Neue Datenschutzbestimmungen Instagram gibt Nutzerdaten weiter

Von dpa 

Instagram will die Daten seiner Nutzer künftig an das soziale Netzwerk Facebookund andere Partner weitergeben. Das geht aus den neuen Datenschutzbestimmungen hervor, die der Fotodienst veröffentlicht hat.

  Foto: dapd
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Berlin - Der Fotodienst Instagram erlebt nach der Übernahme durch Facebook seinen ersten Nutzeraufstand. Die Mitglieder stören sich an einem Punkt in den neuen Regeln, laut denen Instagram Bilder und andere Daten der Nutzer Werbetreibenden zur Verfügung stellen und dafür Geld kassieren kann. Die Formulierung legt nahe, dass Werbekampagnen auf der Instagram-Plattform gemeint sein dürften - im Netz verbreitete sich aber rasant die generelle Meinung, dass Instagram Bilder verkaufen wolle. Von dem Unternehmen gab es zunächst keine klärenden Worte. Die neuen Regeln sollen am 16. Januar in Kraft treten.

Die strittige Passage in den am späten Montag veröffentlichten Nutzungsrichtlinien lautet: „Der Dienst kann teilweise oder ganz von Werbeeinnahmen unterstützt werden. Um uns zu helfen, interessante bezahlte oder gesponsorte Inhalte oder Werbung zu platzieren, erklären Sie sich damit einverstanden, dass ein Unternehmen oder eine andere Einheit uns dafür bezahlt, Ihre Benutzernamen, Abbild, Fotos (zusammen mit allen anhängenden Metadaten) und/oder Aktionen, die sie vornehmen, im Zusammenhang mit bezahlten oder gesponsorten Inhalten oder Werbekampagnen anzuzeigen, ohne jede Vergütung für Sie.“

Instagram markiert bezahlte Inhalte nicht unbedingt

Außerdem warnt Instagram, dass bezahlte Services oder gesponsorte Inhalte nicht unbedingt als solche ausgezeichnet werden. Weitere neue Bestimmungen hängen vor allem mit der Übernahme durch Facebook zusammen. So behält sich Instagram das Recht vor, sämtliche Informationen inklusive Geodaten mit anderen zu teilen.

Facebook hatte im Frühjahr rund eine Milliarde Dollar für Instagram mit damals rund 30 Millionen Nutzern geboten. Angesichts der massiven Kursverluste der Facebook-Aktie fiel der tatsächliche Kaufpreis am Ende einige hundert Millionen Dollar niedriger aus. Facebook machte von Anfang an keinen Hehl daraus, dass sich die teure Übernahme am Ende rechnen soll. Nach jüngsten Angaben hat Instagram mehr als 100 Millionen Nutzer, Facebook knackte im Herbst die Milliarden-Marke. Auf Facebook-Seite wurden die Schleusen für Instagram-Daten bereits vor kurzem mit neuen Datenschutz-Regeln geöffnet.

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2 KommentareKommentar schreiben

Schnellstens aussteigen!: Ganz einfach: Wem das nicht gefällt, kann sein Einverständnis verweigern, indem er/sie den Account kündigt und seine Daten bei Instagram löscht. Man muss ja nicht alles mitmachen, was die Facebook-Datenkrake umzusetzen versucht. Wer sich da nicht wehrt, dessen Daten werden im wahrsten Sinne des Wortes 'verraten und verkauft'.

Informationen: Das Wichtigste wird hier aber nicht genannt! Wie kann man sich davor schützen bzw. wie kann man das Ablehnen. Dürfen die die AGBs oder Nutzungsrichtlinien Ändern ohne Zustimmung? Kann man es auch Schriftlich Ablehnen oder ähnliches... Grüsse

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