No Pegida in Stuttgart Die Demo zum Nachlesen

Am Montagabend sind geschätzte 8000 Menschen am Schlossplatz zusammengekommen, um gegen Pegida zu demonstrieren. Wir waren vor Ort und haben die Demo in einem Ticker sowie mit vielen Bildern dokumentiert.

Tausende Besucher sind am Montagabend zur Demo gegen Pegida zusammenbekommen. Weitere Bilder zeigen wir in der folgenden Bilderstrecke. Foto: 7aktuell.de / Gerlach 23 Bilder
Tausende Besucher sind am Montagabend zur Demo gegen Pegida zusammenbekommen. Weitere Bilder zeigen wir in der folgenden Bilderstrecke.Foto: 7aktuell.de / Gerlach

Stuttgart - Am Montagabend findet um 17 Uhr die erste No-Pegida-Demo in Stuttgart statt. Bis zu 7000 Menschen werden dafür auf dem Stuttgarter Schlossplatz erwartet.

Landesweit ist Stuttgart damit Vorreiter in der politischen Auseinandersetzung um den Umgang mit Flüchtlingen und Migranten. Wir waren vor Ort und berichteten von 16.15 Uhr bis zum Ende der Kundgebung um 18:22 Uhr in diesem Liveticker vom Schlossplatz und aus den sozialen Medien.

 

+++ 18:45 Fazit von Peter Grohmann +++

Peter Grohmann im Interview, die Fragen stellt unser Reporter Knut Krohn:

 

+++ 18:22 Kundgebung ist geschlossen +++

Peter Grohmann vom organisierenden Verein Die AnStifter beendet die Kundgebung nach einer guten Stunde.
 

+++ 18:15 Ein Dankeschön von Fritz Kuhn auf Facebook +++

 



+++ 18:13 Uhr: Così fan tutte +++

Ein ungewöhnliches Opernprojekt hat Anfang Oktober Premiere im Theaterhaus gefeiert: Mozarts "Così fan tutte", gesungen von einem syrischen Flüchtlingschor. Jetzt steht der Chor auf der Demo-Bühne am Schlossplatz. Hier geht es zu unserem Bericht zum Projekt.


+++ 18:10 Uhr: Angela Merkel ... +++

... "sollte nicht nur Pegida die Leviten lesen, sondern auch der AfD und der CSU", sagt Andreas Linder vom Flüchtlingsrat Baden-Württemberg.


+++ 18:01 Kritik an Kretschmann +++

Der Asyl-Kompromiss, der durch den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann zustande kam, wird heftig kritisiert.


+++ 17:55 Uhr: offizielle Teilnehmerzahl +++

Die Polizei gibt an, dass 5000 Teilnehmer zur Demo gegen Pegida zusammengekommen sind. Die Veranstalter sprechen von 8000 Teilnehmern.


+++ 17:50: Eric Gauthier spricht +++

Der Tänzer und Sänger erzählt, wie er selbst als Migrant von Kanada nach Deutschland kam. "Wir leben alle zusammen und ich habe mich schnell zu Hause gefühlt." Und weiter, aus den Erfahrungen seiner Dance Company: "Jeder Tänzer bringt sein Gewürz mit, und wir mischen das zusammen und es schmeckt einfach."
 

+++ 17:45 Uhr: Die Rede von Doro Moritz von der GEW +++

"Wir wehren uns dagegen, dass die Menschen, die in Deutschland ein besseres Leben suchen, ausgegrenzt und kriminalisiert werden", sagt die Landesvorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW.


+++ 17:43: Die Demo im Video +++

... gibt es hier.


+++ 17:40 Uhr: Es wird gesungen +++


+++ 17:35 Uhr: Für einen Moment ist auch Stuttgart 21 vergessen +++


+++ 17:30 Uhr: Rege Beteiligung +++

Der Schlossplatz ist mittlerweile komplett mit Demonstranten gefüllt. Auf Twitter wird ihre Zahl schon auf bis zu 10.000 geschätzt.


+++ 17:29 Uhr: Der OB bei der Demo +++


+++ 17:26 Satire-Offensive vom "Postillon" +++

Ob die Pegida-Anhänger wohl auf die "Story" des "Postillon" mit der abgesagten Dresdner Demo heute Abend hereinfallen?


