Öffentlicher Nahverkehr Mitte Dezember startet das neue Nachtbusnetz

Von Ralf Recklies 

Im Stundentakt verkehren die Stuttgarter Nachtbusse ab Mitte Dezember auf zehn Linien zu neuen Zielen. Teilweise verkürzen sich auch die Fahrzeiten.

Uhlbach ist eines der neuen Ziele, die der Nachtbus anfährt. Foto: Heinz Heiss
Uhlbach ist eines der neuen Ziele, die der Nachtbus anfährt.Foto: Heinz Heiss

Stuttgart - Rund 2500 Fahrgäste hat die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) in jüngster Vergangenheit an jedem Wochenende mit ihren Nachtbussen zu den gewünschten Zielorten befördert. Vom 13. Dezember an, so hofft es zumindest Joachim Keller, der Leiter der Abteilung Angebotsplanung bei der SSB, könnten die ­Fahrgastzahlen steigen. „Durch die künftig verkehrenden Nacht-S-Bahnen haben wir neue Ressourcen für unser Nachtbusnetz erhalten“, sagt Keller und erklärt: Ziele, die künftig per S-Bahn erreichbar sind, werden nicht mehr von den Nachtbussen angesteuert. Bei gleichbleibendem Bus- und Personaleinsatz sei es daher also möglich, neue Ziele anzusteuern und so den Service für die Nachtschwärmer zu verbessern.

20 Nachtbusse sind unterwegs

Auf den zehn Nachtbuslinien kommen laut Keller 20 Busse zum Einsatz. Zeitgleich starten diese freitags und samstags sowie vor Feiertagen um 1.20 Uhr, 2 Uhr, 2.30 Uhr, 3.10 Uhr und 3.40 Uhr am Schlossplatz. Auch donnerstags verkehren bereits Nachtbusse, allerdings nur zu drei Abfahrtseiten. „In der Nacht auf Freitag wird das Angebot nicht ganz so stark genutzt wie an den Wochenenden“, sagt Keller. Durchschnittlich 20 Personen würden donnerstags pro Linie und Fahrt transportiert, in den Nächten auf Samstag und auf Sonntag zählt die SSB im Schnitt etwa 50 Fahrgäste auf jeder Tour.

Bis zum Jahr 2007 sind die Zahlen der Nachtbusnutzer laut Keller kontinuierlich gestiegen, in den vergangenen Jahren waren diese aber stagniert. Dies könnte sich nun ändern, da über die Nachtbuslinien N 9 und N 10 künftig nahezu die komplette Strecke der stark frequentierten Innenstadtbuslinie 42 integriert werde. Die südliche Olga- und die Filderstraße werden dann über die Linie N 1 angefahren, die ­N-2-Busse steuern die Birkenwaldstraße an, die Gerok- und die Gänsheidestraße werden mit den Bussen der Linie N 7 erreicht und auf die Rohrer Höhe gelangen die Fahrgäste künftig mit dem Nachtbus 10. Neu im Netz sind auch die Ziele Jahnstraße in Degerloch (N 9), Hoffeld (N 8), Scharnhäuser Straße in Plieningen und Steckfeld (N 8), Asangstraße und Uhlbach (N 7) sowie Freibergstraße in Münster (N 5). Unverändert verkehren wie in der Vergangenheit die Nachtbuslinien N 3 nach Gerlingen und N 6 nach Fellbach.

Neue Ziele, kürzere Fahrzeiten

Bei der Vorplanung ist es laut Keller gelungen, nicht nur neue Ziele einzubinden, sondern auch die Fahrtzeiten teils deutlich zu verkürzen. Das Fahrtziel Vogelsang werde bereits nach zehn (bisher 28), Kaltental nach 24 (40) und Münster nach 17 (46) Minuten erreicht. In Einzelfällen verlängern sich die Fahrtzeiten in die Außenbereiche dafür aber um maximal zehn Minuten.

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2 KommentareKommentar schreiben

Wäre schön, wenn..................: ...........nun auch noch Nachts die Straßen gesäubert wären und die dort sich tummelnden und pöbelnden Jugendlichen die stets nur besoffen auf Streit ausgerichtet deine Fahrbahn kreuzen, von der Bildfläche verschwunden wären. Just a dream? Ach, ist Stuttgart nicht schön modern geworden? Die Busfahrer tun mir schon jetzt leid. Gefahrenzulage? Sicher nicht!

Nachts fahren: Da die S-Bahnen tagsüber in der Hauptverkehrszeit sowieso nicht mehr als notwendig angesehen werden freue ich mich, dass man in Zukunft wenigstens nachts zur Arbeit kommt.

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