Neuer Hauptsponsor
Joghurt für den VfB Stuttgart
Joachim Klumpp und Peter Stolterfoht,
19.05.2010 20:34 Uhr
Seit zwei Jahren spielt der VfB II um Daniel Didavi im Gazi-Stadion auf der Waldau. Nächste Saison ist der Milchproduktehersteller Sponsor der Profis. Foto: Baumann
Stuttgart - Warum in die Ferne schweifen? Der neue Hauptsponsor liegt doch so nah – wo gerade einmal 500 Meter Luftlinie den VfB Stuttgart von der Garmo AG trennen. Nach Informationen der Stuttgarter Zeitung wird die Firma mit Sitz in Stuttgart-Wangen am Donnerstag in einer Pressekonferenz als neuer Hauptsponsor vorgestellt. Damit tritt das Unternehmen, das vor allem durch die Milchprodukte der Marke Gazi bekannt ist, die Nachfolge der EnBW an. Der Energiekonzern hat sich beim VfB Stuttgart mittlerweile in der zweiten Sponsorenreihe eingruppiert. Rund fünf Millionen Euro jährlich dürfte der Garmo AG das neue Engagement als wichtigster VfB-Partner wert sein.
Neben der Garmo AG war auch die Fluggesellschaft Turkish Airlines bis zuletzt ein heißer Kandidat auf den Platz auf dem VfB-Trikot. Am Ende gab aber wohl der regionale Bezug der Garmo AG den Ausschlag, der dem Verein wichtig ist. Das Unternehmen ist im Stuttgarter Sport bereits fest verankert – als Hauptsponsor der Stuttgarter Kickers und als Namensgeber des Gazi-Stadions auf der Waldau, wo mittlerweile auch die zweite VfB-Mannschaft in der dritten Liga ihre Heimspiele austrägt.
Zwischen dem VfB und der Firma gibt es aber schon eine längere und auch enge Beziehung, die einst der Garmo-Chef Eduardo Garcia und der damalige Trainer Christoph Daum mit ihrer Freundschaft auf den Weg brachten. Noch heute trägt der Coach Christoph Daum den Gazi-Schriftzug bei öffentlichen Auftritten auf dem Hemdkragen. Dieser Schriftzug wird nun auch auf dem VfB-Trikot zu sehen sein. Neben dem Fußball ist Gazi, das vor allem türkische Molkereiprodukte wie Feta und Ayran (Joghurt) anbietet, im Boxen vertreten. Der ehemalige türkische Europameister im Schwergewicht zum Beispiel, Sinan Samil Sam, trug bei seinen Titelkämpfen eine aufgemalte Gazi-Werbung auf dem Rücken. Die Garmo AG, die nun die Tradition regionaler VfB-Hauptsponsoren wie Frottesana, Dinkelacker, Südmilch und EnBW fortsetzt, hat einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro im Jahr.
Nach fünf Jahren als Hauptsponsor hat die EnBW dieses Engagement (zuletzt rund 7,5 Millionen Euro im Jahr) auslaufen lassen. Als Exklusivpartner bleibt der Energiekonzern dem Club aber erhalten und zahlt dafür drei Millionen Euro. Mit diesem Geld und den etwa fünf Gazi-Millionen übertrifft der VfB das vorherige Ergebnis im Bereich Sponsoring, obwohl der neue Hauptsponsor im Vergleich weniger bezahlt als der Vorgänger EnBW. Mit der Verpflichtung des größten Geldgebers hat der VfB nun auch deutlich mehr Planungssicherheit, was den Etat angeht. Zunächst war allerdings vorgesehen, dass die Garmo AG erst in zwei Jahren beim VfB Stuttgart einsteigen sollte. Bis dahin soll das Vertriebsnetz des Unternehmens so weit ausgebaut sein, dass die Gazi-Produkte flächendeckend in deutschen und europäischen Supermarktregalen stehen. Der vorzeitige Gazi-Einstieg ließe sich teilweise auch damit erklären, dass andere potenzielle Hauptsponsoren für ein auf lediglich zwei Jahre begrenztes Gastspiel nicht zu gewinnen waren.
Ein sportlicher Nebeneffekt des Gazi-Geschäfts ist, dass sich der VfB und die Stuttgarter Kickers etwas näher kommen. "Mein Herz hängt an beiden Stuttgarter Vereinen", sagt der Firmenchef Eduardo Garcia. So deutet nun viel auf einen intensiven Austausch zwischen den Vereinen hin. Denkbar sind dabei unkomplizierte Wechsel von Spielern zwischen der zweiten VfB- und der Kickers-Mannschaft hin. Da passt es auch gut, dass am 14. Juli wieder einmal ein Freundschaftsspiel zwischen den VfB-Profis und dem Viertligisten stattfindet. Wo? Natürlich: im Gazi-Stadion in Stuttgart-Degerloch.
Neben der Garmo AG war auch die Fluggesellschaft Turkish Airlines bis zuletzt ein heißer Kandidat auf den Platz auf dem VfB-Trikot. Am Ende gab aber wohl der regionale Bezug der Garmo AG den Ausschlag, der dem Verein wichtig ist. Das Unternehmen ist im Stuttgarter Sport bereits fest verankert – als Hauptsponsor der Stuttgarter Kickers und als Namensgeber des Gazi-Stadions auf der Waldau, wo mittlerweile auch die zweite VfB-Mannschaft in der dritten Liga ihre Heimspiele austrägt.
