MS Princess Daphne SPD legt sich Traumschiff zu

Von dapd 

Ab Mai 2012 soll der Luxusdampfer "MS Princess Daphne" die Parteikasse der SPD füllen.

Das undatierte Foto zeigt das Kreuzfahrtschiff MS Princess Daphne. Die SPD steigt mit dem umgebauten Frachter in das Geschäft mit Kreuzfahrten ein. Foto: dapd/Johansen Krause/Ambiente Kreuzfahrten
Das undatierte Foto zeigt das Kreuzfahrtschiff "MS Princess Daphne". Die SPD steigt mit dem umgebauten Frachter in das Geschäft mit Kreuzfahrten ein.Foto: dapd/Johansen Krause/Ambiente Kreuzfahrten

Hamburg - 162 Meter lang, 13.200 PS stark, 16 Knoten schnell - die in Madeira registrierte „MS Princess Daphne“ ist ein klassisches Traumschiff in Weiß. Ab Mai 2012 soll der Luxusdampfer nicht nur deutsche Seetouristen nach St. Petersburg oder Antalya schippern, sondern dabei auch die Parteikasse der SPD füllen: „Ab Mai 2012 werden wir das Kreuzfahrtschiff 'MS Princess Daphne' exklusiv für den deutschen Markt anbieten“, sagte SPD-Schatzmeisterin Barbara Hendricks am Mittwoch in Hamburg.

Das Geschäft wird über die SPD-Reiseservice GmbH organisiert. Aber damit auch Unionsfreunde oder Grüne mit Seebeinen mitfahren, nehmen sich die Sozialdemokraten lieber zurück: Nach außen tritt nur die Berliner Ambiente Kreuzfahrten als Anbieter auf. Dass dieser Anbieter der SPD gehört, wissen nur Eingeweihte. Bestenfalls der leuchtend rote Schornstein des Ozeanriesen weist auf die Verbindung hin.

Erträge aus Reisegeschäft sollen „deutlich steigen“

Die in der SPD-Beteiligungsholding DDVG organisierte Reisetochter erzielte 2010 bei acht Millionen Euro Umsatz 240.000 Euro Gewinn. Hendricks kündigte an, die Partei wolle ihre Reiseaktivitäten ausbauen. Bisher hatte der SPD-Reiseservice vor allem Fahrten zu Parteitagen organisiert oder politisch geprägte Reisen. Die in Berlin angesiedelte Firma soll von jetzt 11 Mitarbeitern auf 22 wachsen. DDVG-Geschäftsführer Matthias Linnekugel kündigte an, die Erträge aus dem Reisegeschäft sollten „deutlich steigen“.

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