Nutzung von S21-Flächen Schmiedel geht mit Stuttgarts OB Kuhn hart ins Gericht

Von red/dpa 

Durch den Stuttgart-21-Tiefbahnhof können in der City über 100 Hektar bisherige Gleisanlagen für die Stadtentwicklung genutzt werden. Doch SPD-Fraktionschef Schmiedel wirft OB Kuhn Untätigkeit in dieser Angelegenheit vor.

In der Stuttgarter City können durch S21 über 100 Hektar bisherige Gleisanlagen für die Stadtentwicklung genutzt werden Foto: Ingenhoven Architekts
In der Stuttgarter City können durch S21 über 100 Hektar bisherige Gleisanlagen für die Stadtentwicklung genutzt werdenFoto: Ingenhoven Architekts

Stuttgart - SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel hat dem Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) Untätigkeit bei der baulichen Gestaltung von Flächen vorgeworfen, die durch den Stuttgart-21-Tiefbahnhof frei werden. „Ich wäre dankbar, wenn ich irgendeine Spur von Initiative sehen könnte, das Thema zu diskutieren“, sagte Schmiedel am Freitag in Stuttgart auch mit Blick auf den Engpass an bezahlbaren Wohnungen in Ballungszentren. Kuhn wies den Vorwurf zurück.

Das Potenzial des zentralen Geländes im vollständigen Besitz der Landeshauptstadt sei bundesweit einzigartig, betonte Schmiedel. „Bei Bürgerbeteiligung und Diskussion verschiedener Modelle muss man jetzt die Zeit nutzen.“ Dass dies nicht geschehe, sei völlig unverständlich. Er hoffe, dass das Thema zumindest nach der Landtagswahl an Fahrt aufnimmt. Kuhn betonte, das Jahr 2016 stehe in Stuttgart im Zeichen der Bürgerbeteiligung zur Entwicklung des neuen Rosenstein-Quartiers. „Beim Thema Bürgerbeteiligung und Stadtentwicklung braucht die Stadt Stuttgart keine Ratschläge von Herrn Schmiedel“, schrieb der Grüne dem Sozialdemokraten ins Stammbuch. Er fügte hinzu: „Herr Schmiedel macht Wahlkampf auf Kosten der Wahrheit.“

Durch das Bahnprojekt können in der City über 100 Hektar bisherige Gleisanlagen für die Stadtentwicklung genutzt werden.

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155 Kommentare Kommentar schreiben

Grusel 21: Die optische Darstellung mit den grauslichen Gluppschaugen läßt schlimmes befürchten. Wer möchte so ein Ungetüm in seiner Stadt haben? Das sieht aus wie die Startbasis von Raumschiff Orion aus dem Jahre 1965 und nicht wie ein architektonisch in die Zukunft weisendes Projekt. Da kann man nur hoffen, dass bald die Froggs daher kommen und ihre Laser einsetzen...

Tja Herr Strobel+++: und der Stuttgarter Hauptbahnhof stammt von 1922 wenn man vom Eröffnungsdatum ausgeht , das ist schon mal gar nicht zukunftsweisend , sodner steinalt !

Steeinalt: Die Pyramiden sind älter und immer noch attraktiv. Nicht alles was modern ist ist auch wirklich gut; Herr Kruse

Geschmackssache: das ist - wie so oft, wenn es um Architektur geht - Geschmackssache. Aber das bezaubernde Bahnhofsvorfeld mit seinen hunderten Weichen und barocken Gleisanlagen sowie das entzückende Tunnelgebirge, das bei K21 zu noch imposanterer Höhe angeschwollen wäre, ist natürlich viel schöner, nicht wahr?

Nettes Bildchen da oben: mal wieder aus der Abteilung "Wie zeichne ich ein Zwangs- und Betrugsprojekt so reinweiß wie möglich?". Ich hätte da auch noch ein Bild von unserem neuen Stuttgart: http://www.kontextwochenzeitung.de/typo3temp/_processed_/csm_3_Europaviertel_7209b8e6c0.jpg

Untätiger Kuhn: .... OB Kuhn gerade jetzt Untätigkeit vorzuwerfen ist sicherlich Wahlkampf. Untätig bis unsichtbar ist er ja gefühlt schon seid er OB ist, was soll sich also bis zum Ende seiner Amtszeit noch ändern ? Und warum gerade jetzt? Ist OB Wahl? Ok, es gibt jetzt 40er Schilder an der Weinsteige und im Osten usw.. Vielleicht kann er ja den ähnlich präsenten Wahler vorzeigit als VfB Präsident ablösen. OK, auch da keine Intiative, ist ja Bayern Fan. Wie passend in dieser Stadt. Erfolgsfan wird man ja automatisch ohne zutun, ganz der Kuhni.

