InterviewMaj Puskaric Der Stalin für die Sicherheit

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Inklusive eines Silikon-Penis, der ebenfalls bei Ihnen erhältlich ist. Zufall?
Auch da kann ich nur sagen: Ich weiß nicht, was die Kunden mit dem Produkt letztlich machen. Benutzen sie den Penis als Sexspielzeug, wollen sie einen auf dicke Hose machen, oder simulieren sie damit beim Pinkeln? Ich bin Unternehmer, wenn ich eine Geschäftsidee sehe, versuche ich sie umzusetzen. Gucken Sie sich doch nur unser neuestes Produkt an, den Stalin.
Den Stalin?
Das ist eine ortungssichere Handytasche. Sie macht es unmöglich, Telefone anzuzapfen und auszuspähen.
Hochinteressant also für Fremdgeher oder Diebe, die keine digitalen Spuren hinterlassen wollen.
Mag sein, aber hauptsächlich wollen wir den Stalin Firmen anbieten, die sich vor Wirtschaftsspionage schützen wollen. Für Leute, die sich nicht dem Elek­trosmog ihrer Handys aussetzen wollen, ist die Tasche auch sehr interessant.
Haben Sie schon mal Besuch von der Polizei gehabt?
Nein, was ich mache, ist legal. Wir verkaufen unsere Produkte in erster Linie an die Industrie. Mit dem Urin habe ich vor mehr als sieben Jahren begonnen und noch nie ein negatives Feedback bekommen.
Sie haben eine Ausbildung als Elektriker und eine als Kaufmann, Sie haben als Bildhauer gearbeitet und nun als Erfinder. Geht’s Ihnen gut?
Ja, total. Ich habe so viele tolle Ideen, und es macht mir so viel Spaß, sie zu verwirklichen. Mein Plan ist, innerhalb der nächsten zehn Jahre zwölf Firmen aufzubauen. Da wird es auch um Luxusartikel, Kinderspielzeug und Holzmöbel gehen. Und dann habe ich noch eine 13. Idee, die ich Milliarden-Idee nenne.
Worum geht es?
Das kann ich natürlich nicht sagen. Nur so viel: wenn ich das Vorhaben umsetzen kann, würde vielleicht sogar Facebook klein dagegen aussehen. Aber lassen wir uns überraschen.