+++ 17:24 Uhr: Twitter-Lob für Kuhns Rede +++


+++ 17:18 Uhr: Fritz Kuhn spricht +++

Der Stuttgarter Oberbürgermeister lobt die Offenheit der Landeshauptstadt. Er beruft sich auf Hölderlin, und: "das ist kein europäischer Patriotismus, das ist diskriminierende Hetze!"

Kuhn weiter: "Es gehört zum Stuttgarter Weg, dass wir zusammen stehen und uns überlegen, wie wir die Flüchtlinge gut unterbringen. Denn die Frage ist nicht, ob wir sie unterbringen sondern wie. Menschen die auf der Flucht sind, brauchen Mitgefühl und keine Hetze und Diskriminierung."

"Machen Sie sich nicht zu Mitläufern und zum Handwerkszeug von rechtsradikalen Neonazis", sagte Kuhn.


+++ 17:14 Uhr: Nächsten Montag Pegida-Demo in Stuttgart? +++


+++ 17:11 Uhr: Weitere Bilder vom Schlossplatz +++


+++ 17:10 Uhr: 180 Gruppen beteiligen sich +++

Der Organisator Fritz Mielert begrüßt die 180 Gruppen, die sich an der Demo beteiligen.


+++ 17:03 Uhr: Guter Spruch +++


+++ 16:57 Uhr: Mehr als 1000 Menschen am Schlossplatz +++


+++ 16:52 Uhr: Hashtag #stupida +++

Feine Hashtag-Ironie: Zur Pegida-Gegendemo in Stuttgart setzt sich #stupida als Hahstag durch.
 

+++ 16:47 Uhr: Live dabei mit @StZ_Live +++

Hier im Ticker sowie in unserem Twitter-Kanal @StZ_Live berichten wir von der #nopegida-Demo am Schlossplatz.


+++ 16:45 Uhr: Der Schlossplatz füllt sich +++


+++ 16:35 Uhr: Peter Conradi zur No-Pegida-Demo in Stuttgart +++

Kurzes Videointerview mit dem ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten, die Fragen stellt unser Reporter Knut Krohn

+++ 16.27 Uhr: No-Pegida-Demos in ganz Deutschland +++

Nicht nur in Stuttgart, auch in mehreren anderen deutschen Städten wird heute gegen Pegida demonstriert. Eine Übersicht.


+++16.22 Uhr FDP-Landeschef positioniert sich gegen Pegida +++

„Das sind keine Europäer, das sind Nationalisten“, hat der FDP-Landeschef Michael Theurer über die Pegida-Anhänger am Montag beim Dreikönigstreffen der FDP gesagt.


+++ 16.17 Uhr: Zahlreiche Unterstützer +++

Die Demo wird von Die Anstifter e.V. veranstaltet. Hier gibt es eine Liste von Unterstützern sowie Details zum Programm.

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Peter Goergler: Herrn Eduard Kunzes Kommentar klingt verdächtig so, als sei er neidisch daß es noch keine "Pegida" in Stuttgart gibt (die wie in Dresden den Begriff Patriotismus böse-niveaulos missbraucht) - dagegen über 8000 fröhliche Stuttgarterinnen und Stuttgarter, die sich gegen solches "Low-Niveau" verwahren. Danke, Stuttgarter Mitbürger - Es war gut so!

Der wirkliche Grund ....: ....das die amtierende Politi-Elite sich mit zur Hilfenahme der willigen Medien gegen eine von Bürgern inizierte Bewegung mit allen zur verfügung stehenden Mitteln stark macht ist die Angst davor die politische Macht zu verlieren. Diese Macht wurde den Politik-Protagonisten nur vom Souverän ,, geliehen ,,. Das sollten diese ,, Elite-Demokraten ,, nicht vergessen. Diese förderalistische Bundesrepublik kennt laut Grundgesetz nur eine staatstragende Macht : Den Souverän, die einzig legitime Macht in einer freiheitlichen , demokratischen Werte-Gesellschaft. Nicht die von den Parteien vorgeschlagenen und durch den Wähler, den Souverän, an die Macht gesetzten Protagonisten sollten allein bestimmend sein, sondern der einzige legitime Machtinhaber , der Soverän. Diese Möglichkeit wurde uns bewußt in der Grundgesetz gebenden Versammlung bei Gründung der Bundesrepublik Deutschland verwehrt. Diese Demokratie ist dringend Reform bedürftig. Das Ziel muss heißen : Direkt-Demokratie auf der Basis der vorrangigen Machtstellung durch den Souverän, umgesetzt durch die Entscheidung bindende Möglichkeit durch Volksabstimmungen über politische Entscheidungen. Das dies funktioniert zeigt das bewährte politische System in der eidgenössischen Schweiz. Das fürchten die politischen Parteien und deren Protagonisten und Klientel-Zirkel hier zu Lande wie der ,,Teufel das Weihwasser ,,. Die Vormachtstellung der Parteien geprägten Politik und der daraus resultierenden Entscheidungen werden mit allen Mitteln der Politik zur Zeit verteitigt. Das ist der wirkliche Beweggrund der hinter diesen ganzen polemischen und stigmatisierenden Gegen-Aktionen steht : Die Machterhaltung zu Gunsten der elitären Kreise aus Politik , Wirtschaft und Kapital. Das Statement gegen Fremdenfeindlichkeit und für Weltoffenheit ist nur vorgeschobenes Mittel für den einzigen Zweck : Die Machterhaltung und damit Kontrolle über uns , den Souverän. MfG Hannes Schinder, einem verfechter der Direkt-Demokratie und einem Gegner aller Engstirnigkeit und stupider , willenloser Mitläuferschaft , egal welchem politischen Lager zugeordnet.

