Mit der S-Bahn unterwegs Auf Probefahrt mit dem neuen Zug der S60 zwischen Böblingen und Renningen

Von SIR, Fotos: www.7aktuell.de/Gerlach 

Erst am 8. Dezember wird die Strecke offiziell eingeweiht, wir waren jetzt schon mit der Kamera auf Testfahrt in der neuen S60 zwischen Böblingen und Renningen.

Auf Testfahrt mit dem neuen S-Bahn-Zug der Linie S60 zwischen Böblingen und Renningen. Foto: www.7aktuell.de/Gerlach 79 Bilder
Auf Testfahrt mit dem neuen S-Bahn-Zug der Linie S60 zwischen Böblingen und Renningen.Foto: www.7aktuell.de/Gerlach

Böblingen - Noch ist der neue Zug der S60 zu Testzwecken auf der ausgebauten Strecke zwischen Böblingen und Renningen unterwegs, bevor er am Samstag, den 8. Dezember, in einem Festakt der Öffentlichkeit übergeben wird. Wir waren mit der Kamera bei einer der Testfahrten dabei und haben uns den neuen S-Bahn-Zug von innen und außen einmal genauer angesehen.

Am 8. Dezember wird die S60, die seit Juni 2010 bereits zwischen Böblingen und Maichingen pendelt, auf ihrer kompletten Länge von Böblingen nach Renningen sowie darüber hinaus nach Leonberg und Stuttgart in Betrieb gehen. Auch die Verlängerung der S4 von Marbach nach Backnang wird an diesem Tag eingeweiht. Aus diesem Anlass wird es kostenlosen Pendelfahrten geben.

 

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4 KommentareKommentar schreiben

S60: Ich würde jedem raten, der mit der S60 fahren möchte, sich mit Sicherheitshandschuhe auszustatten. Denn sollten Sie sich am Handlauf festhalten müssen, laufen Sie Gefahr sich die Hände aufzureißen. Am neuerbauten SÜDBAHNHOF sollte auch vorher ordentlich saubergemacht werden, aber der Handlauf ist eine absolute Zumutung. Der Bürgermeister wäre gut beraten, sich das vorher mal anzuschauen, bevor er den Bahnhof frei gibt !!!!

Übliche Fehlplanung und Kleinrechnung im Vorfeld: aus der STZ vom 1.3.2010: 'Zusammenschluss von S 1 und S 6 wird sich mindestens um sechs weitere Monate verzögern; es könne auch ein ganzes Jahr werden, wurde am Freitag kolportiert. Frühestens Mitte 2012 - und damit fast sechs Jahre später als ursprünglich einmal geplant - könnte die Tangentiale damit in Betrieb gehen. Der VRS hat die erneute Verzögerung Freitag im Grundsatz bestätigt; zum Ausmaß der weiteren Verschiebung der Bauarbeiten wollte sich Jürgen Wurmthaler, der Wirtschaftsdirektor des VRS, aber nicht äußern. Rainer Ganske, der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, forderte am Freitag die Deutsche Bahn auf, endlich Fakten auf den Tisch zu legen. Die Ursache für die Verzögerung liegt beim Bundesverkehrsministerium, dessen Zusage über die Förderung der S 60 seit Monaten aussteht. Gestiegene Kosten Daneben sind alle Fraktionen zutiefst beunruhigt über die gestiegenen Kosten. Schon länger ist bekannt, dass sich das S-Bahn-Projekt von ursprünglich 93,5 Millionen Euro auf derzeit 149 Millionen Euro verteuern wird. Zusätzliche Brisanz hat in dieser Woche eine Empfehlung des Eisenbahnbundesamtes an das Ministerium ausgelöst. Danach würde das Projekt bei Kosten über 150 Millionen Euro die Wirtschaftlichkeitsprüfung nicht mehr bestehen - sprich: öffentliche Stellen dürften den S-Bahn-Ausbau über diese Obergrenze hinaus nicht mehr finanziell fördern.' Aktueller Stand Mai 2012 - 151 Millionen Euro - die Strecke ist also unwirtschaftlich. Zumindest wurde sie so geplant und gebaut! Kosten erst mal kleinrechnen - und dann kommt das Geld schon irgendwie rein wenn man mal angefangen hat. Das Bauprinzip bei größeren (Bahn)Projekten. Wer haftet mit seinem Geld für die enorme Verteuerung (minde. 58 Mio) - ohne jemals einen Präsentkorb von den Baufirmen bekommen zu haben? Der liebe Bürger!

Prosit!: Gute Sache, das! Hätte schon längst realisiert werden sollen! Und wieso dauerte das so lange und wurde so teuer...? Stolpersteine erkennen, eliminieren, man könnte schon viel weiter sein: S-Bahn-Ringschluss nach Esslingen, Verlängerung nach Calw (ob mit oder ohne S-Bahn), Verlängerungen nach Heilbronn, Stadtbahn in Vaihingen/Enz... es gibt noch vile zu tun!____________________ _____________________________________ Aber jetzt erst mal: Prosit auf die S60!

neue Züge?: Es kommen ja wohl keine neuen Züge zum Einsatz. Die neue Baureihe 430 wird ja wegen Problemen mit der Zulassung nicht rechtzeitig zugelassen. Der Grund liegt darin, dass man um den Komfort der Fahrgäste zu erhöhen unter 20km/h die Bremsleistung reduziert um das Rucken beim Halt zu vermeiden. Naja, das dürfte sich aber durch die gleiche Lösung wie beim bisherigen 423 lösen lassen. Flügeln, das bedeutet das Trennen und Verbinden in Renningen, geht übrigens auch mit den 420ern, das wurde in München jahrelang praktiziert. Auch die jetzt auf den Linien S1 und S3 eingesetzten Fahrzeuge 423 können das, aber erst nach einer, hoffentlich erfolgten, Nachrüstung, weil die Zugendeerkennung zu lange dauerte. Ich will nicht hoffen, dass das ganze Theater, das die Münchner vor 8 Jahren hatten, jetzt wieder in Stuttgart genau gleich los geht. Allerdings bei der DB AG ist alles möglich und gleich wahrscheinlich.

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