Neubaustrecke Tunneldurchstich auf der Alb

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Auf die Tunnelpatin mussten die Mineure verzichten: Doch das schmälerte nicht die Freude darüber, den 4,8 Kilometer langen Steinbühltunnel im Kreis Göppingen sechs Monate eher als geplant gebohrt zu haben.

Zwischen Wendlingen und Ulm sind am Freitagnachmittag bei Hohenstadt die beiden fast fünf Kilometer langen Röhren des Steinbühltunnels symbolisch durchschlagen worden. Foto: StZ 6 Bilder
Zwischen Wendlingen und Ulm sind am Freitagnachmittag bei Hohenstadt die beiden fast fünf Kilometer langen Röhren des Steinbühltunnels symbolisch durchschlagen worden.Foto: StZ

Hohenstadt - Etappenziel für die Bahn beim Bau der Schnellfahrstrecke nach Ulm: Am Nachmittag sind die beiden gut 4,8 Kilometer langen Röhren des Steinbühltunnels im Kreis Göppingen symbolisch durchschlagen worden. Zu der Feierstunde sind Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD), der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Norbert Barthle (CDU) und Manfred Leger, Chef der DB-Projektgesellschaft Stuttgart-Ulm, auf die Alb gekommen. Die Tunnelpatin Susanne Ramsauer, Gattin des ehemaligen Bundesverkehrsministers Peter Ramsauer (CSU), ließ sich entschuldigen.

Ein halbes Jahr schneller als geplant gebaut

Die Mineure haben nach 30 Monaten Bauzeit bereits im Oktober Licht am Ende des Tunnels gesehen. Damit liegen sie rund sechs Monate vor dem ursprünglich veranschlagten Zeitplan. Der Durchstich ins Filstal erfolgte oberhalb der A-8-Fahrbahn Richtung Ulm an einem Steilhang. Dort soll künftig direkt am Tunnelportal die Filstalbrücke ansetzen, auf die Züge das Tal in 85 Meter Höhe überqueren, um im mehr als acht Kilometer langen Boßlertunnel zu verschwinden.

Mit einer Länge von gut 4,8 Kilometern ist der Steinbühltunnel die viertlängste Röhre unter den neun Tunnel der Neubaustrecke zwischen Wendlingen und Ulm. Der knapp 60 Kilometer lange Schienenstrang soll zusammen mit der Neuordnung des Stuttgarter Bahnknotens durch Stuttgart 21 im Dezember 2021 in Betrieb gehen und die Fahrzeit zwischen der Landeshauptstadt und Ulm auf 28 Minuten verkürzen.

52 Kommentare Kommentar schreiben

Nur für Sie: Herr Renz-Müller, nur für Sie, denn die anderen haben es längst begriffen: der Sackbahnhof fertigt keine 38 Züge pro Stunde ab und die Nahverkehrsgesellschaft hat keine 50 Züge/Stunde bestätigt (sie kann das gar nicht und verweist auf die Bahn). Der Durchgangsbahnhof kann 32 Taktzüge und 17 Verstärkerzüge (mindestens). Lernen Sie das mal auswendig, damit Sie sich nicht ständig blamieren.

Sie Irrten: denn, genau das, was Sie hier - wie immer frei erfunden - verbreiten ist längst durch historische Fahrpläne dokumentiert und somit widerlegt. Im Gegensatz dazu ist ihre nicht erweiterbare Mini-Haltestation eine Simulation, die unter unrealistischen Rahmenbedingungen zurecht gebogen wurde. Und nicht mal das reicht aus, um mit dem Sackbahnhof ernsthaft konkurrieren zu können.

Ohoh...: dieser Befehlston alleine disqualifiziert Sie mal wieder. Dazu noch die Aussage, ja nichts zu hinterfragen sondern etwas verbehaltlos eingetrichtert bekommen sollen. Ja so argumentiert der Demokrat. Wenn Sie sich nun, wie Herr Spitzer schon erwähnte, die alten Fahrpläne anschauen, werden Sie nicht leugnen können, hier bewusst gelogen zu haben. Ganz mieser Stil, der den Mangel an Argumenten nur unterstreicht.

Stilfrage: Herr Schmidt, was nützen alte Fahrpläne - als es die S-Bahn noch nicht gab? Sie beweisen wieder einmal, dass Sie wirklich, wahrlich und wahrhaft keine Ahnung haben - von miesem Stil gar nicht zu reden.

Herr peter: Der Durchgansbahnhof kann bisher gar nichts, Er ist noch nicht gebaut und einen Praxistest muss er erst noch bestehen. Die Bahn weiss bisher noch nicht mal wie der reale Betrieb aussehen wird. Das EBA wird der Bahn dann spätestents nach dem Probebetrieb mitteilen wieviel Züge unter welchen Bedingungen fahren dürfen.

ZUm Nachdenken: Hier zwei Aussagen von hochrangigen Bahnangestellten. Herr Peter Schütz 21.10.2015: Bei der Planung seien „keine Hasardeure und Idioten“ tätig, echauffierte sich Schütz. Herr Manfred Leger 4.4.2015: Die Arbeiten haben sich verzögert, weil wir die Planänderung für das Grundwassermanagement erst im Oktober 2014 bekommen haben. In diesem Sommer werden wir das Betonieren der Bodenplatte erleben, und im Frühjahr 2016 sieht man dann die erste kelchförmige Stütze des Bahnhofsdachs entstehen. Und dann geht es ratzfatz.

Falschmeldung: Da die Strecke ursprünglich bis 2013 fertiggestellt werden sollte ist gar nichts 5 Monate früher als geplant. Nach dieser Art von Erfolgsmeldungen nach unzähligen Verschiebungen bliebe auch der BER-Flughafen noch im Zeitplan!

total egal: ob der Tunnel früher fertig gestellt wird oder nicht. Fakt ist ohne den S21-Tiefbahnhof bringt der Tunnel nach der aktuellen Streckenplanung gar nichts. Bekanntlich ist derzeit unklar wann die richtigen Bauarbeiten für den Tiefbahnhof beginnen können wegen fehlender Statikgenehmigung und Unklarheiten beim Brandschutz bzw. beim Architekt wie der Bahnhof überhaupt mal aussehen soll. Der Tunnel wird daher lange warten müssen bis irgendwann mal Züge durchfahren können.

Na und?: Der Tunnel frisst ja kein Brot. Wenn der Tiefbahnhof fertig ist, muss man halt nur die Tropfsteine abschlagen und dann kann es gleich los gehen.

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