Washington - Wenige Monate nach der Einweihung muss das neue Denkmal für den schwarzen Bürgerrechtler Martin Luther King (1929-1968) in der US-Hauptstadt Washington überarbeitet werden. Innenminister Ken Salazar habe angeordnet, eine missverständliche Inschrift an der gut neun Meter hohen Granit-Statue zu ändern, berichtete die „Washington Post“ am Samstag. Es handelt sich um ein Zitat aus einer Rede Kings, das stark verkürzt in dem Monument eingraviert wurde. Schon kurz nach der Eröffnung des Denkmals hatte die vereinfachte Darstellung große Kritik ausgelöst.
Das Zitat auf dem Denkmal lautet: „Ich war ein Tambourmajor für Gerechtigkeit, Frieden und Rechtschaffenheit“, obwohl es im Original mit den Worten beginnt: „Wenn Ihr sagen wollt, dass ich ein Tambourmajor gewesen bin, dann sagt, ich war ein Tambourmajor für Gerechtigkeit...“ Die Kurzform des Zitates lasse den Bürgerrechtler arrogant wirken, lautet die Kritik. „Ich glaube nicht, dass es eine angemessene Darstellung von Dr. King war“, sagte Salazar.
Die Architekten des Monuments versuchten nun, den Wortlaut der Inschrift zu verändern, berichtete die Zeitung weiter. Allerdings hätten sie bereits klar gemacht, für das vollständige Zitat keinen Platz zu haben. Salazar betonte die Bedeutung des von US-Präsident Barack Obama im Oktober persönlich eingeweihten Denkmals. „Wir müssen sichergehen, dass wir das richtig machen“, sagte er.


23 Mal Stuttgart – wir stellen Ihnen alle 23 Stadtbezirke vor >>
