Nikon D500 Die beste Profi-APS-C Kamera der Welt?

Von Oliver Rauls 

Oh hier wird es schwierig werden, aus dem Bauch heraus zu schreiben, ohne zu sehr in technische Abwandlungen zu verfallen. Letztlich versuche ich es trotzdem und handle den Technik-Part in kurzen wenigen Sätzen ab. Denn das ist eine Kamera, die ein Fotograf designed und technologisiert haben muss. Sie ruft nach Benutzung. Los geht's!

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Es war 2009, als die 300 in den Handel kam und Maßstäbe setzte. Sie fand jetzt in der D500, quasi einer D5 Light Edition einen Nachfolger im Profisegment. Verzichtet wurde hier auf Vollformat-Technologie. Warum auch nicht? Der APS-C-Sensor, der hier verbaut ist, ist einer der feinsten Sorte. Doch schauen wir mal, was wir noch für tolle Dinge entdecken an der D500.

Nun, sie bringt ein ordentliches, nicht zu schweres Gewicht auf die Waage, obwohl bewusst auf Metalle im Gehäuse verzichtet wurde. Viel PVC hält statt dessen Einzug ans oder ins Gehäuse. Das macht aber nichts. Die Haptik ist überragend. Und ich glaube, dass Nikon genau darin den Sinn erkannt hat, diese Kamera auf den Markt zu bringen. Entgegen aller Mode und Trends. Und dadurch kann sie durchaus als Geheimtipp gelten, denn sie bringt in vielerlei Hinsicht sehr viele Raffinessen der großen D5 mit. Und das macht sie nur noch interessanter und erschwinglich.

Einfaches Handling - Technik top

Ein großes Moduswahlrad sucht man hier vergebens, hier erkennt man wieder die professionelle Grundausrichtung. Neben dem manuellen Modus und Benutzereinstellungen bleiben noch die Halbautomatiken P, Av und Tv, mit denen man arbeiten kann. Die Bedienung hier ist intuitiv und stellt auch den Amateur vor keine Probleme. Ganz im Gegenteil, das bewusste Einstellen fördert den Sinn gegen ungewolltes Verstellen. Alle Einstellungen lassen sich in Sekundenschnelle auf einem der beiden Displays und im Sucher anzeigen. Im Grunde wählt man immer eine Funktion aus und mit den Rädchen verändert man deren Einstellung.

Seltene Settings lassen sich dann auch schnell speichern und jederzeit wieder aufrufen. Nikon spendiert der D500 auch ein ausklappbares Display, was sich in der Praxis als robust herausstellt. Überkopf oder aus der Hüfte? Kein Problem! Und moderne Netzwerk-Anbindung mittels NFC und WiFi? Kein Problem, das funktioniert auf Knopfdruck und ohne viel Einstellen. So lassen sich die Dateien schnell anzeigen auf Tablets und Smartphones und auch schnell teilen in Facebook, Twitter und Co.

In Sachen Handling fühlen sich sicher nicht nur Nikon-User wohl. Anhand der Tatsache, das der Nachfolger der 300s sehr lange auf sich warten ließ und einige eingefleischte Nikonianer zu anderen Marken abwanderten, lassen sie vielleicht genau jetzt zu Nikon zurückkehren. Getestet wurde die D500 mit dem Nikkor 16-80mm, was eine ganz feine Kombination ist aus Gewicht, Leistung und Preis. Fantastische Landschaftsaufnahmen, gerne in einem Bildverhältnis von 16:9 gelingen mit einer unglaublich guten Brillanz, Tiefe und Dynamik. Portraits auch im Gegenlicht phänomenal, anders kann man das gar nicht betiteln. Wieso also Vollformat? Nun, ich denke, dass dies mittlerweile mehr und mehr eher eine Frage der persönlichen Vorlieben wird.

Technisch gesehen gehört diese APS-C Kamera momentan zum Besten was es auf dem Markt gibt. Dies sticht vor Allem dann heraus, wenn man den Preis des Kamera-Bodys betrachtet.