Marktführer: Auberginen Beliebte Kegel
Katharina Sorg, 08.09.2010 06:50 Uhr
Jürgen Bayer hat verschiedene Auberginensorten im Angebot. Foto: factum/Granville
Jürgen Bayer hat verschiedene Auberginensorten im Angebot. Foto: factum/Granville
Stuttgart - Ihre Haut ist glatt und glänzend. Im Orient und am Mittelmeer ist sie ein Star. Und auch in Deutschland steigt ihre Beliebtheit stetig an. Ihr Name steht für ein Gemüse: Aubergine. "Vor 15 Jahren war das eher ein Hobby meines Vater", sagt Jutta Göppel über die ersten Anbauversuche in der Familie. Inzwischen gehört das kegelförmige Gemüse zum festen und beliebten Sortiment am Marktstand.

Klassisch kennt man die Aubergine mit dunkelvioletter Schale und einem grünen Stielhütchen. Doch es gibt sie in zahlreichen Variationen, sogar ganz in Weiß. "Deshalb nennt man sie auch Eierpflanze", erklärt Jutta Göppel. Gemeinsam mit ihrem Bruder Jürgen Bayer verkauft sie zwei unterschiedliche Sorten.

Während die klassische Variante würziger ist, hat die Aubergine mit der gestreiften Schale einen entschiedenen Vorteil: sie färbt nicht ab. Gerade einige Köche würden diese Eigenschaft sehr schätzen. "Die färbt ihnen das Essen nicht dunkel", sagt Jutta Göppel. Die neue Sorte sei daher schon relativ beliebt. Saison haben alle Varianten eigentlich erst, wenn es richtig warm wird. "Im Freiland wird sie oft nicht so schön und fault schneller", erklärt Jürgen Bayer, der daher den geschützten Anbau im Glashaus bevorzugt. Denn schließlich wollen die Kunden ein Gemüse mit makelloser Haut. Noch bis Mitte Oktober werden die Auberginen im Glashaus geerntet, dann ist die Saison für den heimischen Anbau vorbei.

Vielseitige Verwendungsmöglichkeiten


Aus den Küchen der Türkei, des Orients und auch des Mittelmeers ist das violette Gemüse kaum mehr wegzudenken. In Frankreich schneidet man es ins Ratatouille, in der Türkei macht man auch gerne mal Mus daraus, und überhaupt kann man mit der Aubergine fast alles machen: braten, überbacken, füllen, einlegen. "Man kann sie nur nicht roh essen", sagt Jutta Göppel. Beim Thema Zubereitung scheiden sich die Geister. Einige Kochbuchautoren empfehlen, die Aubergine zunächst in Scheiben zu schneiden und dann mit Salz zu bestreuen. So sollen ihr die Bitterstoffe und das Wasser entzogen werden. Jutta Göppel ist da aber anderer Meinung. "Wenn man die Auberginen einsalzt, dann bleibt nur noch Watte übrig", sagt sie. Denn das Salz entziehe auch die Geschmackstoffe, und überhaupt würden die neuen Sorten kaum noch Bitterstoffe enthalten.

"Wenn sie regelmäßig Wasser bekommen und es sich um gute Ware handelt, dann werden sie auch nicht bitter", sagt Jürgen Bayer. Zu groß lässt er die Auberginen nicht werden, dann seien sie geschmacklich besser. "Ich schneide sie auch gern in Würfel, brate sie an und schlage einfach ein Ei drüber", so Jutta Göppel. Und auch auf dem Grill mache das Gemüse eine gute Figur: "Da ist die Aubergine dann unser vegetarisches Fleisch". Eine Alleskönnerin eben.
Rezept der Woche


Auberginen sind ein vielseitiges Gemüse. Der Auflauf mit Tomaten und Mozzarella ist der Vorspeisenfavorit von Jutta Göppel.

Zutaten
2 Auberginen, 6 bis 7 größere Tomaten, ein Büffelmozzarella, Olivenöl, Salz, Pfeffer, 1 Knoblauchzehe.

Zubereitung
Die Auberginen waschen und in dickere Scheiben schneiden. Die Knoblauchzehe in dünne Scheiben schneiden. In einer beschichteten Pfanne die Auberginenscheiben gemeinsam mit den Knoblauchscheiben in Olivenöl anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Dann die Scheiben in eine flache Auflaufform legen. Die Tomaten in Scheiben schneiden und auf die Auberginenscheiben legen. Den Büffelmozzarella ebenfalls in Scheiben schneiden und über den Tomaten verteilen. Salzen und Pfeffern. Dann die Form in den Backofen (Grill) geben und fünf bis 10 Min. backen.
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