Messerstecherei in Esslingen Ein Bandenkrieg mit tödlichen Folgen

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Bei einer Massenschlägerei zwischen der Red Legion und den Black Jackets ist ein 22-Jähriger erstochen worden. Die Polizei hat drei Tatverdächtige festgenommen und ermittelt auf Hochtouren. Hintergrund sind möglicherweise Gebietsansprüche zweier verfeindeter Banden.

Spurensicherung am Tatort Foto: 7aktuell.de/Eyb 27 Bilder
Spurensicherung am TatortFoto: 7aktuell.de/Eyb

Esslingen - Am Sonntagvormittag flattern noch immer die Reste der Polizeiabsperrbänder an den Begrenzungspfosten entlang der Esslinger Entengrabenstraße nahe dem Obertor. Sie sind die verbliebenen Hinweise auf einen Tatort, an dem am späten Freitagabend ein 22 Jahre alter Mann bei einer Massenschlägerei durch mehrere Messerstiche getötet worden ist. Zudem wurden ein 21-Jähriger – der Bruder des Erstochenen – schwer und drei weitere Männer im Alter von 17, 22 und 24 Jahren leicht verletzt.

Noch am Freitagabend und am Samstagmittag wurden drei ebenfalls leicht verletzte Tatverdächtige im Alter von 20, 25 und 26 Jahren festgenommen. Sie stammen aus dem Landkreis Esslingen und sind bei der Polizei durchaus bekannt. Sie sitzen in­zwischen nach der Vorführung vor einem Richter wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen Mordes in Untersuchungshaft. Ob sie direkt an der Tötung des 22-Jährigen beteiligt waren, steht laut der Polizei noch nicht fest.

Auch die genauen Motive für den Überfall sind unklar. Möglicherweise geht es um die Verteidigung von Gebietsansprüchen. Fest steht aber, dass sich die zwei miteinander verfeindeten Banden Red Legion und Black Jackets – die Polizei bezeichnet sie als „rockerähnliche Gruppierungen“ – am vergangenen Freitag nicht zum ersten Mal bekriegt haben. Bereits am 8. Mai 2010 war es in Nürtingen zu einer Schlägerei gekommen. Mitglieder der beiden Gruppen hatten sich am Rande der Veranstaltung Musiknacht eine wüste Schlägerei geliefert, bei der mehrere Personen verletzt worden waren. Am 15. Januar dieses Jahres hatte eine Gruppe der Red Legion eine Kneipe in der Ludwigsburger Solitudestraße überfallen, um einem darin befindlichen Mitglied der Black Jackets eine Abreibung zu verpassen.

Straßenschlacht vor der Bar

Am vergangenen Freitag hatten sich die   beiden verfeindeten Banden gegen 23.45 Uhr vor einer Bar mit Messern und Schlagwerkzeugen in der Esslinger Innenstadt eine Straßenschlacht geliefert, an der nach Angaben der Polizei mindestens 30 Personen beteiligt waren. Bei dem Getöteten und den Verletzten handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um Anhänger der Black Jackets, deren Gruppe von den Red Legion aus der Bar gelockt und dort überfallen worden war. Seit Samstagvormittag arbeitet die Sonderkommission „Obertor“ an der Aufklärung der Tat. Laut Matthias Bellmer, dem Sprecher der Polizei Esslingen, werden die 35 Beamten auch über die Weihnachtsfeiertage auf Hochtouren ermitteln. „Es wäre fatal, würde man die Ermittlungen erst danach fortsetzen“, sagt Bellmer.

Inzwischen sind den Kriminalbeamten weitere Namen von Personen bekannt, die sich am Freitagabend am Tatort aufgehalten haben. Noch sei nicht geklärt, ob es sich dabei um Tatverdächtige, Opfer oder Zeugen handle. Am Samstagnachmittag sei der Bereich um das Esslinger Obertor von rund 20 Beamten der Schutz- und Kriminalpolizei noch einmal abgesucht worden. Zudem seien bei der Durchsuchung verdächtiger Wohnungen Handys und Computer beschlagnahmt worden, auf denen sich die Polizei Hinweise zu den Tatbeteiligten erhofft. Bei einem Tatverdächtigen wurde ein Kleidungsstück sichergestellt, das auf dessen Zugehörigkeit zu den Red Legion hindeute. Die Ermittler der Sonderkommission hoffen, durch Zeugenaussagen in ihrer Arbeit weiterzukommen. Dafür ist eigens ein Hinweistelefon mit der Rufnummer 07 11/39 90-5 55 eingerichtet worden.

