| Zeitungsgruppe Stuttgart |Donnerstag, 23. Februar 2012
Baden-Württemberg
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Nach Atomwende CDU: 600 neue Windräder bis 2020

dpa/lsw, vom 26.01.2012 13:11 Uhr
Im Jahr 2020 sollen Wind, Sonne, Wasserkraft und Biomasse rund 35 Prozent zur Stromerzeugung in Baden-Württemberg beitragen, forderte CDU-Fraktionschef Peter Hauk am Donnerstag in Stuttgart. Foto: dpa
Im Jahr 2020 sollen Wind, Sonne, Wasserkraft und Biomasse rund 35 Prozent zur Stromerzeugung in Baden-Württemberg beitragen, forderte CDU-Fraktionschef Peter Hauk am Donnerstag in Stuttgart. Foto: dpa
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Stuttgart - Die CDU-Fraktion in Baden-Württemberg tritt knapp ein Jahr nach der Atomwende nun auch für einen rascheren Ausbau der erneuerbaren Energien ein. Im Jahr 2020 sollen Wind, Sonne, Wasserkraft und Biomasse rund 35 Prozent zur Stromerzeugung in Baden-Württemberg beitragen, forderte CDU-Fraktionschef Peter Hauk am Donnerstag in Stuttgart. Bisher war das Ziel der CDU 20 Prozent bis 2020 gewesen.

Massiver Ausbau der Windkraft vorgesehen

Die neuen Leitlinien zur Energiewende sehen auch einen massiven Ausbau der Windkraft vor. Damit gibt die CDU ihren jahrzehntelangen Kampf gegen die „Verspargelung“ der Landschaft auf. In acht Jahren sollten 600 Windräder gebaut werden, erklärte Hauk. Dieses Konzept habe die Fraktion bei nur einer Gegenstimme beschlossen. „Wir haben damit die teilweise lähmende und ätzende Diskussion um die Windkraft beendet“, sagte der Energieexperte der Fraktion, Paul Nemeth.

Die grün-rote Landesregierung ist beim Ausbau der regenerativen Energien noch ehrgeiziger. Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) hat das Ziel ausgegeben, dass bis 2020 rund 38 Prozent der Stroms ökologisch erzeugt wird.

Bisher liegt der Anteil von Wind, Sonne, Wasserkraft und Biomasse bei rund 17 Prozent. Der CDU-Fraktionschef kritisierte, Grün-Rot habe zwar große Ziele, doch bei der Umsetzung herrsche „absoluter Stillstand“. Vor allem die Änderung des Landesplanungsgesetzes, um mehr Windräder zu ermöglichen, werde immer wieder verschoben. Die CDU wolle bis 2020 fünf Prozent des Stroms aus Windkraft erzeugen. Die Union setzt aber auch weiter auf den Ausbau der Windparks an Nord- und Ostsee.

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Kommentare (16)
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JAN
28
10:01 Uhr, geschrieben von A. Einstein
58 Jahre hat die CDU von der Atom-Lobby profitiert. Ihre Lohnschreiber behaupten imme rnoch, dass die Erde flach und die Sonne sich um sie drehen würde.
Nichts ist unzuverlässiger als die Posts von heimlichen und unheimlichen Lobbyisten, die selbst mit 5 Leserbriefzeilen versuchen, ihre längst aus dem Rennen geworfene Atomkrat zu verteidigen. Es ist aus mit eurer Utopie, lernt endlich dazu und behauptet nicht Sachen, die ihr in Wahrheit selbst nicht glaubt. Helft lieber mit, den Atomschrott in Fukushima und Tschernobyl auch geistig zu entsorgen. Die 600 Windräder von Hauks Abschmierpartei sind haben doch nur eine billige Alibifunktion. Ehrlichkeit, liebe Atom- und Strahlenfreunde, sieht anders aus.
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JAN
27
15:10 Uhr, geschrieben von Dr. Karl v. Roon
Atomlobby EnBW? Nein - firmiert jetzt als Energiewendeunternehmen.
Die EnBW als angebliche Atom-Lobby gibt's nicht mehr. Dort sitzen jetzt grüne Funktionäre auf gut dotierten Posten und könnten an dem Rädchen drehen, das angeblich moderne, alternative Techniken seither verhindert haben soll. Auch dieses Märchen wird sich bald in Luft auflösen. Kernkraftwerke müssen - so man sie nicht mehr haben will - durch Kohlekraftwerke oder Gasheizwerke abgelöst werden. Diese Form der Energieerzeugung schadet aber massiv dem Klimaschutz. Was tun? Apropos Bürgerbeteiligung: Wird die Bevölkerung im Großraum Mannheim von der grün geführten Landesregierung zum neuen, großen Kohlekraftwerk befragt? Das wurde doch bei der Wahl versprochen - oder gilt das nicht mehr, weil es die Ökos sowieso besser wissen als das Volk?
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JAN
27
14:14 Uhr, geschrieben von Rose v. Roon
@Friendofearth, maniluja und revilo: Keine Argumente!
Werte Foristen, K. Pfleiderer liegt mit seinen/ihren Sachaussagen richtig. Sie hingegen appellieren mit Ihren Ausführungen an Ängste und Gefühle in der Bevölkerung über die Atomkraft. So wurde das Leid der 15.000 Tsunami-Toten in Japan von der grünen Partei, den Ökos und vielen Medien mit Absicht dem Reaktorunfall in Fukushima "untergeschoben", der zwei Tote zu beklagen hat. DAS ist Zynismus pur und zeugt beileibe nicht von der angeblich besseren Moral der Kernkraftgegner! Und die 1.500 Bergwerks-Opfer in China werden von Ihresgleichen oft nicht zur Kenntnis genommen, weil es sich damit in Deutschland politisch nicht punkten lässt. Ihre Vorbehalte gegen die Atomkraft werden zumeist mit den Worten "sollen" umschrieben, im Konjunktiv gehalten und mit Spekulationen versehen. Sie instrumentalisieren die sprichwörtliche GERMAN ANGST. Dass das Geschehen um die Kernkraft nicht rational ist, sondern zuweilen typische Züge eines Hypes trägt, zeigt die "Sprachlosigkeit" der Atomkraftgegner und ihrer Protagonisten in Sachen FESSENHEIM. Da herrscht "Schweigen im Wald" - von einer kleinen Demo im Frühjahr mal abgesehen. Würde sich Deutschland und die politischen Meinungsmacher noch im Zustand der Fukushima-Hysterie befinden, müssten täglich 50.000 Demonstranten um das elsässische Kernkraftwerk kreisen und jeden Abend das deutsche Volk mit Sondersendungen zur drohenden Gefahr aus Frankreich überfrachtet werden. Da aber die grüne Partei in BW die Wahl gewonnen hat und alle Parteien in Deutschland nun unisono den Ausstieg beschlossen haben, ist das Interesse am Köcheln des Konflikts nahezu erloschen. Alles irgendwie nicht nachvollziehbar - oder?
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