Mord in NRW
Parallelen zum Hölzertal-Mord
Oliver im Masche,
04.09.2010 15:17 Uhr
In einem Waldgebiet in Kerpen-Buir ist am Montagabend die Leiche eines etwa 30 bis 35 Jahre alten Mannes entdeckt worden. Foto: ddp
Ein kurz nach dem ersten Mord in Magstadt verhafteter Verdächtiger aus Sindelfingen wurde nach dem zweiten Fall wieder freigelassen. Neun Wochen lang saß der 33-Jährige in der Untersuchungshaft. Die Vorwürfe hatte er stets von sich gewiesen.
Die Polizei vermutet nun in allen drei Mordfällen denselben Täter. "Es könnte so sein", erklärt der Böblinger Polizeisprecher Uwe Vinçon. Er bestätigt, dass sich am Freitag die drei Sonderermittlungsgruppen der Polizei aus Böblingen, Köln und Rüsselsheim zusammengesetzt haben, um "Informationen auszutauschen", so Vinçon. Fast 50 Polizeibeamte befassten sich nun mit den drei Morden. Weiterhin tappe man aber noch im Dunkeln, sagt Vinçon.
Laut der Ermittler stehe im Falle der Schüsse bei Kerpen noch nicht fest, ob der Fundort mit dem Tatort übereinstimme. Womöglich habe der Mörder den Unbekannten anderswo mit mehreren Schüssen umgebracht und den Leichnam dann mit einem Fahrzeug in den Wald bei Kerpen gefahren und dort abgelegt. Darauf deuteten entsprechende Spuren, so die Polizei. Ob die Schüsse mit derselben Waffe wie in Magstadt und in Hessen abgefeuert wurden, stehe noch nicht fest. Offen sei auch, ob das Opfer von Kerpen aus dem Homosexuellenmilieu stamme.
Die Polizei hat derweil begonnen, bundesweit an allen Autobahnparkplätzen sowie Tank- und Ratsanlagen Fahndungsplakate zu verteilen. Als Belohnung, die zur Festnahme des Täters führen, ist eine Belohnung von 2500 Euro ausgeschrieben.
Seite
1
2
Weitere Artikel


23 Mal Stuttgart – wir stellen Ihnen alle 23 Stadtbezirke vor >>


