OB-Wahlkampf in Stuttgart Keiner geht nach Giebel

Von und Christine Deder 

Die StZ hat die Wahlkampfauftritte der vier aussichtsreichsten OB-Kandidaten ausgewertet und auf einer interaktiven Karte visualisiert. Der Stuttgarter Norden erhält besonders wenig Kandidatenbesuch. Doch das ist nicht das einzige Ergebnis.

Bettina Wilhelm, Fritz Kuhn (Grüne), Hannes Rockenbauch und Sebastian Turner (im Uhrzeigersinn) kämpfen um die Gunst des Wählers – Kurzporträts aller 14 Kandidaten sehen Sie in der Fotostrecke. Foto: StZ 15 Bilder
Bettina Wilhelm, Fritz Kuhn (Grüne), Hannes Rockenbauch und Sebastian Turner (im Uhrzeigersinn) kämpfen um die Gunst des Wählers – Kurzporträts aller 14 Kandidaten sehen Sie in der Fotostrecke.Foto: StZ

Stuttgart - Wer den besseren OB-Wahlkampf hinlegt, wer die richtige Strategie und die besten Plakate hat, darüber lässt sich trefflich streiten. Welcher Kandidat in welchem Teil der Stadt Wahlkampf gemacht hat, ist zunächst ein Fakt. Und dieser ermöglicht neue Blicke auf den zu Ende gehenden Stuttgarter OB-Wahlkampf.

Die Stuttgarter Zeitung hat seit dem 7. Juli – also drei Monate vor dem ersten Wahlgang – die Wahlkampftermine der vier aussichtsreichsten Kandidaten in eine Datenbank aufgenommen. Notiert wurden alle Termine, die auf den vier offiziellen Kandidatenhomepages veröffentlicht wurden und die für jedermann zugänglich waren. Die StZ hat den Termin, den Ort und den Anlass der jeweiligen Wahlkampfveranstaltung notiert. Zur Erklärung: waren mehrere Kandidaten in derselben Woche am selben Ort, wird aus technischen Gründen nur ein Auftritt angezeigt. Also entweder der eine oder der andere Kandidat.

Eine interaktive Karte mit mehr als 300 Einträgen

Das Ergebnis ist eine Datenbank mit mehr als 300 Einträgen, die sich auf einer interaktiven Karte darstellen und nach Kandidat sowie Kalenderwoche filtern lassen. Somit kann jeder Nutzer seine eigene Auswertung des Wahlkampfs erstellen und sich sein eigenes Bild machen.

 

Die Darstellung aller geleisteten Wahlkampftermine zeigt, dass sich der Wahlkampf auf die Zentren der Stadt konzentriert: auf die Innenstadt und Bad Cannstatt. Die Neckarvororte, Vaihingen, Stammheim und die südlichen Stadtbezirke haben sichtbar weniger Wahlkampfauftritte gesehen.

Hier kommt kein einziger Kandidat hin

Einige Stadtteile wurden offenbar von keinem der vier aussichtsreichsten Kandidaten besucht: Giebel, Büsnau, Hoffeld, Freiberg. Besonders der Stuttgarter Norden – neben Freiberg auch Zuffenhausen, Zazenhausen, Rot – hat wenig Kandidatenbesuch bekommen.

Auch von Kandidat zu Kandidat gibt es große Unterschiede – und das nicht nur bei der Anzahl der Wahlkampftermine, die bei den besonders umtriebigen Kandidaten Kuhn und Turner zusammen mit den Podiumsdiskussionen die Marke „dreistellig“ locker nimmt.

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35 KommentareKommentar schreiben

Tiefpunkt: Die StZ-'Berichterstattung' zur OB-Wahl ist eh schon eine Farce und dient dem CDU-VorTurner als kostenlose (dafür aber auch schlecht gemachte) PR. Dass diese 'Zeitung' aber nicht einmal in der Lage ist, für die läppische Online-Karte die Termine der Wahlkampfauftritte korrekt abzutippen - heidenei!

Auch ich als S21 Befürworter überlege mir, ob Turner wirklich wählbar ist: Im Grunde unterstütze ich Turner, weil ich vehement für S21 bin, unabhängig von all den Problemen, Fehlplanungen und Kostensteigerungen. Allerdings finde ich es schon ein wenig komisch, mit welchen Mitteln Turner sich seinen Wahlkampf und seine Plakate finanzieren lässt. Die Idee, extra einen Verein zu gründen, damit man nicht sieht, wer wieviel gespendet hat, finde ich ein wenig problematisch. Ich denke, er sollte auch keine Versprechungen machen, die er nicht halten kann, wie z.B. S21 wird zügig und ohne größere Beeinträchtigungen gebaut. Als S21 Anhänger wähle ich daher lieber Frau Wilhelm oder Fritz Kuhn.

Vorsicht Satire!: Wenn der Wolfang Schäuble die Werbebrezel Turner 'unterstützt', freut sich die Wilhelm sicher auch über ein Lobeswort von Claus 'Tunnelgott' Schmiedel! Und lieber Herr Turner, Sie könnten im Wahlkampf doch noch die geheime 'Schusterkarte' ziehen, also Lobeshymnen auf den jetztigen OB und so (!?), das wären dann nochmal zehn Prozent MINUS - **räusper**... ;-) .... Und liebe Bahn, CDU, SPD danke für die politischen 'Entgleisungen' und auch die direkten 'WAHLHILFEN* Ihrerseits, euer Hannes R.

OB und Mut!: Es muss jetzt doch mal gesagt werden! S21 wird gebaut, es wird gebaut auch wenn Hannes OB wird und alle Verträge kündigt, dann erst recht! Nämlich mit den saftigen Konventionalstrafen die dann drohen! Logisch denkende Mitteleuropäer wissen das schon seit dem VE der zu Gunsten S21 ging und damit sind alle legalen Mittel ausgeschöpft! Sollte Stuttgarts zukünftiger OB auf die Hektar große Gleisfläche verzichten, dann verkauft die Bhan den die halt an Trumpp und schon steht in Stuttgart was niemand will - ein Trump-Tower! Also bleibt nur das zu retten was zu retten ist, beim Grundwassermangement ist der Gemeinderat auf dem richtigen Weg und untersagt der Bahn ein tiefer Bohren auch bei den Gründungspfählen! Auch zu einer Werkfeuerwehr könnte die Bahn gezwungen werden um die Sicherheit des Provinzbahnhofs zu erhöhen. Also was bleibt ist den Neuen Stadtteil Stuttgarts der 25. übrigens, nicht so zu planen wie Freiberg und Neugereut oder den Fassmichhof sondern eine urbane gewachsene Bebauung ala Stuttgart Nor mit nicht mehr als 5 Stockigen Häusern aufgelockert diurch Parks und Einfamilienhäuser! Dazu muss allerdings der Wille da sein und nicht so sehr auf den Geldbeutel schielen Herr Föll! Es geht dadurch kein Weg an Bettina Wilhem vorbei, die ohne Ballast einen vernüftigen Weg gehen kann!

OB-Wahlkampf in Stuttgart: Alle sind mir lieber als dieser Werbe-Millionär Turner, der von der Mappus-CDU unterstützt wird. Es kann nicht sein, dass diese CDU, ohne Aufarbeitung, so weiter macht wie bisher. Wir Stuttgarter lassen uns doch nicht so billig ausstricksen.

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