Mitläufer: Die Meinungsdiktatur in Deutschland hat wieder einmal einen Höhepunkt erreicht. Jetzt mit dem Umgang mit PEGIDA. Und viele aus der Bevölkerung machen das mit. Die vielen Mitläufer, wie immer. Die Mehrheit hat keinen Mut, seine Meinung zu sagen. Jetzt wird gegen etwas demonstriert, was es gar nicht gibt. Es gab ja weder eine Pegida-Bewegung in Stuttgart, noch ist eine geplant. Jetzt wird zur Demo aufgerufen, natürlich gegen Rechts, natürlich gegen Nazis, gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, usw., die ganze wohlbekannte Palette von Begriffen und Feinblidern, welche im Laufe der letzten Jahrzehnte zur Hirnwäsche benutzt wurden. Von wem? Von der etablierten Politik und deren Vertretern, die Medien. Durchgeführt von der allgegenwärtigen und heute in allen Funktionen tätigen Generation der „naiven“ 68-80-ern, die allesamt denken, mit ihrem Neoliberalismus und Linkspopulismus die wahren Demokraten zu sein und die Menschlichkeit, Nächstenliebe, Soziales und ... überhaupt alles erfunden und gepachtet zu haben. Und die meisten Deutschen laufen wieder mit, weil die Medien die einzige Wissensquelle darstellen und diese sind unisono. In Deutschland ist es ja völlig egal, welche Zeitung man kauft oder welchen Sender sich man anhört. Wieso fragt sich keiner von den Demonstranten am Schloßplatz, warum es Pegida gibt und wogegen Pegida eigentlich protestiert? Wieso weiß keiner, dass Pegida nicht, auch nur im Entferntesten, fremdenfeindlich oder gar rassistisch ist, sondern aus der Mitte der Gesellschaft einzig und allein darauf hinweist, dass es sehr wohl eine Grenze gibt, was ein Land an Zuwanderern verkraftet und dass das nicht mit dem Reichtum eines Landes zu tun hat, sondern mit dem Gleichgewicht im sozial-nationalen Gefüge. Dass jetzt schon das über Jahrhunderte gewachsene Wertegefüge zu kippen droht. Auch das wird von den Veranstaltern der Anti-Demo bewußt verschwiegen, dass Pegida nicht gegen Zuwanderung oder Asyl steht, sondern für eine Differenzierung zwischen echten Flüchtlingen bzw. Bedürftigen und solchen, die tatsächlich nur das soziale Netz dieses Landes anzapfen wollen. Und letztendlich, dass die Politik endlich aufwacht. Diejenigen, die bei solchen Demos mitlaufen, haben keine Ahnung, wie sehr sie manipuliert werden und wie schnell es kommen wird, dass sie eines besseren belehrt werden.

