""Die LED-Technik hat in kurzer Zeit große Fortschritte erreicht.""
Fazit der Testergebnisse der Stiftung Warentest
Stuttgart - Die Europäische Union hat die Marschroute vorgegeben: Vom 1. September an dürfen auch die 75 Watt starken Glühbirnen nicht mehr hergestellt und auch nicht mehr verkauft werden. Damit tritt nun die zweite Stufe der Ausstiegs aus dem Glühlampen-Zeitalter in Kraft. Bereits vor einem Jahr sind die 100-Watt-Birnen sowie generell Glühlampen mit mattem Glaskolben verboten worden. Im September 2012 sind dann die 60-Watt-Birnen an der Reihe.
Das Ziel des Programms ist, Energie zu sparen und damit auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Herkömmliche Glühbirnen wandeln nur rund fünf Prozent des Betriebsstroms in Licht um, der Rest heizt als Wärmestrahlung die Umgebung. Im Grunde verbietet die EU-Verordnung allerdings keine Glühlampen. Vielmehr hat sie die Anforderungen an die Energieeffizienz so hoch geschraubt, dass sie von der Glühbirnentechnik schlicht nicht mehr zu erfüllen ist.
So bleiben als Alternative neben der Halogenbirne nur noch die Leuchtstoffröhre und die mit ihr technisch verwandte Energiesparlampe - sowie in Zukunft die Leuchtdioden, die LEDs. Halogenbirnen finden sich zunehmend auch in glühlampenähnlichen Glaskolben, wobei eine 75-Watt-Glühbirne etwa einem 52-Watt-Halogenlämpchen entspricht. Die Leucht-eigenschaften der beiden Arten sind ähnlich, weil sie beide das Licht mit einem glühenden Wolframdraht erzeugen. Im Kolben der Halogenbirnchen ist jedoch ein Gas - mit Halogenen wie Chlor oder Brom - eingeschlossen, hinzu kommt eine spezielle Beschichtung. Dadurch erhöht sich die Lebensdauer, gleichzeitig sinkt der Energieverbrauch um 20 bis 30 Prozent. Doch wegen des nach wie vor vergleichsweise hohen Strombedarfs steht den meisten Halogenbirnen vom Jahr 2016 an ebenfalls das Aus bevor.
Die Technik der Energiesparlampen hat sich stetig verbessert
Die derzeit beste und verbrauchsgünstigste Alternative sind daher Energiesparlampen. Laut Umweltbundesamt setzen sie rund 25 Prozent der zugeführten Energie in Licht um, außerdem haben sie eine weitaus längere Brenndauer als die Glühbirnen. Nach Angaben des Amtes sinken die Stromkosten bei 10.000 Betriebsstunden um bis zu 177 Euro, wenn man eine Glühbirne gegen eine hochwertigeEnergiesparlampe austauscht. Würden bundesweit alle Glühlampen ersetzt, käme man auf eine jährliche Einsparung von rund vier Millionen Tonnen des Klimagases CO2.