O-Ton Berlinale
Zurück zu Mama und Papa
Katja Bauer,
16.02.2011 07:23 Uhr
Die Berlinale bietet die Chance, als Filmemacher berühmt und erfolgreich zu werden. Foto: dpa
Stuttgart - Für Prashant Bhargava ist die Berlinale das Ende einer sehr langen Reise. Und natürlich hofft er, dass das Festival auch zum Anfang für ihn wird: dies hier ist die Chance, als Filmemacher berühmt und erfolgreich zu werden. Der Dienstag war ein wichtiger Tag für den indischen Regisseur. Am Nachmittag lief sein erster Spielfilm vor den Einkäufern der Filmverleihfirmen. "Patang" (Der Drache) läuft in der Sektion Forum, er ist 105 Minuten lang und erzählt auf leise und poetische Weise eine Familiengeschichte während des berühmtesten indischen Drachenfests in Ahmedabad.
So, und wenn Sie nach diesem Satz noch nicht aufgehört haben zu lesen, dann glimmt in Ihnen vielleicht auch ein Funken der Kinoliebe, die Leute wie Prashant Bhargava völlig erfüllt. Solche Menschen trifft man viele bei der Berlinale: Täter aus Leidenschaft, die alles geben für ihre Kunst, die ihr Leben sehr bescheiden leben, die wissen, dass sie niemals sein werden wie die Coen-Brüder und es vielleicht auch gar nicht wollen. Hauptsache, sie können ihre Geschichten erzählen. Natürlich weiß Bhargava, dass Filme wie seiner was für ein sehr spezielles Publikum sind. Um genau zu sein: er ist hergekommen, ohne zu wissen, ob und wo sein Film jemals ganz normal im Kino laufen wird. "Aber", sagt er, "ich habe Hoffnung." Bhargava sagt, dass er einen Kurzfilm beim Sundance-Festival hatte, der bei Arte lief.
Seine Stimme klingt bescheiden und ruhig, während er in einem kleinen Café vor dem Kino erzählt, wie es war, "Patang" zu machen. Fünf Jahre seines Lebens stecken in dieser Arbeit. Fünf Jahre, die ihn, wie er sagt, als Mensch haben wachsen lassen. Bhargava ist 38 Jahre alt, er ist in Chicago aufgewachsen, lebt in Brooklyn und hat als Werbefilmer kein schlechtes Geld verdient. Aber da war eben diese Idee. "Als Junge war ich ein Hip-Hopper", erzählt Bhargava. "Ich glaube, damals ging es darum, zu einer Gruppe zu gehören. So ähnlich war das jetzt mit Ahmedabad. Ich wollte Teil davon werden."
Also ließ der Regisseur die Werbung sausen und reiste nach Ahmedabad. Er lernte Leute kennen, ließ sich deren Geschichten erzählen, sammelte die Bilder des drachenbunten Himmels in sich. "Drei Jahre habe ich recherchiert, dann haben wir vierzig Tage gedreht", sagt er. Wie macht man das alles finanziell? Filmförderung gab es nicht. "Familie und Freunde haben mir Geld geliehen." Zwei Jahre brauchte er, um seinen Film so zu bearbeiten, dass "Patang" daraus wurde. Weil er sich Brooklyn nicht mehr leisten konnte, zog er zurück zu den Eltern nach Chicago. "Gutes Essen, schön bei ihnen zu sein", sagt er.
Sie werden gespannt warten, was er von Berlin erzählen wird. Prashant Bhargava hat sich in dieses Festival schon ein bisschen verliebt, auch ohne zu wissen, wie es für seinen Film ausgehen wird. Er liebt dieses Publikum, das Augen und Ohren hat für Geschichten jenseits des Mainstreams. Er überlege sich immer wieder, wie es danach weitergehen solle, sagt Bhargava. Irgendwann, meint er, müsse er sich ja mal entscheiden, ob er in der Zukunft eher wieder konventioneller arbeiten will. "Aber seit ich hier bin, werde ich ermutigt, den verrückten Weg einzuschlagen."
So, und wenn Sie nach diesem Satz noch nicht aufgehört haben zu lesen, dann glimmt in Ihnen vielleicht auch ein Funken der Kinoliebe, die Leute wie Prashant Bhargava völlig erfüllt. Solche Menschen trifft man viele bei der Berlinale: Täter aus Leidenschaft, die alles geben für ihre Kunst, die ihr Leben sehr bescheiden leben, die wissen, dass sie niemals sein werden wie die Coen-Brüder und es vielleicht auch gar nicht wollen. Hauptsache, sie können ihre Geschichten erzählen. Natürlich weiß Bhargava, dass Filme wie seiner was für ein sehr spezielles Publikum sind. Um genau zu sein: er ist hergekommen, ohne zu wissen, ob und wo sein Film jemals ganz normal im Kino laufen wird. "Aber", sagt er, "ich habe Hoffnung." Bhargava sagt, dass er einen Kurzfilm beim Sundance-Festival hatte, der bei Arte lief.
Drei Jahre hat er recherchiert
Seine Stimme klingt bescheiden und ruhig, während er in einem kleinen Café vor dem Kino erzählt, wie es war, "Patang" zu machen. Fünf Jahre seines Lebens stecken in dieser Arbeit. Fünf Jahre, die ihn, wie er sagt, als Mensch haben wachsen lassen. Bhargava ist 38 Jahre alt, er ist in Chicago aufgewachsen, lebt in Brooklyn und hat als Werbefilmer kein schlechtes Geld verdient. Aber da war eben diese Idee. "Als Junge war ich ein Hip-Hopper", erzählt Bhargava. "Ich glaube, damals ging es darum, zu einer Gruppe zu gehören. So ähnlich war das jetzt mit Ahmedabad. Ich wollte Teil davon werden."
Also ließ der Regisseur die Werbung sausen und reiste nach Ahmedabad. Er lernte Leute kennen, ließ sich deren Geschichten erzählen, sammelte die Bilder des drachenbunten Himmels in sich. "Drei Jahre habe ich recherchiert, dann haben wir vierzig Tage gedreht", sagt er. Wie macht man das alles finanziell? Filmförderung gab es nicht. "Familie und Freunde haben mir Geld geliehen." Zwei Jahre brauchte er, um seinen Film so zu bearbeiten, dass "Patang" daraus wurde. Weil er sich Brooklyn nicht mehr leisten konnte, zog er zurück zu den Eltern nach Chicago. "Gutes Essen, schön bei ihnen zu sein", sagt er.
Sie werden gespannt warten, was er von Berlin erzählen wird. Prashant Bhargava hat sich in dieses Festival schon ein bisschen verliebt, auch ohne zu wissen, wie es für seinen Film ausgehen wird. Er liebt dieses Publikum, das Augen und Ohren hat für Geschichten jenseits des Mainstreams. Er überlege sich immer wieder, wie es danach weitergehen solle, sagt Bhargava. Irgendwann, meint er, müsse er sich ja mal entscheiden, ob er in der Zukunft eher wieder konventioneller arbeiten will. "Aber seit ich hier bin, werde ich ermutigt, den verrückten Weg einzuschlagen."
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