Nahverkehr Stuttgart Die Bahn verdient gut
Wolfgang Schulz-Braunschmidt, 09.02.2011 11:52 Uhr


Die Bahn will Buße tun


Das "Win" sehen andere allerdings anders. Die Bahn füttere ein für sie lukratives Zusatzgeschäft bloß kurz an, um damit viele Jahre lang noch mehr Geld zu verdienen, meinen Kritiker. Nach zwölf Monaten müsse der VRS den erweiterten 15-Minuten-Takt bezahlen. Und von der freiwilligen 1,3 Millionen-Euro-Buße bleibe rund die Hälfte ohnehin in der Bahn-Kasse: Dieses Geld vereinnahme die Netz AG für die zusätzliche Nutzung der Schienenwege.

Auch die als höchst bescheiden geltende Entschädigung für von der S-Bahn-Misere monatelang schwer betroffene Pendler kann sich die Bahn leisten. Die ausgelobten DB-Reisegutscheine zu 20 und 50 Euro kosteten den Konzern weit weniger als eine Dreiviertelmillion Euro, heißt es. Summa summarum gibt die Bahn also mit rund zwei Millionen Euro viel weniger aus, als sie allein bei den VVS-Fahrgeldeinnahmen zusätzlich kassiert, aber nicht verdient hat.
Kommentare (23)
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APR
09
Pascal Kober MdB, 22:15 Uhr

Preis / Leistung im ÖPNV & Preistransparenz

"Während der Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau mit relativ niedrigen Fahrpreisen kostendeckend arbeiten kann, liegen die Preise in Stuttgart deutlich über denen bei uns. In den Gesprächen über gemeinsame Vereinbarungen führt dies dann zu nicht lösbaren Problemen, da der Verkehrsverbund Stuttgart sehr hohe Gelder für eine tarifzonenübergreifende Lösung möchte." http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-575-37711--f273901.html#q273901

FEB
10
Ursula Kirchner, 11:27 Uhr

Dear Mr. Jackinthebox,

Da Sie ja offenbar auch ein bißchen Deutsch können, antworte ich auf Deutsch. Bahn-Bashing (Wie man doch wunderbar deutsche und englische Wörter kombinieren kann! Ist Ihnen schon aufgefallen, dass das Englische mehr als 50 % Fremdwörter hat? Shakespeare hat nur etwa 20% gebraucht, das nur nebenbei) Es gab Zeiten, da die Bahn pünktlich war und es Spaß gemacht hat, mit der Bahn zu fahren. Heute hat unser Zug, wenn wir von Bonn kommen, regelmäßig 40 Minuten und mehr Verspätung. Das letzte Mal ist ein Güterzug einfach auf der Strecke stehen geblieben. (Zwischen Bonn und Koblenz) Kinderchen auf der Strecke sind eine beliebte Ausrede. Seit die Bahnchefs Dürr, Mehdorn, Grube heißen, hat sich der Service gewaltig verändert. Man will ja an die Börse - viel Geld scheffeln. Ein einstmals gesundes Unternehmen kränkelt heute wo man hinschaut. Verspätungen noch und noch, nicht funktionierende Signalanlagen, Weichen, die klemmen, Züge, deren Klimaanlagen nicht funktionieren, Türen die aus den Angeln springen, nicht genug Personal, geschlossene Werkstätten etc. etc. - und schwere Unfälle -- aber Stuttgart 21! Da gibt es Geld haufenweise! Ich frage mich, wie machen sie das? Man verdient gut an den S-Bahnen! Bei der Verbindungsstrecke Marbach - Backnang, die für viele Menschen wirklich ein Segen bedeutet, machen sie sich Gedanken wegen der Finanzierung. Es handelt sich doch bestenfalls nur um ein paar Milliönchen, bei Stuttgart 21 aber um ein paar Millärdchen. Das sind doch Peanuts! (Auf Deutsch Erdnüsschen)! Die Blechschäden auf den Autobahnen im Winter sind der Bahn wurscht - mit Verlaub. Herr Grube, Daimlermensch, ist ganz offensichtlich nicht an mehr Fahrgästen und der Qualität der Beförderung interessiert. Hauptsache, er verdient gut an der S-Bahn.

FEB
10
Reigeschmeckter, 11:12 Uhr

Grubes linke Hand?

@jackinthebox: "Ihr seht also: An den Verspätungen ist selten die Bahn selbst "schuld"" Alles richtig - aber im konkreten Fall uninteressant. Die Verspätungen und Ausfälle hängen im konkreten Fall mit Irrsinn 21 zusammen.

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