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Niedermeier und die VfB-Abwehr Die Chance, die keine ist

Heiko Hinrichsen, vom 10.03.2010 16:09 Uhr
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Mit Georg Niedermeier in der Startelf hat der VfB bisher nicht verloren. Foto: dpa
Mit Georg Niedermeier in der Startelf hat der VfB bisher nicht verloren. Foto: dpa
""Die Art des Trainers bringt Erfolg und Spaß.""
Khalid Boulahrouz

Stuttgart - Des einen Leid, des anderen Freud - das ist zuweilen auch im Fußball so, etwa im Fall des VfB-Profis Cacau. Der musste nach der Amtsübernahme des Trainers Christian Gross auf der Bank schmoren, ehe sich sein Sturmkollege Ciprian Marica durch eine Gelbsperre selbst aus der Startelf rotierte. Cacau nutzte seine Chance, machte sieben Tore in einer Woche - und Marica sitzt seither draußen. Am Samstag manövrierte sich nun Matthieu Delpierre mit einem Foulspiel in der Schlussphase der Partie in Bremen (2:2) ins (vorläufige) Abseits. Durch die fünfte Gelbe Karte des Kapitäns rückt somit ein Innenverteidiger wieder in die Anfangsformation, mit dem der VfB bisher gute Erfahrungen gemacht hat: Immer, wenn Georg Niedermeier von Beginn an spielte, haben die Stuttgarter in zehn Partien (fünf Siege, fünf Unentschieden) nicht verloren.

Direkt nach der Winterpause hatte der gebürtige Münchner, der für rund drei Millionen Euro Ablöse bis 2014 fest vom FC Bayern zum VfB gewechselt hat, den Kapitän Delpierre nach dessen Zehenbruch für vier Spiele vertreten. Auch wenn der junge Verteidiger gleich nach seiner Unterschrift für den genesenen Delpierre aus der Startelf fiel, waren sich nicht nur die Kritiker in ihrem Urteil einig: Der Niedermeier-Schorsch, ein eher ruhiger Vertreter, der sich ganz auf den Fußball fokussiert, hatte seine Sache gut gemacht. "Ich habe mich gefreut, dass meine Leistung anerkannt wurde", sagt Georg Niedermeier, "aber ich war auch selbst zufrieden."

Es ist also keine Frage, dass der 24-Jährige und nicht etwa der Niederländer Khalid Boulahrouz am Freitagabend im Bundesligaspiel auf Schalke neben dem deutschen Nationalspieler Serdar Tasci auflaufen wird. "Georg steht bereit - und er hat mein ganzes Vertrauen", sagt Christian Gross über den Münchner, der vom SC Bogenhausen kommend die komplette Jugendschule des FC Bayern durchlief. Weil sich Niedermeier aber auf der rechten Seite der Abwehrzentrale besser aufgehoben fühlt, wechselt die Stammkraft Serdar Tasci, 22, auf den linken Part, der sonst Matthieu Delpierre zufällt.

Tasci und Delpierre als Innenverteidiger gesetzt


Klar ist allerdings auch, dass sich die Ausgangslage des 1,89 Meter großen Niedermeier nicht mit der von Cacau vor dessen Viererpack von Köln vergleichen lässt. Denn egal wie der Verteidiger auf Schalke spielen wird, in der Champions League in Barcelona am nächsten Mittwoch wie auch im anschließenden Bundesliga-Heimspiel gegen Hannover 96 wird wieder der Franzose Delpierre ins Team rücken. So eindeutig wie sich der VfB-Trainer Gross auf sein Stammpersonal festgelegt hat ("vor allem in der Abwehr tausche ich nicht gerne - da muss man besonders eingespielt sein"), genauso klar sind unter dem Schweizer auch die restlichen Hierarchien abgesteckt.

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