Molkereiprodukte und Boxsport
Zwischen dem VfB und der Firma gibt es aber schon eine längere und auch enge Beziehung, die einst der Garmo-Chef Eduardo Garcia und der damalige Trainer Christoph Daum mit ihrer Freundschaft auf den Weg brachten. Noch heute trägt der Coach Christoph Daum den Gazi-Schriftzug bei öffentlichen Auftritten auf dem Hemdkragen. Dieser Schriftzug wird nun auch auf dem VfB-Trikot zu sehen sein. Neben dem Fußball ist Gazi, das vor allem türkische Molkereiprodukte wie Feta und Ayran (Joghurt) anbietet, im Boxen vertreten. Der ehemalige türkische Europameister im Schwergewicht zum Beispiel, Sinan Samil Sam, trug bei seinen Titelkämpfen eine aufgemalte Gazi-Werbung auf dem Rücken. Die Garmo AG, die nun die Tradition regionaler VfB-Hauptsponsoren wie Frottesana, Dinkelacker, Südmilch und EnBW fortsetzt, hat einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro im Jahr.
EnBW bleibt Exklusivpartner
Nach fünf Jahren als Hauptsponsor hat die EnBW dieses Engagement (zuletzt rund 7,5 Millionen Euro im Jahr) auslaufen lassen. Als Exklusivpartner bleibt der Energiekonzern dem Club aber erhalten und zahlt dafür drei Millionen Euro. Mit diesem Geld und den etwa fünf Gazi-Millionen übertrifft der VfB das vorherige Ergebnis im Bereich Sponsoring, obwohl der neue Hauptsponsor im Vergleich weniger bezahlt als der Vorgänger EnBW. Mit der Verpflichtung des größten Geldgebers hat der VfB nun auch deutlich mehr Planungssicherheit, was den Etat angeht. Zunächst war allerdings vorgesehen, dass die Garmo AG erst in zwei Jahren beim VfB Stuttgart einsteigen sollte. Bis dahin soll das Vertriebsnetz des Unternehmens so weit ausgebaut sein, dass die Gazi-Produkte flächendeckend in deutschen und europäischen Supermarktregalen stehen. Der vorzeitige Gazi-Einstieg ließe sich teilweise auch damit erklären, dass andere potenzielle Hauptsponsoren für ein auf lediglich zwei Jahre begrenztes Gastspiel nicht zu gewinnen waren.
Ein sportlicher Nebeneffekt des Gazi-Geschäfts ist, dass sich der VfB und die Stuttgarter Kickers etwas näher kommen. "Mein Herz hängt an beiden Stuttgarter Vereinen", sagt der Firmenchef Eduardo Garcia. So deutet nun viel auf einen intensiven Austausch zwischen den Vereinen hin. Denkbar sind dabei unkomplizierte Wechsel von Spielern zwischen der zweiten VfB- und der Kickers-Mannschaft hin. Da passt es auch gut, dass am 14. Juli wieder einmal ein Freundschaftsspiel zwischen den VfB-Profis und dem Viertligisten stattfindet. Wo? Natürlich: im Gazi-Stadion in Stuttgart-Degerloch.
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???
gabs damals als bekannt war auch soviele protestkommentare als enbw bei uns als hauptsponsor einstieg???? kann mich nicht wirklich erinnern! EnBW=VfB EnBW=KSC also das fand ich ja deutlich schlimmer das wir mit den badenser nen sponsor hatten wie jetzt mit den armen kickers!
@Farmer
Also falls es Dich beruhigt: Ich bin Mitglied des VfB, bin Mitglied eines Fanklubs, habe eine Auswärtsdauerkarte und auf meinen Namen laufen vier Dauerkarten fürs Neckarstadion. Trotzdem, und gerade deshalb, nehme ich mir auch mal das Recht heraus, das Tun und Handeln der Verantwortlichen kritisch zu hinterfragen. Denn, wie Du ja sicherlich germerkt haben wirst, werden jedes Jahr die Dauerkartenpreise erhöht. Das wird dann gerne mit gestiegenenen Kosten begründet, die nunmal an den Kunden weitergeben werden mussten. Der Etat wird momentan insgesamt gewaltig zusammengestrichen, auch wenn wir vielleicht durch EnBW und Gazi mehr Geld einnehmen als in der Vergangenheit nur durch die EnBW...dafür handelt es sich ja auch um ZWEI Sponsoren und nicht um einen! Die Mannschaft soll den hohen Erwartungen und Zielen des Vereins entsprechen. Diese Ziele gibt ebenfalls der Vorstand aus und brüstet sich bei den Mitgliederversammlungen gerne damit, den dauerhaften Angriff auf die oberen Plätze zu verkünden. Trotz des neuen Sponsors und dem Erreichen der EL war der Kader der abgelaufenen Saison zu teuer, weshalb man jetzt den Rotstift ansetzt und sogar bei Top-Leuten wie Molinaro bis zur letzten Sekunde mit einem Kauf wartet...weil er als einer der besten Abwehrspieler der Bundesliga in der vergangenen Saison wohl trotzdem zu teuer für den VfB ist. Sorry, aber die Frage muss absolut gestattet sein, ob sich schlichtweg kein großer und finanzstärkerer Konzern für den VfB interessiert, hier Chancen vertan wurden oder ob Gazi wirklich die einzige Möglichkeit für die Brust des VfB gewesen ist. Nicht nur Kritiker gibt es bei uns genug, sondern auch Ja-Sager, die jedes noch so fragwürdige Handeln der Verantwortlichen aus falscher Vereinstreue heraus ("nur wer alles gut findet, was die Herren machen, ist auch ein guter Fan") abnicken. Beste weiß-rote Grüße!
Lächerlich
ist der Kommentar, den Sie schreiben. Speziell für Sie nochmal: Heldt hat mit dem Sponsor NIX zu tun.