Mappus und Röttgen Mappus zeigt sich versöhnlich
dpa, 06.09.2010 15:07 Uhr
 Foto: dpa
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Bad Wildbad - Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus zeigt sich nach seinem wochenlangen Streit mit Bundesumweltminister Norbert Röttgen (beide CDU) über längere Atomlaufzeiten versöhnlich. "Röttgen macht seinen Job - und ich finde, er macht ihn gut, auch wenn wir da mal an der ein oder anderen Stelle unterschiedlicher Meinung waren", sagte er am Montag in Bad Wildbad (Kreis Calw). Noch vor einigen Wochen hatte Mappus kritisiert, vor allem durch Röttgens Einfluss sei die Umweltpolitik der Bundesregierung eine "grandiose Fehlleistung". Indirekt forderte er den Bundesumweltminister sogar zum Rücktritt auf.

Röttgen hatte sich vehement gegen eine deutliche Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke ausgesprochen, Mappus hatte sich für eine Laufzeitverlängerung um mindestens 15 Jahre eingesetzt. Nach einem monatelangen Atom-Poker haben sich die Spitzen von Union und FDP nun darauf geeinigt, dass die Atommeiler im Schnitt 12 Jahre länger am Netz bleiben als bisher geplant. Eine Niederlage für den Bundesumweltminister sei dieser Kompromiss nicht, sagte Mappus. Es sei gut, wenn ein Umweltminister auch mal in eine andere Richtung argumentiere.
Kommentare (8)
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SEP
07
Th. Müntzer, 13:06 Uhr

Pyrrhus-Sieg für Mappus. Die CDU wird im Ländle deutlich abschmieren.

Röttgen hat gut gebrüllt - und als Bettvorleger gelandet. Mappus meldet seinen Pyrrhus-Sieg schon als Erfolg. Doch so einfach wird das nicht mehr. Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung hält eine Laufzeitverlängerung nach wie vor falsch. Und die Menschen wissen mittlerweile, wieviele Milliarden der Atomindustrie zufließen werden. Vor allem, dass Strompreissenkungen wie sie Merkel behauptet, eine pure Illusion sind. Die Zocker werden in unserem Land weiterhin belohnt. Mappus wird sich wundern, wie die Landtagswahl für seine CDU ausgeht.

SEP
07
raus aus der Kernenergie - es gibt längst Besseres., 12:51 Uhr

Merkel als Kapitän des strahlenden Atom-Schlachtschiffs namens Titanic.

Die deutsche Stadtwerke rechnen durch die zwölfjährige Laufzeitverlängerung mit einem Schaden von mindestens 4,5 Milliarden Euro und fordern zurecht einen finanziellen Ausgleich . Diese Merkelsche "Atom-Revolution" kostet die deutsche Wirtschaft erheblich mehr Geld, als die Unterzeichner der berüchtigten Atom-Werbe-Anzeige wahrhaben wollen. Sie haben lediglich die Absahn-Methoden dieser Dinosaurier-Kraftwerke untersützt und sich selbst einen Bärendienst erwiesen. Die Millionen-teure Anzeige macht klar: auch Top-Manager fehlt es am strategischen Denken. Gute Nacht.

SEP
07
Ich, 09:14 Uhr

@jb

das ist die Sicht der Welt wenn man mit Scheuklappen durch die Gegend rennt und ja nicht mal über den Tellerrand (wohl eher Kaffeetassenuntersetzer) schaut

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