Die beiden Banden, deren Mitglieder laut der Polizei vorwiegend zwischen 18 und 25 Jahre alt sind, sind in der Vergangenheit immer wieder durch ihre große Gewaltbereitschaft und Brutalität aufgefallen. Etwa am 26. Juni 2009 in Esslingen, als mehr als 20 Mitglieder der Black Jackets auf dem Innenhof der Waisenhofschule eine Gruppe von 15 Männern überfallen und mit Schlagstöcken, Baseballschlägern und Eisenstangen traktiert hatten. Dabei war ein unbeteiligter 26-Jähriger beinahe zu Tode gekommen, er lang wochenlang Koma. Wegen dieser Tat waren 21 Angeklagte vom Landgericht Stuttgart zu Freiheitsstrafen von bis zu sieben Jahren und neun Monaten verurteilt worden.

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tja: Gutmenschen wie Jögern von Pauli sorgen mit ihrer Intoleranz anderen Meinungen gegenüber nicht gerade für Vielfalt in der Diskussion, erinnert an die menschenverachtenden Umtriebe der linksgrünen Amsterdamer Stadtverwaltung, die 2013 Meinungsäußerungen unter Strafe stellen und Andersdenkende in Container vor der Stadt einkerkern will, da wird dem rechten Mob der Weg bereitet und als Linksgrüner merkt mans vor lauter Intoleranz gar nicht. Ist gefährlich, aber wem sagt man das

@Jögern...: @Jögern von Pauli beim durchlesen bereits geschriebeneer Kommentare darf ich speziell Sie, der sie extrem auffallen mit Ihren Kommentaren zu Schreibern, die sich gegen die kriminellen Handlungen von Migranten äussern, ansprechen. Zum einen darf ich Sie korrigieren zu Ihrer Aussage mit dem Deutschen Reich, denn diese Aussage ist falsch. Es muss heissen, das Dritte Reich, denn das Deutsche Reich hat es schon immer gegeben, das hat nichts mit den von Ihnen ständig benannten Nazis zu tun. In Ihrem Kommentar vom 24.12. 22.52 Uhr schreiben Sie sinngemäss, dass man das kriminelle Handeln einiger Deutscher auch nicht auf alle Deutschen projiziert.... Also Herr Jögern, bei aller Liebe, aber diese Aus- sage ist doch wohl total daneben. Ich verurteile alles was brutal und kriminell ist, aber unsere 'Deutschen Kriminellen' migrieren nicht in andere Länder, um dort ihr Unwesen zu treiben, sie tun das in unserem Land, was schon schlimm genug ist, keine Frage. Im übrigen muss auch ich sagen, dass 'Mika' gar nicht so falsch liegt, mit dem, was er schreibt. Wir haben hier genug zu leiden, was die Brutalität von Migranten angeht, das muss schon einmal klar dargestellt werden und das werden Sie ganz bestimmt nicht wegreden können. Aber das wollen Sie auch nicht, so scheint es, im Gegenteil, Sie verteidigen diese Handlungsweise auch noch, indem Sie Vergleiche anstellen. Sie sollten beginnen, Ihr Gedankengut zu überdenken.

