Ökologie Die 75-Watt-Birnen gehen aus
Klaus Zintz, 31.08.2010 07:28 Uhr
Schön sind die Alternativen zur Glühbirne nicht, doch daran wird gearbeitet. Foto: dpa
Schön sind die Alternativen zur Glühbirne nicht, doch daran wird gearbeitet. Foto: dpa
""Die LED-Technik hat in kurzer Zeit große Fortschritte erreicht.""
Fazit der Testergebnisse der Stiftung Warentest



In den vergangenen Jahren hat sich die Technik der Energiesparlampen stetig verbessert. Gleichzeitig sind die Preise gesunken. Allerdings warten viele Modelle weiterhin mit den typischen Schwächen der Sparlampentechnik auf, indem sie beispielsweise nur langsam ihre volle Leuchtstärke erreichen. Andere wiederum verfehlen die versprochene Lebensdauer bei weitem, etwa weil sie im Treppenhaus häufig ein- und ausgeschaltet werden.

Mittlerweile gibt es jedoch ein breites Angebot an unterschiedlichen Sparlampen, die für die jeweiligen Einsatzgebiete technisch optimiert sind. Vom 1. September an müssen die Hersteller hierzu ausführliche Angaben auf der Packung machen. Allerdings bemängeln Umweltschützer nach wie vor, dass die Kaufberatung im Handel sowie die Kompetenz des Verkaufspersonals oft zu wünschen übriglässt.

LED-Lichter verbrauchen nur sehr wenig Strom


Viele Probleme, mit denen man sich heute noch bei den Energiesparlampen herumschlagen muss, treten bei den LEDs gar nicht auf. Sie lassen sich oft ein- und ausschalten und erreichen auch sofort ihre volle Helligkeit. Die kleinen Lämpchen haben zudem eine extrem lange Lebensdauer und verbrauchen nur sehr wenig Strom. Bei ihren Tests hat die Stiftung Warentest in jüngster Vergangenheit festgestellt, dass auf diesem Gebiet tatsächlich innerhalb kurzer Zeit große technische Fortschritte erreicht wurden. Weil aber die Lampen noch sehr teuer sind, haben sie bisher nur einen sehr geringen Marktanteil erreicht. Hinzu kommt, dass erst seit kurzem auch warmweiße, also glühlampenähnliche LEDs zur Verfügung stehen.

Damit eine ausreichend große Lichtmenge erzeugt wird, müssen mehrere Leuchtdioden in einer Lampe kombiniert werden. Das ist zunächst ziemlich gewöhnungsbedürftig, andererseits sind LED-Spots schon heute effizienter als andere Strahlertypen. Zudem ermöglichen die flachen LED-Chips völlig neue Lampentypen. Dies gilt erst recht für die sogenannten OLEDs, die organischen Leuchtdioden. Mit ihnen wird es möglich, flächenhafte Leuchten zu bauen, etwa gleichmäßig beleuchtete Wandflächen. Fachleute prophezeien ihnen daher eine große Zukunft. Bei Flachbildschirmen schickt sich diese Technik gerade an, den Markt zu erobern.

Informationen des Umweltbundesamtes zu Energiesparlampen unter http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3915.pdf »
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