Neue LKW-Marke
Bharat-Benz für Indien
Michael Heller,
18.02.2011 07:09 Uhr
Daimler präsentiert mit Bharat-Benz eine eigene Marke für den indischen Lastwagenmarkt. Foto: Daimler
Chennai - Daimler will den indischen Lastwagenmarkt mit der neuen Marke Bharat-Benz erobern. Vorstandschef Dieter Zetsche und Andreas Renschler, im Vorstand zuständig für Nutzfahrzeuge, präsentierten die Marke, die übersetzt Indien-Benz heißt, in der Nähe von Chennai, dem früheren Madras. Dort will Daimler innerhalb der nächsten fünf Jahre 700 Millionen Euro investieren. Den Schwerpunkt bildet eine neue Fabrik, die im nächsten Jahr die Produktion aufnehmen soll. Bis zum Ende der Anlaufphase soll die Fertigung nach Angaben einer Sprecherin auf 35.000 Lastwagen pro Jahr hochgefahren werden; danach ist der Ausbau auf eine Jahreskapazität von 70.000 Nutzfahrzeugen vorgesehen. Angestrebt wird eine lokale Fertigungstiefe von 80 Prozent. Daimler hat bereits mit der Einstellung von Mitarbeitern begonnen und beschäftigt in Chennai 600 Männer und Frauen.
Daimler will mit der Marke Bharat-Benz eine Art Komplettprogramm von Lastwagen in den Gewichtsklassen von 6 bis 49 Tonnen anbieten. Der Markt ist in Indien 2010 um 48 Prozent gewachsen. Der Konzern ist auf dem indischen Lastwagenmarkt bereits mit dem schweren Lastwagen Mercedes-Benz Actros präsent, will nun aber mit der Marke Bharat-Benz in den Massenmarkt vordringen; Daimler selbst spricht vom New-Middle-Market-Segment und meint damit technisch anspruchsvolle Fahrzeuge, die aufgrund des Verzichts auf viele Extras zu erschwinglichen Preisen angeboten werden können. Der Daimler-Vorstand rechnet damit, dass die indische Lastwagenindustrie ihr Volumen bis zum Jahr 2020 verdoppeln wird. Das Management geht davon aus, dass das nunmehr angepeilte mittlere Segment im Jahr 2020 bis zu 80 Prozent des indischen Lastwagenmarktes ausmachen wird.
Bei leichten Lastwagen soll der Fuso Canter der Tochtergesellschaft Mitsubishi-Fuso als Basis verwendet werden; im schweren Segment ist ein Mercedes-Benz-Lastwagen als Plattform vorgesehen. Die Nutzfahrzeuge werden jeweils auf die Bedürfnisse der indischen Kunden zugeschnitten. Bharat-Benz ist die fünfte Lastwagenmarke des Konzerns nach Mercedes-Benz, Fuso (Japan) sowie Freightliner und Western Star (Amerika).
Daimler blickt in Indien auf eine lange Tradition zurück. Der erste Lastwagen made in India war 1954 ein Daimler-Fahrzeug. Lange waren die Stuttgarter auch am Lokalmatador Tata beteiligt. Das aktuelle Projekt sollte ursprünglich zusammen mit dem Partner Hero verwirklicht werden. Hero musste sich aber 2009 wegen Finanzproblemen zurückziehen. Auch der Zeitplan in Chennai geriet in Verzug. Ursprünglich sollten erste Modelle bereits Ende 2010 auf den Markt kommen.
Konzernchef Zetsche glaubt fest an die Zukunft Indiens. Das Land hat gemessen am Bruttoinlandsprodukt bereits den Aufstieg in die Top Ten der weltweit größten Volkswirtschaften geschafft. Zetsche geht davon aus, dass Indien bis zum Jahr 2030 den dritten Platz erreicht. In den vergangenen fünf Jahren ist die indische Wirtschaft im Durchschnitt um acht Prozent gewachsen. Die Industrieproduktion hat sich in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt.
Daimler will mit der Marke Bharat-Benz eine Art Komplettprogramm von Lastwagen in den Gewichtsklassen von 6 bis 49 Tonnen anbieten. Der Markt ist in Indien 2010 um 48 Prozent gewachsen. Der Konzern ist auf dem indischen Lastwagenmarkt bereits mit dem schweren Lastwagen Mercedes-Benz Actros präsent, will nun aber mit der Marke Bharat-Benz in den Massenmarkt vordringen; Daimler selbst spricht vom New-Middle-Market-Segment und meint damit technisch anspruchsvolle Fahrzeuge, die aufgrund des Verzichts auf viele Extras zu erschwinglichen Preisen angeboten werden können. Der Daimler-Vorstand rechnet damit, dass die indische Lastwagenindustrie ihr Volumen bis zum Jahr 2020 verdoppeln wird. Das Management geht davon aus, dass das nunmehr angepeilte mittlere Segment im Jahr 2020 bis zu 80 Prozent des indischen Lastwagenmarktes ausmachen wird.
Fünfte LKW-Marke des Konzerns
Bei leichten Lastwagen soll der Fuso Canter der Tochtergesellschaft Mitsubishi-Fuso als Basis verwendet werden; im schweren Segment ist ein Mercedes-Benz-Lastwagen als Plattform vorgesehen. Die Nutzfahrzeuge werden jeweils auf die Bedürfnisse der indischen Kunden zugeschnitten. Bharat-Benz ist die fünfte Lastwagenmarke des Konzerns nach Mercedes-Benz, Fuso (Japan) sowie Freightliner und Western Star (Amerika).
Daimler blickt in Indien auf eine lange Tradition zurück. Der erste Lastwagen made in India war 1954 ein Daimler-Fahrzeug. Lange waren die Stuttgarter auch am Lokalmatador Tata beteiligt. Das aktuelle Projekt sollte ursprünglich zusammen mit dem Partner Hero verwirklicht werden. Hero musste sich aber 2009 wegen Finanzproblemen zurückziehen. Auch der Zeitplan in Chennai geriet in Verzug. Ursprünglich sollten erste Modelle bereits Ende 2010 auf den Markt kommen.
Konzernchef Zetsche glaubt fest an die Zukunft Indiens. Das Land hat gemessen am Bruttoinlandsprodukt bereits den Aufstieg in die Top Ten der weltweit größten Volkswirtschaften geschafft. Zetsche geht davon aus, dass Indien bis zum Jahr 2030 den dritten Platz erreicht. In den vergangenen fünf Jahren ist die indische Wirtschaft im Durchschnitt um acht Prozent gewachsen. Die Industrieproduktion hat sich in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt.
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