....dem kann ich.....: ....nur ergänzend zustimmen. Hier findet eine ,, Radikalisierung ,, durch die aktuell verantwortliche Politik statt. Populismus ist ein gängiges Mittel das von allen , ob es die amtierende Politik oder sonstige politische Gruppierungen sind, für manipulative Meinungsvorlagen benutzt wird. Die ,, Benutzten ,, sind die manipulierten Meinungsmultiblikatoren dieser Vordenker. Das wirklich gefährliche an diesen vorgegebenen Meinungsbildern ist , das sie unkritisch übernommen werden weil sie von etablierten politischen Kreisen kommen. Im Prinzip unterscheiden sich die die für die eine Richtung und um die Gunst vieler werben nicht von denen die dagegen plädieren und um die Gunst vieler werben. Die Umworbenen sind gut beraten sich nicht naiv und leichtfertig auf die eine oder andere Seite ohne kritische Hinterfragung zu schlagen. Bei dem was zu Zeit um das Thema ,, Pegida ,, oder ,, Anti-Pegida ,, abläuft sollte jedem noch zu kritischen Denken Befähigten die ,, Alarm-Glocken ,, läuten. Hier wird gezielt versucht aus dem vermeintlich einzig legitimen politischen Lager, der aktuellen Parteien-Politik Teile des Souverän als Mittel zum vertuschen von Jahrzehnte langer falscher Politik ,gegen einander aus zu Spielen. Dem eigentlichen Übel , die amtierende , verantwortliche Politik und deren Protagonisten sollte der Protest gelten , von der ,, Pegida- und der Anti-Pegida-Seite. Leider sind beide Lager nicht willens oder nicht fähig dies zu erkennen. Der Protest der zur Zeit auf den Straßen und Plätzen in vielen Städten dieser Republik statt findet sollte eigentlich nur einen gemeinsamen Adressaten haben : Die Politik-Protagonisten die verantwortlich sind und diese Verantwortung dazu Missbrauchen um Ihre falsche Politik auf dem Rücken des Souveräns durch gesteuerte Manipulationen unter zur Hilfenahme der auf Linie getrimmten Medien zu kaschieren. Ein bösartiges, widerwärtiges Spiel das die amtierende und allgemeine Politik-Elite hier spielt und für eine auf rechtstaalichkeit ausgelegte Demokratie absolut untragbar. Wer solche Manipulationen als vom Souverän gewählten politischen Vertreter als rechtmäßiges demokratisches Mittel sieht und einsetzt um politische Fehler zu vertuschen , stellt eine freiheitliche , demokratische Grundordnung damit in Frage. Es stellt sich die Frage wer das für diese Demokratie bedrohlichere Potenzial aufweist.

@ello straus: Ein durchsichtiger und äußerst armseliger Versuch, Minderheiten gegeneinander auszuspielen. Denn natürlich haben „unsere moslemischen Mitbürger“ nicht „Juden ins Gas“ gerufen. Das wäre in etwa so, als würden Sie das Häuflein Fundamentalisten, das in Stuttgart gegen den Bildungsplan auf die Straße ging, mit dem Christentum gleichsetzen. Antisemitismus ist auch in der nicht-islamischen deutschen Mehrheitsgesellschaft ein weit verbreitetes Phänomen, das es ebenso zu bekämpfen gilt wie die rassistischen Ressentiments, derer sich die Pegida-Islamophobie bedient.

@KNapf: Nun kenne ich die Rufer nicht mit Namen, aber es waren Moslems, da beißt die Maus keinen Faden ab. Und von den moslemischen Verbänden waren dazu nur halbherzige Distanzierungen zu hören. Und im wesentlichen ging es mir auch darum, die "Anständigen" zu fragen, wo sie denn im Sommer waren? Hatten halt besseres zu tun. Jetzt kostet der Protest gegen Pegida nichts, aber man fühlt sich gut dabei. Das werfe ich den Herren Kuhn usw. vor.

Recht auf Gegendemo zu Pegida: auf Grund meines sozialen Engagement, ich bin in fünf Ehrenämtern tätig (ohne Bezahlung) erhebe ich den Anspruch, mit meiner Meinung ernst genommen zu werden. Da ich für alte, kranke, oder Behinderte Menschen, so wie für Kinder und in der Kulturpflege tätig bin(z.T. seit 10 Jahren) hat die Stadt viel Geld im sozialen Bereich durch mich gespart. Dieses Geld möchte ich für Menschen in Not verwendet sehen. Würden all Jene welche nur jammern und nationalle Töne schwingen, nur einen Bruchteil meiner Leistungen erbringen, anstatt andere zu verunglimpfen, hätte unsere Stadt einige Sorgen weniger. Ich werde wieder gegen Pegida auf die Staße gehen, da ich nicht das Feld den ewig Gestrigen überlassen will. Lasst euch nicht von diesen Maulhelden einschüchtern, sie haben noch nichts für unsere Gesellschaft geleistet!!!

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