OB-Wahl in Winnenden
Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet
Frank Rodenhausen,
29.01.2010 07:18 Uhr
|
|
Bild 1 von 3 |
|
Sie wollen am Sonntag OB in Winnenden werden: Hartmut Holzwarth... Foto: Stoppel
Winnenden - Es dürfte spannend werden am Sonntag bei der Oberbürgermeisterwahl in Winnenden (Rems-Murr-Kreis). Drei Kandidaten bewerben sich um die Nachfolge von Bernhard Fritz (59), der nach zwei Amtsperioden den Rathauschefsessel der 27500-Einwohner-Stadt räumt: der 41-jährige Diplomwirtschaftsingenieur Tilo Kruger aus Winnenden, der 40-jährige Diplomverwaltungswirt und Bürgermeister von Creglingen, Hartmut Holzwarth, sowie der Erste Bürgermeister von Winnenden, Norbert Sailer (44).
Alle drei haben sich bisher einen fairen und eher ruhigen Wahlkampf geliefert, in dem der Bau einer heiß ersehnten Sporthalle sowie die innerörtliche Stadtentwicklung nach der Fertigstellung der B-14-Ortsumfahrung die Hauptthemen waren. Beobachter rechnen mit einem Zweikampf zwischen den zwei Bürgermeistern. Kruger, der Teamleiter bei Daimler ist, werden lediglich Außenseiterchancen eingeräumt.
Holzwarth wird von der CDU unterstützt. Er wirft vor allem seine zwölfjährige Bürgermeister-Erfahrung in die Waagschale. Der Vater zweier Töchter ist im Rems-Murr-Kreis aufgewachsen, ist in Backnang zur Schule gegangen und hat sogar einen Teil seiner Verwaltungsausbildung bei der Stadt Winnenden absolviert. Als Oberbürgermeister wolle er die Bürger künftig an den städtischen Planungen dichter beteiligen.
Sailer steht für den bisherigen Kurs der Verwaltung. Das könnte ein Heimvorteil sein. Schließlich hat sich in den vergangenen acht Jahren, in denen der 44-jährige dreifache Vater Mitverantwortung im Rathaus getragen hat, Positives entwickelt- etwa die Weichenstellung für den Krankenhausneubau oder die jüngst fertiggestellte Ortsumgehung. Andererseits: für alles, was nicht gut läuft, wird oft der Platzhirsch persönlich verantwortlich gemacht. Auch für die Entscheidung, wegen finanzieller Probleme den Bau einer dritten Sporthalle zu verschieben - obwohl er als Dezernent im Gemeinderat gar kein Stimmrecht hat. Nicht wenige heimische Kandidaten sind an diesem Handicap gescheitert. Etwa Sailers Vorgänger Paul Hug, der vor 16 Jahren gegen Bernhard Fritz angetreten war.
Kruger, der seit 20 Jahren bei Daimler arbeitet, versprüht den Charme des Pragmatikers. Er ist nicht wie Sailer und Holzwarth Verwaltungswirt, der Wirtschaftsingenieur gibt sich gerne als Finanzexperte mit ungetrübtem Blick von außen. Der 41-jährige Vater zweier Töchter hat zusammen mit Nachbarn gegen die Krankenhauspläne geklagt. Jetzt sagt er: "Ich will die Anwohner mit dem Krankenhaus versöhnen". Im Wahlkampf ist er mit ungewöhnlichen Vorschlägen aufgefallen: etwa mit einer grünen Welle auf der verkehrsberuhigten alten B14 oder dem Vorschlag, beim Bau der Sporthalle nicht aufs Design zu schauen und so viel Geld einzusparen.
Wie viele Wählerstimmen Kruger letztlich bekommen wird, ist schwer abzuschätzen. Experten aber gehen davon aus, dass seine Kandidatur auf jeden Fall dazu führen wird, dass im ersten Wahlgang keiner der Kandidaten zum OB gekürt wird.
Alle drei haben sich bisher einen fairen und eher ruhigen Wahlkampf geliefert, in dem der Bau einer heiß ersehnten Sporthalle sowie die innerörtliche Stadtentwicklung nach der Fertigstellung der B-14-Ortsumfahrung die Hauptthemen waren. Beobachter rechnen mit einem Zweikampf zwischen den zwei Bürgermeistern. Kruger, der Teamleiter bei Daimler ist, werden lediglich Außenseiterchancen eingeräumt.
Holzwarth wird von der CDU unterstützt. Er wirft vor allem seine zwölfjährige Bürgermeister-Erfahrung in die Waagschale. Der Vater zweier Töchter ist im Rems-Murr-Kreis aufgewachsen, ist in Backnang zur Schule gegangen und hat sogar einen Teil seiner Verwaltungsausbildung bei der Stadt Winnenden absolviert. Als Oberbürgermeister wolle er die Bürger künftig an den städtischen Planungen dichter beteiligen.
Heimvorteil für Sailer
Sailer steht für den bisherigen Kurs der Verwaltung. Das könnte ein Heimvorteil sein. Schließlich hat sich in den vergangenen acht Jahren, in denen der 44-jährige dreifache Vater Mitverantwortung im Rathaus getragen hat, Positives entwickelt- etwa die Weichenstellung für den Krankenhausneubau oder die jüngst fertiggestellte Ortsumgehung. Andererseits: für alles, was nicht gut läuft, wird oft der Platzhirsch persönlich verantwortlich gemacht. Auch für die Entscheidung, wegen finanzieller Probleme den Bau einer dritten Sporthalle zu verschieben - obwohl er als Dezernent im Gemeinderat gar kein Stimmrecht hat. Nicht wenige heimische Kandidaten sind an diesem Handicap gescheitert. Etwa Sailers Vorgänger Paul Hug, der vor 16 Jahren gegen Bernhard Fritz angetreten war.
Kruger, der seit 20 Jahren bei Daimler arbeitet, versprüht den Charme des Pragmatikers. Er ist nicht wie Sailer und Holzwarth Verwaltungswirt, der Wirtschaftsingenieur gibt sich gerne als Finanzexperte mit ungetrübtem Blick von außen. Der 41-jährige Vater zweier Töchter hat zusammen mit Nachbarn gegen die Krankenhauspläne geklagt. Jetzt sagt er: "Ich will die Anwohner mit dem Krankenhaus versöhnen". Im Wahlkampf ist er mit ungewöhnlichen Vorschlägen aufgefallen: etwa mit einer grünen Welle auf der verkehrsberuhigten alten B14 oder dem Vorschlag, beim Bau der Sporthalle nicht aufs Design zu schauen und so viel Geld einzusparen.
Wie viele Wählerstimmen Kruger letztlich bekommen wird, ist schwer abzuschätzen. Experten aber gehen davon aus, dass seine Kandidatur auf jeden Fall dazu führen wird, dass im ersten Wahlgang keiner der Kandidaten zum OB gekürt wird.
Weitere Artikel


23 Mal Stuttgart – wir stellen Ihnen alle 23 Stadtbezirke vor >>


