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Herr Mader-Amort, was ist Ihre Bilanz? Welche Schlüsse ziehen Sie aus der Aktion am Samstag?
Die Aktion war super. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die Kette zwischendurch komplett geschlossen war oder nicht. Allein die Motivation, so viele Menschen auf die Straße zu bekommen, ist einmalig. Fasziniert hat mich auch die absolute Friedfertigkeit der Menschen und welche Lebensfreude sie mitbrachten.
Wie zufrieden sind Sie mit der Resonanz?
Ich finde, die Menschenkette war ein voller Erfolg. Sie war sehr emotional und hat einfach Freude gemacht. Dass ein Projekt mit so vielen Menschen funktionieren kann, ist wirklich beeindruckend. Es gibt ein Sprichwort, das besagt "Das Ganze ist mehr als die Summe der Teile". Das, finde ich, passt hier ganz gut und wurde richtig erlebbar.
Was versprechen Sie sich von der Aktion?
Ich erwarte nicht, dass die herrschenden politischen Kräfte in irgendeiner Form öffentlich darauf reagieren werden. Aber ich hoffe, dass bei den Befürwortern, wenn auch hinter verschlossener Tür, Respekt aufkommt. Vielleicht keimt der Gedanke, dass die dort auf der Straße vielleicht doch nicht so unrecht haben und die Idee, diese Techniken auslaufen zu lassen, doch richtig ist. Aber das ist nicht meine Erwartung, das ist meine Hoffnung.
Würden Sie die Aktion wiederholen?
Das weiß ich noch nicht. Die Aktion ist doch stark verbunden mit der Idee "Atomkraft, nein danke". Da bin ich mir nicht sicher, ob sich das Konzept auf ein anderes politisches Thema übertragen lässt.
Gibt es etwas, das am Samstag nicht so geklappt hat, wie Sie es sich vorgestellt haben?
Eigentlich nicht. Ich bin ja von Grund auf ein zuversichtlicher Mensch. Doch es ist auch wirklich nichts danebengegangen oder Unerwartetes passiert.
Und was war Ihr schönstes Erlebnis bei der Menschenkette?
Da gibt es sogar zwei Sachen. Ein Moment war, als ich mit dem Fahrrad entlang der Strecke Richtung Zuffenhausen fuhr und auf einmal einen fast leeren Abschnitt vorfand. Da wurde mir schon mulmig. Doch als ich weiterfuhr, sah ich plötzlich eine riesige Menschengruppe, die mich fragte, wo sie sich aufstellen sollte, und ich lotste sie einfach zu der Stelle. Der zweite Moment war, als ich die Sirene anschaltete und auf meinem Rad entlang der fast geschlossenen Menschenkette fuhr, um anzuzeigen, dass jetzt der Moment für den Kettenschluss ist. Das war schon ein unvergesslicher Moment.
Fragen von Kathrin Radic-Volpert


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