Nachrichtenticker Alle sieben Demonstranten frei
StZ, dapd, dpa,, vom 26.08.2010 20:42 Uhr
+++20.30Uhr+++
Laut der Polizei sind inzwischen alle sieben Demonstranten, die auf dem Dach des Nordflügels demonstriert hatten, wieder auf freiem Fuß.
+++19.14Uhr+++
Drei der sieben Demonstranten, die von der Polizei vom Dach des Nordflügels gebracht worden waren, sind mittlerweile aus der Obhut der Beamten. Die Demonstranten hatten das Dach bis Donnerstagnnachmittag besetzt, sie müssen mit Anzeigen rechnen.
+++17.30Uhr+++
Die Demonstranten sind vom Dach, nun geht der Abriss wieder weiter. Immer noch versammeln sich viele Demonstranten vor dem Bauzaun, während der Nordflügel Stück für Stück abgetragen wird.
+++15.15 Uhr+++
Die Polizei hat am Donnerstagnachmittag die Besetzung des Nordflügels des Stuttgarter Hauptbahnhofs beendet. Die sieben Demonstranten wurden mit Händen auf dem Rücken von Spezialeinheiten vom Dach des Gebäudes heruntergeführt. Die Aktivisten hatten am Mittwochnachmittag zu Beginn des Abrisses das Dach erklommen und seither ihren Platz nicht verlassen. Wegen des Protests gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 mussten die Abrissarbeiten am Seitenflügel des alten Bahnhofs ruhen.
+++13.30 Uhr+++
Die Abrissarbeiten am Nordflügel des Hauptbahnhofs ruhen weiter. Grund sind sieben Demonstranten, die sich immer noch auf dem Dach befinden. Am Mittag haben sie sich mit bunten Schirmen gegen die Sonne gewappnet. Sie werden von der Polizei mit Getränken versorgt. Rund 300 Projektgegner rufen ihnen vor dem Seitenflügel aufmunternde Worte zu und spenden Applaus. Immer wieder werden die Forderungen "Oben bleiben!" und "Baustopp jetzt!" skandiert.
+++11.50 Uhr+++
Am Mittwochabend protestierten knapp zehn Deutsche mit Trillerpfeifen und Gegröle auf dem Times Square gegen Stuttgart 21. Der sogenannte Schwabenstreich fiel damit allerdings deutlich kleiner aus als von Initiator Volker Lösch erhofft. Er hatte mit 20 bis 50 Teilnehmern gerechnet. Der Schriftsteller Wolfgang Schorlau, Mitglied des Bündnisses gegen das Milliardenprojekt, zeigte sich dennoch zufrieden: "Das ist der am weitesten entfernte Schwabenstreich." Und jede Aktion zähle.
+++11.30 Uhr+++
Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) hat die Demonstranten gegen das Milliarden-Bahnprojekt Stuttgart 21 kritisiert. Er forderte die Besetzer des Bahnhof- Nordflügels auf, sofort das Dach zu verlassen. "Es geht auch nicht, dass Züge behindert, Rettungskräfte gestört, Straßen blockiert und die Innenstadt lahmgelegt wird", sagte er am Donnerstag. "Das hat nichts mehr mit demokratischem Protest zu tun, hier werden die Grenzen eindeutig überschritten." Die Gegner müssten die demokratischen Entscheidungen akzeptieren und einsehen, dass der Protest viel zu spät komme sowie Unfrieden und Zwietracht säe.
+++10.45 Uhr+++
Die Polizei beklagt die zunehmend unfriedlichen Aktionen der Demonstranten. Die Proteste hätten ihren friedlichen Charakter verloren und die "Grenzen des zivilen Ungehorsams" überschritten, betonte Polizeipräsident Siegfried Stumpf. "Dies hat mit verständlichen Protesten sowie zivilem Ungehorsam bei weitem nichts mehr zu tun." Bei den Proteste handle es sich um das "Gemeinwesen nachhaltig beeinträchtigende Straftaten". Wer Rettungskräfte blockiere, handle kriminell.
+++10.15 Uhr+++
Die Proteste gegen den Abriss des Nordflügels des Hauptbahnhofs gehen am Donnerstagmorgen weiter. Rund 200 Demonstranten hätten sich erneut vor dem Nordflügel des Hauptbahnhofs versammelt, sagte eine Polizeisprecherin. Zudem hielten sieben Aktivisten weiter das Dach des Nordflügels besetzt und kritisierten mit einem Transparent die Verantwortlichen von Stuttgart 21.