Nikon D3400 Ist dies das richtige Einsteiger-Modell in die Welt der digitalen Spiegelreflexkameras?

Von Oliver Rauls 

Ab und an, besonders vor Geburtstagen oder Weihnachten, werde ich gefragt, welche Kamera ich empfehlen kann. Denn Weihnachten oder Geburtstage empfehlen sich ganz hervorragend für solche Fragen. Und ich muss sagen, dieses Mal habe ich eine echt tolle Empfehlung für solche Fragen.

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Die Antwort lautet Nikon D3400. Mit einem Preis von um die 530.-€ liegt sie in einem Preissegment, das noch überschaubar ist und ein ordentliches Reisezoom-Objektiv gleich mitbringt.

Sehr viel Neues bringt die D3400 gegenüber ihrem Vorgänger nicht mit. Wir finden viel Kunststoff aber auch erwähnenswerte Neuerungen. Zumindest Zwei. Zum Einen wurde aus dem Griff ein richtiger Kameragriff und es gibt die „SnapBridge“, eine weitere Übertragungsmöglichkeit, um gerade gemachte Fotos in 2MB Größe sofort auf Handy oder Tablet zu schicken. Leider kann es etwas dauern, bis die Daten dann ankommen.

Ansonsten finden wir Altbewährtes wieder: Einen guten, scharfen Sucher, die Halbautomatiken P, A und S sowie einen manuellen Modus, in dem wir alles selber einstellen können. Apropos selber einstellen. Die D3400 neigt bereits bei kleinen ISO-Werten um 800 zu Bildrauschen. Hier sollte man auf viel Umgebungslicht achten oder frühzeitig in lichtstarke Festbrennweiten investieren. Wir stoßen in der D3400 auch wieder auf den guten APS-C Sensor mit 24 Megapixeln und einer wunderbaren Auflösung von 6000 x 4000 Pixeln.

Wie aber schlägt sich die D3400 in der Anfänger- oder Einsteiger-Praxis? Hervorragend! Eingeschaltet und schnell eingestallt, da intuitiv, kann es schon losgehen. Alle Knöpfe liegen gut zur Hand. Fummelig wird es, da wir nur ein Rändelrad haben. Parallel zum Drehen am Rändelrad muss noch ein Knopf zusätzlich gedrückt werden. Doch daran gewöhnt man sich schnell. Das Filmen ist auch kein Problem. In Full-HD und mit bis zu 60 Bildern in der Sekunde liefert sie überzeugende Ergebnisse. Besonders im Live-View bereitet das Freude. Leider lässt sich das Display nicht schwenken, das wäre noch ein nettes Gimmick gewesen.

Meines Erachtens nach ganz Wichtig und auch Lehrreich ist der Guide-Mode. Dieser veranschaulicht benutzerfreundlich, wie man die Kamera auf ein gewisses Motiv einstellt und warum. Das ist aktives Learning-by-doing und macht die D3400 endgültig zu einer empfehlenswerten Einsteiger-Kamera.