Nach der Pokalniederlage Van Gaal: VfB-Rettung ist kein Problem
dpa, 23.12.2010 12:16 Uhr
 Foto: dapd
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Stuttgart - Louis van Gaal glaubt auch nach der zweiten Klatsche des VfB Stuttgart » gegen seinen FC Bayern München fest an den Klassenerhalt des krisengeschüttelten Clubs. "Ich denke, es ist kein Problem, sich zu retten, aber es wird nicht einfach", sagte der Trainer nach dem 6:3 (2:2)-Sieg des Pokal-Rekordgewinners in einem "unglaublichen, fantastischen" Achtelfinale. VfB-Kollege Bruno Labbadia lobte seine geknickten Schützlinge nach dem erneuten Tiefschlag: "Die Mannschaft hat gezeigt, welche Kraft in ihr steckt."

Van Gaal vermittelte den Eindruck, dass ihn das sportliche Schicksal der schwächelnden Schwaben beinahe genauso beschäftige wie die eigene, nun wieder rosige Zukunft. "Das war ein Tod-oder-Gladiolen-Spiel und wir waren die Glücklichen. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Ich bin aber auch froh, dass die Fans umgedreht sind", sagte der Niederländer. Im Gegensatz zur 3:5-Niederlage in der Fußball-Bundesliga drei Tage zuvor standen selbst die extrem kritischen "Ultras" am Mittwochabend trotz des Scheiterns wie eine Wand hinter den nie aufsteckenden VfB-Profis ».

"Man hat die Leidenschaft gesehen", sagte Fredi Bobic. "Das Ergebnis ist brutal, aber wir müssen das Positive herausziehen." Damit lag der VfB-Sportdirektor mit Labbadia auf einer Linie, der die "Riesenmoral und "Geschlossenheit herausstrich: "Nur mit Geschlossenheit können wir die schwierige Situation meistern. Wir wollen aber die Augen nicht verschließen, dass wir noch sehr viel Arbeit vor uns haben."

Van Gaal gab auf Nachfrage Tipps, was der Vorletzte korrigieren müsse, um aus dem Tabellenkeller klettern zu können. Der VfB habe zuletzt in drei Spielen elf Tore geschossen, aber nach vielen individuellen Fehlern auch viele Gegentreffer kassiert - genau gesagt allein elf gegen die Bayern. "Das muss mein Kollege Labbadia noch verbessern", riet van Gaal. "Aber die Mannschaft begeistert und zeigt Leidenschaft, was das Wichtigste ist."
Kommentare (19)
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DEZ
26
Mappus, 11:56 Uhr

Gegentore

Ich bin erstaunt über diese kommentare alll dieser Leser. Ich frage mich was man an einem 3:5 bzw 3:6 positives abgewinnen kann. Man hat in 2 Spielen 11 Gegentore bekommen, das ist einfach unfassbar. Das gibt es kaum in der kreisliga. In erster linie verteidigt die GANZE Mannschaft. Mittlerweile ist man am Neckar soweit, 11 gegentore noch schön zu reden. Deswegen bleibt der VFB ein Provinzclub. Wenn man mit 2.Klassigen spielern spielt,erhält man eben nur 2.klassige Leistung. Solche fehler wie gegen Bayern sieht mn nicht einmal im Amateurfußball. Wie van Gaal gesagt hat, Fußball wird im Kopf entschieden. darüberhinaus zeigt sich einfach dass viele keine Ahnung haben, wenn man Ulreich hiuer den schwarzen Peter zuschiebt. Was will ein Torwart machen wenn alle 5 min ein gegenspieler frei vor dem tor steht???

DEZ
25
Klaus, 15:42 Uhr

Ehrenrunde....

Ich lach mich tot, da halte ich es mit Matze Sammer, für den ein zweiter Platz schon ein Grund zum Weinen ist. Diese Truppe hätte derzeit nicht mal eine Chance in der zweiten Liga vorne mitzuspielen. Wenn jetzt nicht bald was passiert, haben wir im nächsten Jahr das schönste Stadion in der zweiten Liga! Die Probleme sind alle bekannt, der Vorstand muss eigentlich nur sehr sorgfältig die Beiträge in diesem Forum lesen, diese umsetzen und dann zurück treten.

DEZ
24
n.volpi, 09:42 Uhr

Ulreich hat am wenigsten Schuld, aber...

Sven Ulreich hat am Debakel am wenigsten Schuld. Sich jetzt auf diesen jungen, talentierten Torhüter einzuschiessen ist absolut unfair. Er spielt im falschen Moment im falschen Club. Das Problem liegt an der chaotischen Führung. So spielt auch das Team. Mit Gross wäre das nicht passiert, der hätte die nötige Kontinuität gebracht. Wie jeder Torhüter machte auch Ulreich Fehler, diese waren bisher meist nicht Spielentscheidend. Dass er mit seinen jungen Jahren nicht sofort Retter eines Hühnerhaufens werden kann, das darf man nicht erwarten. Das Problem ist die fehlende Abstimmung , dabei wird der Torhüter im Stich gelassen. Aber in dieser Situation, leider für Ulreich (ähnlich wie bei Rensing) würde ich mit einem erfahrenen Torhüter (so wie Butt) in die Rückrunde starten, aber nur weil dies einen positiven psychologischen Impuls auslösen würde. Ulreich darf aber nicht wie Rensing verheizt werden, bitte einen Wechsel mit Fingerspitzengefühl (Schade dass Lehmann nich noch ein Jahr an der Seite von Ulreich angehängt hat)!

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