Mission: Klassenverbleib Boysen zum dritten Mal Coach in Sandhausen

Von dpa 

Hans-Jürgen Boysen soll den Zweitligisten SV Sandhausen vor dem Abstieg in die dritte Liga bewahren. „Der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, sagte Präsident Machmeier.

Der neue Trainer des Fußball-Zweitligisten SV Sandhausen 1916, Hans-Jürgen Boysen (rechts), und Jürgen Machmeier, Vorstandsvorsitzender des SV Sandhausen Foto: dpa
Der neue Trainer des Fußball-Zweitligisten SV Sandhausen 1916, Hans-Jürgen Boysen (rechts), und Jürgen Machmeier, Vorstandsvorsitzender des SV Sandhausen
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Sandhausen - Rückkehrer Hans-Jürgen Boysen soll den SV Sandhausen vor dem Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga retten. Der Tabellenletzte stellte den gebürtigen Mannheimer am Dienstag als Nachfolger des beurlaubten Gerd Dais vor. „Er ist der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, sagte SVS-Präsident Jürgen Machmeier. „Er ist schon fünfmal aufgestiegen, hat aber auch schon fünf Vereine vor dem Abstieg gerettet.“ Boysen unterschrieb einen Vertrag bis Saisonende, der sich im Falle des Klassenverbleibs bis 2014 verlängert. Bereits von 1994 bis 1996 und von 2001 bis 2002 war er in Sandhausen als Coach tätig gewesen.

Vor allem bei der unsicheren Abwehr will der 55-Jährige ansetzen, die mit 27 Gegentoren die meisten der Liga kassiert hat. Auch mental muss Boysen die Spieler des erst im Sommer aus der dritten Liga aufgestiegenen Teams schnell wieder aufrichten. „Jetzt gehört viel Feingefühl dazu“, sagte der 104-malige Bundesliga-Profi des Karlsruher SC und 1. FC Saarbrücken. Boysen geht davon aus, dass 35 Punkte zum Klassenerhalt reichen. Fernziel sei, „dass Sandhausen einen Fußball spielt, in den ich mich selbst verliebe“.

Schon der sechste Trainerwechsel der Saison in Liga zwei

Machmeier bezeichnete die Trennung von Dais, unter es zuletzt sechs Pflichtspiel-Niederlagen in Folge gegeben hatte, als „absolut notwendig“. Die durch viele Verletzungen geschwächte Mannschaft habe sich zuletzt „um 50 bis 70 Prozent zurückentwickelt“. Das 2:5 am Sonntag beim VfL Bochum war wohl endgültig zu viel.

Damit wurde in der zweiten Liga schon der sechste Trainerwechsel während der laufenden Saison vollzogen. Erst am Sonntag hatte der vom Aufstieg träumende TSV 1860 München Alexander Schmidt zum Nachfolger des am Samstag gefeuerten Reiner Maurer berufen. Allein im November mussten vier Übungsleiter ihren Posten im Profi-Unterhaus räumen.

Boysen betritt am Hardtwald südlich von Heidelberg vertrautes Terrain: Bereits von 1994 bis 1996 sowie von 2001 bis 2002 hatte er den Club in der dritten und vierten Spielklasse trainiert. Zweitliga-Erfahrung sammelte er als Trainer bei Kickers Offenbach, den Stuttgarter Kickers und zuletzt beim FSV Frankfurt. Die Hessen hatten sich vor knapp einem Jahr vom früheren Verteidiger getrennt

Nachdem er zuletzt alle Heimspiele der Sandhäuser beobachtete, dürfte er gut vorbereitet sein. Seine Verpflichtung hat auch eine besondere Note: Denn neben Manager Otmar Schork ist er auch mit Vorgänger und Aufstiegsheld Dais gut befreundet. Eine Hiobsbotschaft musste Boysen gleich verkraften: Die Verletzung von Verteidiger Ole Kittner in Bochum stellte sich nun als Kreuzbandriss heraus.

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