Mehlwurm, Kakerlake und Co. – die Dschungelcamp-Kolumne Oh Gott! Igitt! Ekelhaft!

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Eigentlich sind wir Fans des Dschungelcamps und seiner Bewohner – aber das, was wir am Dienstagabend mitangesehen haben, ist zu viel für zarte Kolumnistinnen-Gemüter. Ein kleiner Brief an RTL.

An Tag Zwölf luden Sonja Zietlow und Daniel Hartwich (rechts) die Dschungelbewohner Claudelle Deckert und Fiona Erdmann (von links nach rechts) zum Italiener. Foto: RTL 45 Bilder
An Tag Zwölf luden Sonja Zietlow und Daniel Hartwich (rechts) die Dschungelbewohner Claudelle Deckert und Fiona Erdmann (von links nach rechts) zum Italiener.Foto: RTL

Liebes RTL!

Nach den vorherigen Folgen unserer Kolumne ist klar: Wir sind Fans des Dschungels! Nicht, dass wir behaupten würden, diese Form der Unterhaltung würde unser Leben bereichern, aber es macht halt Spaß. Punkt. Wir haben gerne die hysterische Georgina x-mal in der Dschungelprüfung gesehen, kindisch über die dümmlichen (aber irgendwie auch niedlichen) Sprüche von Joey gekichert und darüber gestaunt, dass sich D-Promis für ein bisschen RTL-Ruhm zu so etwas hinreißen lassen. Aber liebe Fernsehmenschen, das, was wir am Dienstagabend mitangesehen haben, ist zu viel für zarte Kolumnistinnen-Gemüter.

Kamelblut, lebende Würmer und ein Penis – Igitt – das alles sollten Claudelle Deckert und Fiona Erdmann bei der Dschungelprüfung an Tag Zwölf verschlingen.

Und hier kommt die K***-Karte der italienischen Dschungel-Pizzeria:

– „Caprese“: gekochte Ziegenzunge und Kotzfrucht in Scheiben

– „Minestrone“: Rohes Fischauge in klarer Brühe

– „Salsiccia“: Ein Stück gekochter Kamelpenis

– „Pasta“: Lebende Sandwürmer

– „Rotwein“: Kamelblut mit pürierter Kamelleber

– „Pizza Quattro Stagioni“: mit Mehlwürmern, Kakerlaken, Regenwürmern und Grillen

– „Eisbecher“ mit Schafshoden

Leute, war das ekelhaft! Wir verstehen ja, dass ihr von RTL die armen Dschungelpromis quälen wollt, aber denkt doch auch mal an uns Zuschauer zu Hause. Links in der Hand ein Kaltgetränk, rechts im Arm die Tüte Salzchips – so sitzen wir gemütlich auf dem Sofa und wollen uns seicht unterhalten lassen. Aber nein! Statt mit Krümeln auf dem Couchbezug kämpfen wir 28 Minuten lang mit Brechreiz. Das muss doch nicht sein!

Wir wollen Dschungelbewohner sehen, die sich gegenseitig in die Pfanne hauen, dazu ein wenig Hysterie bei der Dschungelprüfung, gespickt mit etwas prickelnder Lagerfeuerromantik, mit der ein oder anderen peinlichen Promi-Beichte gewürzt. Das ist das perfekte Dschungel-Menü.

Ob wir nach dieser Sendung beim nächsten Besuch unseres Stuttgarter Lieblingsitalieners wohl an Mehlwürmer, Kamelblut und Penisse denken müssen? Wenn ja, liebes RTL, dann schicken wir Euch die Rechnung!

Mit gewürgten Grüßen!

Die Kolumnistin

PS: Gehen musste am zwölften Dschungeltag die Pfälzerin Iris.

Alle bisher erschienenen Teile unserer Kolumne „Mehlwurm, Kakerlake & Co.“ gibt es hier.

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5 KommentareKommentar schreiben

Dschungelcamp: Wieviel Schwachsinn muss der halbwegs intelligente Zuschauer noch ertragen? Sogenannte 'Stars' tummeln sich im australischen Dschungel. Alle nehmen sich zu wichtig.Offensichtlich haben diese Leute das Geld von RTL bitter nötig, dass sie entweder wieder ins Bewusstsein der Zuschauer zurückkehren, oder die angehenden RTL-Stars möchten bekannt werden.

Dschungel-Camp: Wenn ich diesen Bericht lese weiß ich, warum ich seit Jahren keinen TV-Anschluss mehr habe. Die reinste Zeitverschwendung!

Ekelhaft?: Wo ist der Unterschied zwischen einem Kamelpenis und einem Rindersteak? Beides mal werden Leichenteile gegessen. Der Penis ist sogar konsequenter, denn da wird mehr von dem getöteten Tier 'verwertet' Einen Tacken perverser ist der Verzehr von lebenden Tieren, aber aus Sicht eines Carnivoren sollte auch das egal sein. Kamelpenis ekelhaft? Katzenbraten Oh Gott? Schnitzel lecker? GO VEGAN!

Dschungelcamp: Ist das der Stuttgarter Zeitung würdig, täglich Ihre Nutzer der Online-Seite mit diesem Geschmacklosen Inhalten zuzumüllen. Könnt ihr das nicht anderen Medien überlassen.

Es gibt: einen Knopf zum Um-/Abschalten. Mir persönlich reichen die kurzen Ausschnitte, die im Vorabend-Programm gezeigt werden - da weiß ich, was ich NICHT sehen möchte: Deppen-TV.

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