Musik-Glosse Hörharakiri mit Radiohead
Jan Ulrich Welke, 21.02.2011 15:23 Uhr
 Foto: dpa
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Stuttgart - Mangelnden Einfallsreichtum kann man der britischen Alternativeband Radiohead nicht unterstellen. Vor drei Jahren brachte sie ihr letztes Album "In Rainbows" auf den Markt, indem sie es zunächst auf ihrer Website zum Download bereit - und es den Nutzern freistellte, ob sie dafür bezahlen möchten - und wenn ja, wie viel. Erst zwei Monate später kam es dann als Album in die Läden.

Am Freitag nun ist ihr neues Album "The King of Limbs" herausgekommen. Wieder ist es erst mal nur auf der Bandwebsite erhältlich », diesmal kostet es aber - bizarrerweise je nach gewünschter Klangqualität. Als MP3 neun Euro, als WAV-Datei elf Euro, zuzüglich der Album-CD sowie zwei Zehn-Inch-Schallplatten, die erst am 9. Mai ausgeliefert werden, 36 Euro (MP-3 mit 320-K-Bitrate) beziehungsweise 39 Euro (WAV in CD-Qualität). Zwischenzeitlich kommt es auch noch auf CD und Schallplatte heraus, am 25. März in Europa, am 28. März im Rest der Welt exklusive Nordamerika, wo es am 29. März erscheint.

Alles klar so weit? Oder ist es nicht doch ganz angenehm, wenn ein Album einfach so an einem bestimmten Erscheinungstag und ohne dämliche Fisimatenten beim Schallplattenhändler im Regal steht?
Kommentare (4)
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FEB
27
radiohead, 10:41 Uhr

und

warum ist das wohl so, dass radiohead diese "Fisimatente" den Hörern "zumutet"? Weil Sie ohne Plattenvertrag sind, und das so tun können. Darum. *schlechtrecherchiert*

FEB
22
Bill, 11:28 Uhr

Zu Frage 1: Ja, fast!; zu 2: So what?

Klicken Sie doch mal auf Ihre eigenen Verlinkungen! Das MP3-Album ist dort nämlich für 7€ zu haben! Und das nenne ich einen fairen Preis! Ich verstehe ja, dass Sie verärgert sind! Eine Band sorgt dafür, dass die ganze Welt gleichzeitig und 4 Tage nach der Ankündigung und damit sogar einen Tag vor dem angekündigten "Release" (ups, kompliziert!) Zugriff auf ihr Album hat! Als Musikjournalist ist man aber gewohnt als erster an den Trog zu dürfen! Sowas aber auch... Und plötzlich wird transparent, was eh schon alle dachten: Musik-Journalisten geben ein "finales" Statement am Tag des Erscheinens, wenn kaum Zeit da ist das Album häufiger als zweimal anzuhören! Das reicht aber bei den wirklich guten Alben nicht aus, um sie zu bewerten... Ich bin Radiohead sehr dankbar für diesen Einblick! Und das Bands heuer andere Vertriebswege beschreiten müssen als früher, ist doch so neu auch nicht, oder?

FEB
21
SR, 19:41 Uhr

Thema verfehlt

Bei einer solchen Meldung kann sich wohl nur fragen: Was soll das? Mit dem falschen Fuß aufgestanden? Thema verfehlt, setzen...

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