@Jögern: Mir fällt auf, dass Sie reichlich agressiv auf alles reagieren, was man gegen Ausländer schreibt. Aber ich sage Ihnen: Sie sind auf dem Holzweg. Sie geben ein falsches Bild ab, was die Ausländer betrifft. Ich schrieb bereits, dass ich über einige Erfahrungswerte verfüge und ich sage Ihnen, dass ich in den letzten Jahren sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe, was die Agressivität von Ausländern anbelangt. Es ist nicht so, dass alle Ausländer so sind, nein, ich kenne einige, die sehr höflich, freundlich und hilfsbereit sind. Aber das nur am Rande, dass hat nichts mit den Rockerbanden zu tun. Hier geht es nur darum, um Reviere abzustecken, Geschäfte zu machen und damit Konkurrenten auszuschalten, die ihnen in die Quere kommen und das mit allem Nachdruck und somit mit brutalster Gewalt, wie man sehen kann. Sie Herr Jögern streichen diesen Landsleuten dann womöglich noch über das Haupt und bedauern, dass diese sich gegen die anderen ach so brutal verteidigen mussten, obwohl man hier schon gar nicht mehr sagen kann, wer die schlimmere Gruppe ist. Erschreckend dabei ist das Alter, der jüngste ist gerade mal 17 Jahre alt. Ich frage mich, wenn ich solche Artikel lese, wo hier egentlich die Eltern sind. Sicher hat man nicht mehr so im Detail die Erziehungsgewalt über (diese man sollte meinen) fast Erwachsenen, aber man bekommt doch mit, was da mit dem eigenen Kind läuft. Und da steckt das Problem in der Wurzel. Man hat das Gefühl, diese Kinder haben ihr eigenes Leben in diesen Familien und die ganze Familie schaut zu und feuert sie womöglich noch an in ihrem tun. Aber wie ich das beobachten konnte, fängt das schon in den Kinderschuhen an. Die Mütter haben ja in der Erziehung schon nichts zu melden. Da ist doch absehbar, was daraus wird. Erschreckend ist eben die imense Brutalität, mit der hier vorgegangen wird. Geradezu Hass erfüllt wird hier auf andere Menschen eingestochen schon mit dem Ansinnen, dass der Gegner nach der Atacke stirbt. Sie Herr/Frau Jögern stimmen dem wohl auch noch zu. Meine Frage an Sie: gehören Sie zu diesen kriminellen Banden dazu? Sie können hier in diesem Forum zwar nicht mit dem Messer antworten, aber Ihre Worte sind genau so gefährlich. Ich sage Ihnen, dass Ihre Denkweise falsch ist und ich sage Ihnen auch warum: Ich habe auch vor, in den nächsten Jahren ins Ausland zu gehen. Dabei habe ich mir so meine Gedanken gemacht, welches Ausland mir denn gefallen würde und wo ich mich 'wohlfühlen' würde. Und selbstverständlich weiss ich und das sagt mir meine gute Erziehung, die ich genossen habe, dass ich in diesem von mir erwählten Land freundlich und gut sittuiert gegenüber den Einheimischen sein werde. So ist das hier in unserem Land mit unseren Ausländern nicht, Ausnahmen bestätigen die Regel, denn wie ich aus Erfahrung weiss, denken diese Migranten sehr schlecht über Deutsche, denn diesen Menschen geht es nicht darum, in einem von Ihnen auserwählten Land glücklich und zufrieden zu leben, in dem sie sich wohl fühlen 'wollen' und das ist das Trauige an der ganzen Einwanderung und macht es uns Deutschen so schwer, denn wir müssen mit dieser Brutalität Tag ein Tag aus leben und sie ertragen. Das Herr/Frau Jögern sollten Sie sich mal durch den Kopf gehen lassen, wenn Sie uns hier mit Ihren Parolen kommen, die sehr Deutschenfeinflich sind. Meiner Meinung nach tun Sie das sehr auffällig und sehr brutal.

@A.M.K Stuttgart 19:02: Zitat: 'Bei Straftaten von Ausländern gegen Deutsche greift der Staat nicht so, wie man das eigentlich erwartet.' >>> Was soll das heißen, 'wie man das erwartet'? Ihrer Meinung nach wohl, daß man am besten alle Migranten abschiebt, egal ob kriminell oder nicht. Sie gehören doch offensichtlich zu denen, die schon den Migrationshintergrund allein als Straftatbestand sehen.

Rechtsprechung in Deutschland: Das stimmt so nicht, was Jögern von Pauli schreibt. Dieser macht sich das etwas zu einfach oder er hat einfach keine Erfahrung mit derlei Angelegenheiten. Bei Straftaten von Ausländern gegen Deutsche greift der Staat nicht so, wie man das eigentlich erwartet. Im Gegenteil. Das habe ich am eigenen Leib erfahren müssen. Ich kann nur sagen, dass hier in unserem Staat schon lange nichts mehr stimmt, was Recht und Ordnung betrifft.

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