Nachtfotografie Stuttgarter Frühlingsfest: Jetzt geht es rund!

Von Oliver Rauls 

Zweimal pro Jahr treffen sich Hunderttausende auf dem Cannstatter Wasen, um im Festzelt zu feiern - aber auch, um fantastische Lichtmalerei auf den Sensor der Kamera zu bannen. Wir zeigen, wie Sie die perfekte Nachtfotografie hinkriegen!

 Foto: R.Rothmund-Timm 10 Bilder
Foto: R.Rothmund-Timm

Nachtfotografie mit sich bewegenden Objekten ist eine ganz wunderbare Disziplin in der Fotografie. Die auch als Lichtmalerei bekannte Form der Fotografie vereint viele Eigenschaften in sich. Das Auge für die gute Perspektive, das technische Verständnis zur Arbeit mit langen Verschlusszeiten, sowie Geduld und Ausdauer während der Jagd nach dem perfekten Bild.

Zweimal pro Jahr treffen sich Hunderttausende auf dem Cannstatter Wasen. Entweder, um Karussell und Autoscooter zu fahren, um im Festzelt bei Dirndl und Krachlederner zu feiern oder eben um fantastische Lichtmalerei auf den Sensor der Kamera zu bannen. Seit einiger Zeit bietet Photo Planet für die letztgenannten fotografischen Zwecke Seminare an. Man trifft sich in den Räumlichkeiten von Photo Planet gegenüber des Stuttgarter Hauptbahnhofs und nach einer kurzen theoretischen Einführung geht es los auf den Wasen.

Wie aber bekommt man solche Bilder hin? Nun, zu Allererst begibt man sich aus der Komfortzone der Automatik heraus in den manuellen Modus. Das ist eminent wichtig, weil man hier regelrecht sehen kann, wie Blende und Verschlusszeit arbeiten und was Änderungen der einzelnen Parameter bewirken. Freilich werden vorher möglichst niedrige ISO-Werte fixiert, um Bildrauschen von Anfang an zu minimieren.

Auch ein Stativ muss dabei sein, denn Belichtungszeiten jenseits einer Sechzigstel Sekunde gelingen frei Hand kaum noch verwacklungsfrei. Was man jetzt noch braucht, ist ein Plätzchen, an dem man sicher sein Stativ hinstellen kann und man nicht Gefahr läuft, dass es von Menschenmassen versehentlich umgestoßen wird. Noch ein Tipp hierzu: Wenn mit einem Stativ gearbeitet wird, sollte man den Bildstabilisator deaktivieren, da die Aufgabe des Stabilisators das Stativ übernimmt.

Faustregeln für die korrekten Einstellungen an Kamera und Objektiven gibt es freilich nicht. Doch ist der ISO-Wert erstmal fixiert und die Blende bei einem Wert um f/11, tastet man sich langsam heran an das perfekte Bild. Jede Kamera funktioniert mit jedem Objektiv ganz anders, geschuldet ist dieser Umstand der Bauart von Objektiven und Kameras. Unterschiedliche Systeme arbeiten unterschiedlich, abhängig von Sensorgröße und Lichtstärke am Objektiv. Spaß macht es allemal, und einige der hier gezeigten Bilder einer Teilnehmerin erzählen das.