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Neue Räume für Immanuel-Kant-Gymnasium
"Filder-Zeitung", 12.07.2011 02:46 Uhr
Leinfelden. Stadträte stimmen im Verwaltungsausschuss dem Bau von sechs Klassenzimmern zu. Von Stefanie Käfferlein

Jetzt ist es offiziell: Das Immanuel-Kant-Gymnasium (IKG) erhält sechs neue Klassenräume. Das haben die Stadträte in ihrer jüngsten Sitzung des Verwaltungs-, Kultur- und Sozialausschusses (VKS) bei drei Gegenstimmen beschlossen.

Damit ist endlich ein Knopf an die Sache gemacht. Tatsächlich hat sich die Diskussion seit langem hingezogen. Bereits 2008 hatte ein Gutachter ermittelt, dass neun weitere Klassenzimmer nötig seien. Als dieser erneut beauftragt wurde um die Wirtschaftlichkeit zu untermauern, lautete sein Fazit im Februar 2011: Das Schulzentrum muss doch nicht erweitert werden. In der Folge hat sich die Stadt an das Regierungspräsidium (RP) gewandt um den Bedarf zu überprüfen. Indes sammelten die Eltern und der Gesamtelternbeirat 880 Unterschriften und übergaben diese an Oberbürgermeister Roland Klenk. Ende Mai war dann klar, dass das RP, das von einer Vierzügigkeit an beiden Gymnasien ausging, der Stadt es überlasse, die erforderlichen Räume zu schaffen. Gleichzeitig wurde der Bedarf der Immanuel-Kant-Realschule (IKR) zurückgewiesen. Aufgrund des Gutachtens ging die Stadt davon aus, dass sie am IKG mit sechs neuen Räumen gut aufgestellt ist für die Zukunft. Das machte Sozialbürgermeister Alexander Ludwig erneut im VKS deutlich. "Wir sind so aufgestellt, dass die Schullandschaft weiter als hervorragend bezeichnet werden kann", sagte er. Barbara Sinner-Bartels von der SPD betonte, dass es für sie außer Frage stehe, der Vorlage zuzustimmen. Judith Skudelny (FDP/LE-Bürger) wollte wissen, ob sich seit der Landtagswahl beim RP etwas geändert habe. Damit spielte sie auf den Ausbau der Ganztagesschulen an. "Der Anbau sollte so geplant werden, dass er erweiterbar ist", sagte Skudelny.

Eva Barth-Rapp von den Grünen erklärte, dass sich ihre Fraktion die Entscheidung nicht leicht gemacht habe. "Wir stimmen zu", sagte sie. Ähnlich positionierte sich die CDU. "Für uns war die Rückmeldung des RP maßgeblich", sagte Ilona Koch. Vollkommen anders sah das Joachim Beckmann (Freie Wähler). "Seit Monaten geben wir Geld aus, das wir nicht haben", sagte er. Drei Räume für das IKG würden ausreichen. Außerdem solle man zunächst abwarten bis die Landesregierung entsprechende Entscheidungen in der Schulpolitik getroffen habe. OB Klenk bekannte sich zu den sechs Zimmern. "Wir haben einen intensiven Dialog mit den Schulen geführt", sagte er.

Mit dem Beschluss gaben die Räte der Verwaltung zudem den Auftrag, die bisherigen Planungen "bis zur Baugesuchsreife" fertig zu stellen. Baubürgermeister Frank Otte sagte den Räten zu "dass Sie noch in diesem Jahr Pläne vorgelegt bekommen". Der Anbau ist nach wie vor an der IKR vorgesehen. Das heißt, es ist eigentlich die Realschule, die die neuen Räume nutzt. Die Zimmer im sogenannten Bauteil A muss die IKR für das IKG räumen.

Schon im Mai war Stephan Lehle, Rektor des IKG, erfreut über das Angebot. "Sechs Räume sind besser als null und im Normalbetrieb eine große Hilfe", hatte er gesagt. Walter Bauer, der Schulleiter der IKR, bezeichnete den Beschluss als Fortschritt. "Das, was wir jetzt bekommen, ist besser als nichts", sagt er. Dennoch betont er, dass mit dem Wechsel in der Landesregierung viele Neuerungen geplant seien. Daher müsse so gebaut werden, dass Erweiterungen "leicht nachzurüsten" seien.

Weil er im VKS nicht dabei sein konnte, hatte er im Vorfeld die Verwaltung angeschrieben. In seinem Brief heißt es: "Die Entscheidung des Regierungspräsidiums, keine weiteren Räume für die IKR zu bezuschussen, wurde uns lediglich mitgeteilt. Wir bedauern dies sehr." Bauer macht deutlich, dass auch die IKR weitere Räume benötigen würde. "Nach dem Schulraumförderprogramm ist der Raumbedarf für die IKR ausreichend", so lautete Ludwigs Stellungnahme im VKS.

"Sechs Räume sind ein guter Kompromiss", sagt die IKG-Elternbeiratsvorsitzende Dorothee Lohr gegenüber der Filder-Zeitung. "Wir hoffen nun, dass alles recht zügig vonstatten geht."

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