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Politik
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Missbrauchsfälle Bischöfe über Ministerin verärgert

epd, vom 11.03.2010 13:27 Uhr
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger Foto: dpa
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger Foto: dpa
Berlin/Rom - Die katholische Deutsche Bischofskonferenz hat verärgert auf die Einladung des Bundesjustizministeriums zu einem Gespräch über die Missbrauchsfälle reagiert. "Der Termin der Ministerin ist uns über die Medien bekannt gemacht worden und nicht mit uns abgesprochen", sagte der Sprecher der Bischofskonferenz, Matthias Kopp, dem epd in Rom.

Ein Brief liege dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, bisher nicht vor. Zollitsch sei wegen anderer Verpflichtungen an diesem Tag verhindert. Auch eine Tagesordnung sei nicht besprochen worden, sagte Kopp.

Dem Justizministerium zufolge hat Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) Zollitsch für den 25. März eingeladen, um über die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in katholischen Einrichtungen sowie über mögliche Entschädigungen der Opfer zu sprechen.
Kommentare (5)
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MRZ
14
23:33 Uhr, geschrieben von bekien
es kommt wie es kommen musste
Lügen haben kurze Beine und lügen soll man nicht. Nun wird es trocken in so manchem Hälsle, gele? Du sollst nich falsch Zeugnis reden, wider deines Nächsten. Ob die Kirche sich daran hält. Sind vielleicht so manche Herren in langen Kutten gerade noch im Swingerclub und nutzen ihre Flat aus? Sind sie morgen schon wieder an unseren Kindern, um diese auf ihre Art den Gehorsam zu lehren? Mir wird es nur noch schlecht. Aber bitte, es kommt, wie es kommen musste! Ist das der Niedergang der Kirche?
MRZ
12
15:53 Uhr, geschrieben von Giordano
Bischof Kasper ist von deutschen Bischöfe enttäuscht - Entschädigungen angekündigt!
Seine "tiefe Enttäuschung, Schmerz und sehr großem Zorn" hat Walter Kasper, der deutsche Ökumene-Beauftragte von Papst Benedikt XVI. und dienstälteste Kardinal an der Kurie in Rom über die deutschen Bichöfe der italienischen Zeitung La Repubblica geäußert. Die katholische Kirche in Deutschland müsse alle Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen rückhaltlos aufklären, die Täter, wenn möglich, vor Gericht bringen und die Opfer entschädigen. Kasper hat später seine Aussagen bezüglich der Entschädigungsforderung relativiert. Radio Vatikan nannte die Darstellung der Zeitung eine "sehr freie" Wiedergabe seiner Äußerungen. In den USA kostete die Opferentschädigung 1,9 Milliarden Euro In Irland wurden bisher 2,1 Milliarden Euro bezahlt. Die deutschen Bischöfe müssen Kaspers Aussagen als unzweideutige Warnung erkennen. Nur lückenlose und schonungslose Aufklärung hilft der in große Bedrängnis geratenen katholischen Kirche. Ein Verweis auf die "freizügigere" Entwicklung der allgemeinen und der Sexualmoral im besonderen seit den 68er Jahren durch den Augsburger Bischof Mixa sei dagegen kontraproduktiv und könne nicht im Sinne einer sich läuternden Kirche sein.
MRZ
11
20:14 Uhr, geschrieben von SoSo
Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Die MENSCHEN sind über die Bischöfe verärgert. Kann ich Ihnen sagen, Herr Zöllitsch!
Aber ich glaube ja wirklich, dass die Zeit nicht mehr für die Kirche arbeitet. Das muss die Kirche jetzt schon selber tun. Ich bin mir nicht sicher, ob die Kirche den "Preis" für Inquisition und all die anderen Sünden schon bezahlt hat ... das weiss alleine Gott. Vielleicht - ich meine: sicher - hat die Kirche "das Tal der Tränen" noch lange nicht erreicht. Das heißt dann natürlich auch: von Erlösung kann bei Weitem noch keine Rede sein. Und das ist ein rein qualitatives Argument und Zeichen dafür, wie wenig die eigenen Ziele (DAS eigene Ziel) erreicht ist. Faaaar Faaaar Awaaaayyyy.
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