Nachtleben in Mexico City
"Wie eine natürliche Droge"
Konstantin Riffler,
12.05.2010 07:12 Uhr
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Nicht nur das Nachtleben in Condesa und Zona Rosa ist bunt. Künstler und Kreative hinterlassen auch tagsüber ihre Spuren. Foto: Riffler
Stuttgart - Im Nachtleben von Mexiko-Stadt gibt es kein Zentrum, aber viele Anziehungspunkte. Vor allem ein Stadtteil boomt: das angesagte Condesa, in dem sich auch viele Ausländer niedergelassen haben. Neben einem der schönsten Parks der Stadt, dem Parque México, gibt es hier europäisch anmutende Straßencafés und Restaurants. Aber auch nachts pulsiert das Leben: Zwischen der Straße Nuevo Leon und der Tamaulipas stehen um zwei Uhr morgens die Autos Schlange, darunter auch der eine oder andere BMW oder Hummer, um einen der begehrten Parkplätze vor den Clubs zu ergattern. Auf dem Bürgersteig vor den Clubs stehen junge Frauen in engen Jeans, Miniröcken und Stöckelschuhen. Die Stimmung ist aufgeregt, und doch herrscht so etwas wie eine mexikanische Ratlosigkeit oder Unschärfe: man wartet auf jemanden oder weiß noch nicht genau, welchen Club man ansteuern soll.
Erst als gegen Mitternacht im ersten Stock des Clubs Pata Negra die kubanische Band anfängt zu spielen, füllt sich die Tanzfläche. In der Bar im Erdgeschoss ist hingegen schon seit über einer Stunde kein Durchkommen mehr. Auch Rolando Quezada kommt erst jetzt an. Der freie Autor, der seit seiner Geburt in Mexiko-Stadt lebt, hat die Veränderungen in Condesa in den letzten zehn Jahren aus nächster Nähe beobachtet. Vor dem Pata Negra, das zu seinen Lieblingsclubs gehört, erklärt der 35-Jährige: "Jeder will jetzt nach Condesa. Das Nachtleben ist zurzeit so lebendig wie noch nie. Das Pata Negra schätze ich besonders: man kommt rein, ohne zu zahlen, und keiner setzt dich unter Druck, etwas zu trinken. In anderen Clubs sind die Türsteher und Dresscodes um einiges strikter."
Als gegen halb zwei die Band ihren Auftritt beendet, legt ein DJ im Wechsel Salsa, Samba, House und auch etwas Reggae und Reggaeton auf. Im Pata Negra gibt es musikalisch keine strenge Ordnung, wie in den meisten Clubs der Stadt, in denen ausschließlich lateinamerikanische Rhythmen wie Salsa, Merengue, Bachata oder Cumbia gespielt werden. Da aber die meisten Mexikaner nur den Paartanz kennen, bewegen sie sich auch zu House und Reggae ähnlich wie zu Salsa oder Bachata.
In einem ganz anderen Stadtteil nur unweit von Condesa liegt Zona Rosa, das bis vor wenigen Jahren beliebteste Ausgehviertel Mexikos. Die Fußgängerzone, an deren Ende alle nur erdenklich gebrannten Filme für 50 Cent, CDs, Kleider und imitierte Sonnenbrillen verkauft werden, ist für die Autostadt Mexiko-Stadt eine Besonderheit. Hier und in den Parallelstraßen liegen Clubs und Bars dicht an dicht, vor allem Schwulenclubs, aber auch internationale Restaurants, die vermeintlich chinesische, französische, schweizerische und sogar deutsche Küche anbieten. Gleichgeschlechtliche Paare stehen hier sich küssend vor den Clubs oder laufen Hand in Hand die Fußgängerzone entlang.
Erst als gegen Mitternacht im ersten Stock des Clubs Pata Negra die kubanische Band anfängt zu spielen, füllt sich die Tanzfläche. In der Bar im Erdgeschoss ist hingegen schon seit über einer Stunde kein Durchkommen mehr. Auch Rolando Quezada kommt erst jetzt an. Der freie Autor, der seit seiner Geburt in Mexiko-Stadt lebt, hat die Veränderungen in Condesa in den letzten zehn Jahren aus nächster Nähe beobachtet. Vor dem Pata Negra, das zu seinen Lieblingsclubs gehört, erklärt der 35-Jährige: "Jeder will jetzt nach Condesa. Das Nachtleben ist zurzeit so lebendig wie noch nie. Das Pata Negra schätze ich besonders: man kommt rein, ohne zu zahlen, und keiner setzt dich unter Druck, etwas zu trinken. In anderen Clubs sind die Türsteher und Dresscodes um einiges strikter."
Die Stadt hat viele Schwulen-Clubs
Als gegen halb zwei die Band ihren Auftritt beendet, legt ein DJ im Wechsel Salsa, Samba, House und auch etwas Reggae und Reggaeton auf. Im Pata Negra gibt es musikalisch keine strenge Ordnung, wie in den meisten Clubs der Stadt, in denen ausschließlich lateinamerikanische Rhythmen wie Salsa, Merengue, Bachata oder Cumbia gespielt werden. Da aber die meisten Mexikaner nur den Paartanz kennen, bewegen sie sich auch zu House und Reggae ähnlich wie zu Salsa oder Bachata.
In einem ganz anderen Stadtteil nur unweit von Condesa liegt Zona Rosa, das bis vor wenigen Jahren beliebteste Ausgehviertel Mexikos. Die Fußgängerzone, an deren Ende alle nur erdenklich gebrannten Filme für 50 Cent, CDs, Kleider und imitierte Sonnenbrillen verkauft werden, ist für die Autostadt Mexiko-Stadt eine Besonderheit. Hier und in den Parallelstraßen liegen Clubs und Bars dicht an dicht, vor allem Schwulenclubs, aber auch internationale Restaurants, die vermeintlich chinesische, französische, schweizerische und sogar deutsche Küche anbieten. Gleichgeschlechtliche Paare stehen hier sich küssend vor den Clubs oder laufen Hand in Hand die Fußgängerzone entlang.
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