polizei als gewaltbereite Personen bekannt sind. meb

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