Nazi-Aufmarsch in Göppingen Nach Morddrohung fordern Grüne Verbot

Von dpa/lsw 

Nach einer anonymen Morddrohung gegen den Vorsitzenden des Vereins „Kreis Göppingen nazifrei“, Alex Maier, haben die Grünen Innenminister Reinhold Gall aufgefordert, ein Verbot der für 12. Oktober geplanten Nazi-Demonstration in Göppingen zu prüfen.

Im Vorfeld der für den 12. Oktober geplanten Nazi-Demonstration in Göppingen ist gegen den Vorsitzenden des Vereins „Kreis Göppingen nazifrei“, Alex Maier, eine anonyme Morddrohung eingegangen. Die Grünen haben Innenminister Reinhold Gall nun aufgefordert, ein Verbot der Nazi-Demo zu prüfen. (Archivfoto) Foto: 7aktuell.de
Im Vorfeld der für den 12. Oktober geplanten Nazi-Demonstration in Göppingen ist gegen den Vorsitzenden des Vereins „Kreis Göppingen nazifrei“, Alex Maier, eine anonyme Morddrohung eingegangen. Die Grünen haben Innenminister Reinhold Gall nun aufgefordert, ein Verbot der Nazi-Demo zu prüfen. (Archivfoto)Foto: 7aktuell.de

Göppingen/Stuttgart - Die Grünen haben Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall (SPD) aufgefordert, ein Verbot der für 12. Oktober geplanten Nazi-Demonstration in Göppingen zu prüfen. Außerdem müsse er den Vorsitzenden des Vereins „Kreis Göppingen nazifrei“, Alex Maier, unter besonderen Schutz stellen, heißt es in einem Brief, den der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Uli Sckerl an das Ministerium schrieb. Hintergrund ist eine anonyme Morddrohung gegen Maier. Die Polizei in Göppingen bestätigte am Donnerstag, dass sie die Ermittlungen aufgenommen habe. Details wollte sie nicht nennen.

Die Drohung war am Dienstag bei dem Lokalblatt „Neue Württembergische Zeitung“ eingegangen und an die Polizei weitergeleitet worden. „Hier versuchen einige Leute aus der Neonazi-Szene ganz offensichtlich einzuschüchtern, aber das wird nicht funktionieren“, sagte Maier, der für den 12. Oktober zu einer Gegendemo eingeladen hat. Er rief die Bürger auf, jetzt erst recht Flagge zu zeigen.

Sckerl erklärte: „Wenn das Leben politisch Engagierter bedroht wird, ist jede Grenze weit überschritten. Niemand soll um sein Leben fürchten müssen, wenn er gegen Nazis auf die Straße geht.“ Ein Verbot des Nazi-Aufmarsches wäre ein starkes politisches Zeichen gegen den rechten Terror.