Maschinenbau in Baden-Württemberg Dürr setzt verstärkt auf Industrie 4.0

Von Imelda Flaig 

Der Lackieranlagenspezialist Dürr und die Software AG entwickeln künftig gemeinsam neue Lösungen für das Internet der Dinge (IoT) und Industrie 4.0.

Ein Beispiel für Industrie 4.0: An der sogenannten Powerwall ist mithilfe einer Computersimulation eine Lackieranlage bereits vor ihrem Bau begehbar. Foto: Dürr
Ein Beispiel für Industrie 4.0: An der sogenannten Powerwall ist mithilfe einer Computersimulation eine Lackieranlage bereits vor ihrem Bau begehbar. Foto: Dürr

Bietigheim-Bissingen - Dürr treibt die Digitalisierung voran. Der Maschinenbauer strebt mit neuen digitalen Services zusätzliches Wachstum an. Die nun beschlossene strategische Partnerschaft mit der Software AG sei ein Beispiel für Industrie 4.0, teilte Dürr mit. Die beiden Unternehmen wollen gemeinsam neue Lösungen für das Internet der Dinge (IoT) und Industrie 4.0 entwickeln. „Im Rahmen unserer Strategie digital@Dürr führen wir für sämtliche Divisions bei Dürr umfassende IoT-Lösungen ein. Wir haben die Software AG aufgrund der wichtigen IoT- und Integrationsfunktionen ihrer Digital Business Plattform als strategischen Partner ausgewählt“, sagte Dürr-Vorstandsmitglied Jochen Weyrauch.

Big Data im Produktionsprozess

Die IoT-Plattform von Dürr wird es beispielsweise ermöglichen, Produktionsprozesse auf Basis von Echtzeitdaten (Big Data) digital zu steuern und zu analysieren. Auf Basis der neuen IoT-Plattform können Kunden den Betrieb ihrer Dürr-Lösungen optimieren und die Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit der Produktion steigern.

Dürr beschäftigt weltweit rund 15 200 Mitarbeiter und machte 2016 knapp 3,6 Milliarden Euro Umsatz. Die Software AG beschäftigt mehr als 4500 Mitarbeiter und machte 872 Millionen Umsatz. Sie wird in zahlreichen Bereichen für Innovation und Digitalisierung als Marktführer eingestuft.