Vom Saulus zum Paulus: Gestern traute ich meinen Augen kaum. Da kommentiert Herr Nauke - bisher ein Gegner von S21 - das Engagement der Stadt wie folgt: "Zudem bewies der Gemeinderat angesichts der aktuellen Herausforderungen mit dem Einsatz von einer Milliarde Euro und dem Beschluss, den Bahnhof tiefer zu legen, zumindest wohnungspolitisch Weitsicht. Mittelfristig gibt es in der City Platz für bis zu 20 000 Menschen - auch für Asylberechtigte. Die Entscheidung für S 21 und fürs Wohnen hinter dem Bahnhof ist aber auch ein Bekenntnis zum Schutz von Frischluftschneisen und Kaltluftentstehungsgebieten. Schließlich werden bald noch viel mehr Menschen in der City frische Höhenluft zum Atmen brauchen." Aber hallo.

Herr Peter, damit auch Sie es verstehen: (1.) "...ZUMINDEST wohnungspolitisch WEITSICHT" = in allen anderen Fragen (z.B. Verkehr, Lebensqualität, Finanzen,...) versagt der Gemeinderat. Wohnungspolitisch wird ihm lediglich Weitsicht zugesprochen, d.h. es sollen ja in ca. 20 Jahren (frühestens) Wohnungen zur Verfügung stehen, nachdem die Fertigstellung von S21 noch ca. 10 Jahre dauern wird (wenn sie denn je kommt), und der Abbau des Gleisfeldes, die Sanierung des Bodens und der anschließende Wohnungsbau weitere 10 Jahre beanspruchen wird. Daneben blockiert die S21-Baulogistik wertvolle Flächen für mehrere Jahre. Mit der Kopfbahnhof-Modernisierung könnten aber schon JETZT Wohnungen entstanden sein, und die Stadt braucht JETZT neuen Wohnraum. ______ (2.) Das "Bekenntnis zum Schutz von Frischluftschneisen und Kaltluftentstehungsgebieten " darf als Mahnung und nicht als Zuspruch des Autors verstanden werden, da diese ja dort wegen S21 BESEITIGT werden. ______ (3.) Was der Autor in diesem Zusammenhang nicht (aber dafür woanders) geschrieben hat: Das Gleisfeld wird zumindest zur Hälfte sowieso stehen bleiben, da der S21-Haltepunkt alleine den Bahnverkehr nicht bewältigen kann, und da die Privatbahnen bereits Klage gegen die Entwidmung des Gleisfeldes ohne Ausschreibung für andere Bahnanbieter eingereicht haben. Lediglich der Verhandlungstermin steht noch nicht fest, wird aber sicher schon bald festgelegt. Freuen Sie sich.

Lediglich der Verhandlungstermin steht noch nicht fest, wird aber sicher schon bald festgelegt. Freuen Sie sich.++: Darauf freue ich mich auch schon Herr Renz und vor allem auf ihr Kommentare wenn das ganze mal wieder wie eine Seifenblase zerplatzt !++ Da man nichts mehr von der SNAG und der Klage hört, sie aber von "..schon bald festgelegt .." schreiben, frage ich, ob Sie schon mehr wissen ?

100 Hektar: Vielleicht sind es sogar noch ein paar Quadratmeter mehr , man muss nur den Bahnhofsvorplatz dazu nehmen.

Selbsttäuschung: Lustig, wie sich die Befürworter immer wieder selbst in die Tasche lügen. Nur um ihr Gesicht wahren zu wollen, oder keine Fehler bzw. Täuschungen zugeben zu müssen. Kein Wunder, nimmt keiner die S21-Befürworter mehr Ernst.

Herr Renz ++: Sie wiederholen sich inhaltlich bei fast jedem Artikel! ++Vor allem passt ihre Antwort überhaupt nicht zu dem Beitrag des Herr Moses + Aber wenn man halt keine Argumente hat schriebt man halt sonst einen Unsinn ! ++ Ups, ich habe jetzt einen "Kritiker" kritisiert !

Herr Anselm-Kruse: Einfach meinen Beitrag unten lesen.

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