Nach Einsatz bei Abifeier
Schwere Vorwürfe gegen Polizei
Gerlinde Wicke-Naber,
13.07.2010 13:53 Uhr
Vor der Stadthalle ist es in der Nacht zum Sonntag zu einem Zusammenstoß von Abiturienten und der Polizei gekommen. Foto: factum/Archiv
Böblingen - Schwere Vorwürfe gegen die Polizei erheben die Teilnehmer einer Abiturfeier des Goldberg-Gymnasiums am Samstagabend in der Sindelfinger Stadthalle. Mehrere Beamte hätten nachts mit Schlagstöcken wahllos auf Jugendliche eingeprügelt. Ein junger Mann, dessen Gitarre die Beamten vor der Halle hätten konfiszieren wollen und der daraufhin in das Foyer geflüchtet sei, sei brutal von einem Beamten mit dem Knie zu Boden gedrückt und anschließend eine halbe Minute lang gewürgt worden. Zudem hätten die Beamten im Foyer der Halle massenhaft Pfefferspray versprüht, um die jungen Leute daran zu hindern, das Geschehen mit ihren Handys zu filmen. Dies habe bei mehreren Personen zu Atemproblemen geführt.
Die Polizei weist die Vorwürfe von sich. "Nach unsereren bisherigen Erkenntnissen liegt kein Fehlverhalten von Beamten vor", sagte Frank Natterer, ein Sprecher der Böblinger Polizei. Man werde jedoch einen Film, den ein Schüler gemacht habe, auswerten. Eine andere Dienststelle werde die Ermittlungen übernehmen. Zwei Jugendliche waren von den Beamten mitgenommen worden. Gegen sie werde nun wegen "Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte" ermittelt, so Natterer. Einem der beiden wird vorgeworfen, einen Polizisten ins Gesicht geschlagen zu haben. Gegen einen anderen lautet der Vorwurf: Beleidigung. Zwei Beamte seien leicht verletzt worden.
Bernhard Kees, der Schulleiter des Goldberg-Gymnasiums, der auf der "wunderbaren Feier mit tollen Präsentationen der Abiturienten" bis Mitternacht war, will sich nicht zur Schuldfrage äußern. "Für mich stellt sich die Frage des adäquaten Verhaltens der Schüler genauso wie des adäquaten Verhaltens der Polizei", sagte er. "Ich hoffe, dass nun sorgfältig ermittelt wird, was sich da eigentlich abgespielt hat."
Die Polizei weist die Vorwürfe von sich. "Nach unsereren bisherigen Erkenntnissen liegt kein Fehlverhalten von Beamten vor", sagte Frank Natterer, ein Sprecher der Böblinger Polizei. Man werde jedoch einen Film, den ein Schüler gemacht habe, auswerten. Eine andere Dienststelle werde die Ermittlungen übernehmen. Zwei Jugendliche waren von den Beamten mitgenommen worden. Gegen sie werde nun wegen "Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte" ermittelt, so Natterer. Einem der beiden wird vorgeworfen, einen Polizisten ins Gesicht geschlagen zu haben. Gegen einen anderen lautet der Vorwurf: Beleidigung. Zwei Beamte seien leicht verletzt worden.
Grund für den Einsatz war eine Anzeige wegen Ruhestörung
Bernhard Kees, der Schulleiter des Goldberg-Gymnasiums, der auf der "wunderbaren Feier mit tollen Präsentationen der Abiturienten" bis Mitternacht war, will sich nicht zur Schuldfrage äußern. "Für mich stellt sich die Frage des adäquaten Verhaltens der Schüler genauso wie des adäquaten Verhaltens der Polizei", sagte er. "Ich hoffe, dass nun sorgfältig ermittelt wird, was sich da eigentlich abgespielt hat."
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Rückschlag f d Polizei (anderer Fall)
Wenn es gar nicht mehr anders geht, bekommen Polizei-Opfer sogar Recht: http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/rueckschlag-fuer-die-polizei/
Naja die Jungs halt, vom grünen Karnevalsverein
Kann mich meinen Vorrednern nur anschliesen seh auch in letzten Jahren verstärkt Polizei Gewalt ob es nun auf er Theo, im Park oder nur bei Verkehrskontrollen vor der Uni ist. Man wird ziemlich dumm angemacht wenn man von seinem Recht gebraucht macht. Wenn man die Aussage verweigert, verlieren ein paar von der Schutztruppe schon mal die Nerven und werden ein wenig Patzig, was dann in Stunden langem wir -finden-schon-was-generve endet. Glaub die haben manchmal Teilweise zu wenig zu tun, oder zu viel und freuen sich, wenn so eine Aktion von ein paar Abiturienten kommt. Könnte ja auch der zukünftige Schwarze Block sein!!
Der Wahnsinn hat System!
Leider ist das kein Einzelfall. Letzten Sommer hat die Stuttgarter Polizei eine Gruppe von etwa 30 Jugendlichen nahezu überfallen, die auf dem Unicampus saßen und noch ein wenig feierten. Der Vorwand "Ruhestörung" war eher unglaubwürdig, denn erstens war es nicht laut und zweitens konnten die Beamten bei der Gerichtsverhandlung nicht sagen, wer denn angerufen habe, um die Ruhestörung zu melden. Vier unserer Leute wurden festgenommen, mehrere verletzt. Ein Polizist hat sich bei dem Versuch, einen 16-jährigen zu "werfen", selbst verletzt (kein Gerücht, ich habs gesehen!), was zure Folge hatte, dass der 16-jährige wegen schwerer Körperverletzung verurteilt wurde. Als ich eine Redakteurin der Stuttgarter Zeitung informierte, meinte sie, darüber darf die Zeitung nicht berichten - zumindest nicht aus unserer Sicht. Die Polizei SOLLTE eigentlich die Aufgabe haben, das Recht der Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Wenn sie jedoch wie eine Horde Hooligans wahllos auf Menschen eindrischt, dann greift das Notwehrprinzip. Wenn sie diesen Terror mit System betreibt, zum Beispiel auf einen Befehl von "oben", dann greift das Widerstandsrecht, welches im Grundgesetz verankert ist. Kümmert euch lieber um ernsthafte Proleme, als friedlich feiernde Jugendliche zu verprügeln!